In diesem Heft

Tipp

Berlin/online 27.2. - 7.3. – Die Woche der Kritik, veranstaltet vom Verband der deutschen Filmkritik, findet parallel zu den Branchenveranstaltungen der Berlinale statt.
Clermont-Ferrand/online 29.1. - 6.2. – Eines der renommiertesten Kurzfilmfestivals weltweit lädt das internationale Publikum zur Online-Ausgabe ein. Darüber hinaus plant das Festival Präsenzveranstaltungen für die Menschen vor Ort.
Berlin/online, ab 23.1. – Ein ganzes Jahr lang bespielt die Transmediale unterschiedliche Orte in Berlin und online
Anmut und Ekel: Peter Greenaways »Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber« als Mediabook
»Bad Education« schildert einen legendären Unterschlagungsskandal an einer amerikanischen High School. Hugh Jackman glänzt in einer oscarwürdigen Darstellung als charismatischer Abzocker
Der aktuelle Bezug von Stephen Kings apokalyptischem Viren-Thriller »The Stand« löst keineswegs nur angenehme Gefühle aus. Die neue, 10-teilige Serienadaption stellt das spirituelle Duell unter den Überlebenden in den Vordergrund
Von ganz unten: Ramin Bahrani hat mit »White Tiger« den preisgekrönten Roman von Aravind Adiga adaptiert, der mit einigem schwarzen Humor vom skrupellosen Aufstieg eines Mannes von niedriger Herkunft erzählt
In der ersten für den hauseigenen Sender Disney+ produzierten Marvel-Serie »WandaVision« arbeiten sich Scarlet Witch und Vision durchs Sitcom-Universum
Die verlorene Tochter: Dänemarks »Verdacht/Mord« auf Sky
In Darius Marders »Sound of Metal« spielt Riz Ahmed einen Musiker, der ­einen Hörsturz erleidet. Der Film ist aber keine Auseinandersetzung mit dem Wesen der Musik, sondern mit der Unfähigkeit zur Ruhe
Jude Law spielt in »The Third Day« einen trauernden Vater, den es auf eine rätselhafte Insel verschlägt
Erlesene Mediabooks: Harald Reinls »Die Schlangengrube und das Pendel« und Jess Francos »Der Hexentöter von Blackmoor«
In der AMC-Serie »Soulmates« ist die Partnersuche gelöst – zumindest als Datensatz
Dick und Pussy: »History of Swear Words« erklärt die Entstehungsgeschichten populärer Schimpfwörter
Die Gruftis und der Junge: Der Kinderfilm »Max und die wilde 7« erscheint im Heimkino
Die Schauspielerin Regina King inszeniert in ihrem Kinoregiedebüt nach dem Theaterstück von Kemp Powers ein Treffen zwischen Muhammad Ali, Malcolm X, Sam Cooke und Jim Brown
Madonnen und Märtyrer: In der zweiten Staffel seiner Mystery-Serie über ein totes Kind und seine Nanny, »Servant«, spitzt M. Night Shyamalan den satirischen Aspekt zu
Stadt und Land: Die türkische Serie »Ein guter Mensch« jetzt auf DVD/Blu-ray
In der Showtime-Serie »Moonbase 8« gehen Science-Fiction und Comedy eine erstaunlich erfreuliche Verbindung ein
Im Film der argentinischen Regisseurin Paula Hernández, »Los sonámbulos«, steht das Schlafwandeln als doppelte Metapher für die Vulnerabilität einer jungen Frau und den mentalen Zustand des Bildungsbürgertums in ihrem Heimatland
Olivier Nakache und Éric Toledano, die Regisseure von »Ziemlich beste Freunde«, haben das Konzept der israelischen Therapieserie »Betipul« adaptiert. Ihre Version, die arte-Produktion »In Therapie«, beginnt unmittelbar nach dem Attentat auf das Bataclan
In Paul Greengrass' Western­adaption »Neues aus der Welt« spielt Tom Hanks einen gescheiterten Zeitungsmacher, der nach dem amerikanischen Bürgerkrieg eine junge Deutsche auf der Suche nach Verwandten begleitet. Ab 10.2. auf Netflix
Mit ihrem Film »Beginning« (Dasatskisi) lieferte die georgische Regisseurin Dea Kulumbegashvili ein viel beachtetes Debüt im Corona-Festivaljahr 2020. Die sperrige Emanzipationsgeschichte räumte unter anderem in San Sebastián groß ab
Während Afshin die Verantwortung im Haus trägt und auf seinen kleinen Bruder Benjamin achtgibt, seit sein Vater aus Sicherheitsgründen das Land verlassen musste, ringt Abas, der Busfahrer mit seiner Schuldenlast und flieht in den Drogenrausch
Money talks: »Industry« taucht mit viel Atmosphäre und Finanzkauderwelsch in die Bankerszene Londons ein
Endlich auf Blu-ray: Billy Wilders »Fünf Gräber bis Kairo«
Glühende Gehirngewinde: Die dritte Runde von »Westworld« jetzt auf DVD und Blu-ray
Schnörkellos: Der Western »Sturm über Texas« von 1958
Kurzfilme aus einem Berliner Stadtteil: Die DVD-Sammlung »Prenzlauer Berginale«
Gibt es über Hitchcock und seine Filme noch etwas zu sagen? Vielleicht nicht viel. Aber die Lebens­geschichte des Regisseurs sieht in diesem schwarz-weißen ­französischen Comic richtig gut aus

Thema

Unsere "steile These" des Monats Februar
Seine verrätselten Mystery-Thriller, die oft ins Transzendente führen, sind über die Jahre nicht bei allen gut angekommen. Aber der Regisseur M. Night Shyamalan ist ein Meister des Atmosphärischen. Und das zeigt sich in der Serie »Servant«, die jetzt in die zweite Staffel geht. Ein Werkporträt
Den kennt man – Aber es ist eine überarbeitete Version von Willem Dafoe – in »Beyond: Two Souls«. Eins von vielen Videospielen, die mit Star-Schauspielern werben. Und überhaupt werden Games immer filmischer. Das sieht gut aus, hat aber auf der Spielebene gewisse Nachteile
Otto Premingers Politdrama »Sturm über Washington« zeigte vor fast 60 Jahren, wie intrigant und mörderisch der Politikbetrieb in Washington abläuft
Der Regisseur Dominik Graf sprach mit Anke Sterneborg über seine Filmsozialisation, Deutschland als Drehort und die Konkurrenz der Medien. Die eigentlich so nicht sein müsste . . .
Das Marvel Cinematic Universe wächst und wächst – In diesem Jahr stehen vier Kinofilme und der Launch eines neuen Serien­segments an. Der Mann, der die Idee zum Superfranchise hatte und im Heldengewimmel den Überblick behält, ist der Produzent Kevin Feige
Der Meister wird achtzig. Hayao Miyazaki, Mitgründer der Wunderschmiede Studio Ghibli, am 5. Januar 1941 in Tokyo geboren und seit einigen Jahren nicht wirklich überzeugend im Ruhestand, feiert Geburtstag

Meldung

Lisa Maria Potthoff, 42, ist vor allem in Krimis unterwegs. Kinofilme hat sie u. a. mit Marcus H. Rosenmüller und Marc Rothemund gedreht. Kultverdächtig ist sie als Susi in der »Eberhofer«-Filmserie; am 1.2. ist sie im ZDF als Kommissarin »Sarah Kohr« zu sehen
Der Schlaf des Kriegers: Schauspieler/Regisseur Robert Hossein verstarb am 31.12.2020
Die Welt war genug: Der Regisseur Michael Apted verstarb am 7. Januar

Filmkritik

Die bedächtige Komödie über das Zusammenraufen zweier denkbar unterschiedlicher Charaktere in einer tiefen Lebenskrise – einer kantigen Parfümeurin (Emmanuelle Devos) und ihres launigen Chauffeurs (Grégory Montel) – entwickelt neben den beeindruckenden Darstellern ihren speziellen Reiz aus der Ernsthaftigkeit, mit der über den Geruchssinn reflektiert wird
Charmant, komisch und ergreifend erzählt Icíar Bollaín von einer 45-Jährigen, die sich nach Jahren der Aufopferung als Zeichen der Selbstachtung selbst heiraten will. Großartig besetzt mit Candela Peña als Rosa

Film