TV-Tipps

Verblendung (2011)

28. November, 22:15 Uhr, ZDF
David Fincher verfilmt Stieg Larssons Thriller- Bestseller: Ein Paradebeispiel dafür, wie brillantes Filmhandwerk und grandiose Schauspieler eine konventionelle Krimistory adeln können.

Patrick (2020)

30. November, 22:55 Uhr, arte
Der Film beeindruckt durch den Mut, keine simplen Lösungen anzubieten. Radikaler und zugleich wahrhaftiger lassen sich die verheerenden Auswirkungen von Kindesmissbrauch kaum darstellen.

Neruda (2016)

1. Dezember, 23:30 Uhr, WDR
Mit seinem teilweise fiktiven Biopic »Neruda«, einem bildgewaltigen Vexierspiel, feiert Larraín den chilenischen Dichter Pablo Neruda, dessen großbürgerlichen Eskapaden er neue Seiten abgewinnt.

Pferde stehlen (2019)

2. Dezember, 21:45 Uhr, arte
Ein Mann wird am Ende seines Lebens noch einmal mit seinen Erinnerungen konfrontiert. In der malerischen norwegischen Landschaft entstehen Bilder, deren Idylle zu Zweifeln einlädt.

Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer? (2017)

3. Dezember, 20:15 Uhr, WDR
Lola Randls glänzend gespielte Beziehungskomödie »Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?« variiert gekonnt das Doppelgängermotiv und setzt dabei mit kreativer visueller Gestaltung sehenswerte Akzente.

Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt (2017)

3. Dezember, 23:15 Uhr, WDR
Als Techno-Roadmovie setzt »Magical Mystery« sujetbedingt auf Redundanz als Erzählprinzip, was anfangs lustig und dann eher langweilig ist. Wäre da nicht der großartige Charly Hübner, der den Ex-Drogie mit herzzerreißendem Understatement spielt.

Alice Schwarzer (2022)

4. Dezember, 22:10 Uhr, arte
Spannende Zeitreise in die Geschichte der Frauenbewegung und in der ersten Hälfte ein fesselndes Portrait von Person und Wirken Alice Schwarzers, kippt Sabine Derflingers Film in eine Hagiografie zu Lebzeiten, die sämtliche Kritik ausblendet und als heroische Verklärung und Lobhudelei endet.

Die Herzogin (2008)

5. Dezember, 20:15 Uhr, arte
Der hierzulande weniger bekannten Herzogin von Devonshire wird mit dem Film zwar ein Denkmal gesetzt, genauere historische Zusammenhänge treten jedoch hinter den Tändeleien der höfischen Gesellschaft zurück. Keira Knightley ist der etwas puppenhafte, dennoch strahlende Mittelpunkt des Films, verblasst aber neben dem nuancenreichen Auftritt von Ralph Fiennes. Als Ausstattungsfilm fraglos opulent und überzeugend.

3 Tage in Quiberon (2018)

5. Dezember, 20:15 Uhr, ONE
Emily Atef inszeniert das letzte Interview, das Romy Schneider einem deutschen Medium gab, nicht als tragischen Offenbarungseid. Dank ihrer Darsteller wird daraus die intime, wehmütige Chronik eines souveränen Abschieds.

Banklady (2013)

5. Dezember, 22:00 Uhr, ONE
Basierend auf Gerichtsakten und Tagebüchern rekapituliert Christian Alvart in »Banklady« ein Stück bundesdeutscher Kriminalgeschichte: Gisela und Herrmann als Bonnie and Clyde der deutschen Sparkassen, zwischen der spießigen Enge Deutschlands und den hochfliegenden Träumen des Kinos.

Only Lovers Left Alive (2013)

5./6. Dezember, 0:35 Uhr, MDR
Tilda Swinton und Tom Hiddleston spielen in »Only Lovers Left Alive« ein modernes Vampir-Liebespaar, das eine transatlantische Fernbeziehung führt. Jim ­Jarmusch macht daraus eine relaxt-witzige Meditation über Künstler und Intellektuelle am Rande der Gesellschaft.

Räuberhände (2020)

6. Dezember, 23:00 Uhr, SWR
İlker Çataks Verfilmung von Finn-Ole Heinrichs gleichnamigen Roman fängt auf magische Weise ein, was es heißt, 18 und frei zu sein. Die Geschichte zweier ungleicher Freunde, die zusammen nach Istanbul reisen, ist zugleich eine Feier der Unbeschwertheit der Jugend und ein genaues Porträt ihrer Vergänglichkeit.

The Middle Man (2020)

15. Dezember, 23:15 Uhr, arte
Der Held dieser bizarr schwarzhumorigen Erzählung überbringt in einem Kaff im amerikanischen Rostgürtel die Botschaften vom gehäuft auftretenden Ableben der Bewohner.