TV-Tipps

Atlas (2018)

24. Juli, 23:15 Uhr, ONE
Der Möbelpacker Walter trifft bei einer Zwangsräumung zufällig auf seinen Sohn, den er Jahrzehnte nicht gesehen hat. David Nawraths Spielfilmdebüt »Atlas« kommt teils bedeutungsschwanger daher, ist aber dennoch eine originelle Erzählung über den »kleinen Mann« und die virulente Mietproblematik.

Dreamgirls (2006)

25. Juli, 22:40 Uhr, arte
Musical über den Aufstieg von Motown und die Karriere von Diana Ross und den »Supremes«: In erster Linie ein poppiges, unterhaltsames Musical ohne Anspruch auf echte »Authentizität«. Ganz nebenbei aber auch ein musikalischer Essay über den Ausverkauf künstlerischer Träume und moralischer Ideale.

Prélude (2019)

26. Juli, 21:45 Uhr, ONE
Sabrina Sarabi verfilmt das Lebensgefühl ihrer Generation. Die Geschichte von Liebe, Freundschaft und Konkurrenzdruck unter drei Studenten einer Musikschule entsteht aus den Dissonanzen zwischen nüchternen Bildern und aufgewühlter Tonspur.

Parasite (2019)

27. Juli, 23:00 Uhr, ARD
Ein raffinierter Thriller, der diverse Register zwischen Komödie und Katastrophenfilm zieht. Das verhängnisvolle Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Familien ist zugleich lesbar als Miniatur der südkoreanischen Gesellschaft

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (2019)

4. August, 20:15 Uhr, arte
Regisseurin Teona Strugar Mitevska rechnet mit verkrusteten patriarchalen Strukturen und der Ungleichheit zwischen Mann und Frau in Nordmazedonien ab.

Sing Street (2016)

6. August, 20:15 Uhr, arte
Mit skurrilem Charme beschwört »Sing Street« die Kraft der Musik in Zeiten pubertärer Ausweglosigkeit anhand einer Dubliner Schülerband in den 80ern. Ein hemmungsloser und höchst effizienter »Crowd-Pleaser«. Sympathischer kann ein Film kaum sein.

The Beatles: Eight Days a Week (2016)

6. August, 21:55 Uhr, arte
Großartige Studie über die vier großen Jahre der Beatlemania, als die Fab Four aus Liverpool die Welt mit ihren Konzerten im Sturm eroberten. Regisseur Ron Howard zeigt sich auch im dokumentarischen Bereich als versierter Handwerker, der neue und alte Interviews sowie eine schier unglaubliche Menge Archivmaterials spannend und dynamisch zu montieren weiß.

Leave No Trace (2018)

7. August, 23:15 Uhr, ZDF
Debra Graniks lang erwarteter Nachfolgefilm zu »Winter's Bone« erzählt mit Einfühlungsvermögen und scharfem Blick auch für Widersprüche von einem Kriegsveteranen, der mit seiner 13-jährigen Tochter vor der Zivilisation flieht.

Kokon (2020)

17. August, 23:00 Uhr, ZDF
Sonnentrunken taucht Leonie Krippendorff in ihrem zweiten Spielfilm nach »Looping« in einen heißen Berliner Sommer ein, mitten ins Lebensgefühl einer Gruppe von Teenagerinnen am Kreuzberger Kotti. Zusammen mit Lena Urzendowsky und Jella Haase in den Hauptrollen erzählt sie von einem Coming-of-Age, dem ein sanftes Coming-out innewohnt.

Eine Geschichte von drei Schwestern (2019)

25. August, 22:25 Uhr, arte
Die Geschichte dreier Schwestern, die aus der Stadt in ihr abgelegenes Heimatdorf in Zentralanatolien zurückkehren und so die Sorgen des Vaters vermehren. In raumzeitlicher Verdichtung und aus einer Reihe von Auseinandersetzungen und daraus resultierenden tragischen Ereignissen entsteht ein vielschichtiges Bild der sozialen Strukturen, familiären Beziehungen, gesellschaftlichen Verhältnisse. Ein Film wie ein russischer Roman.