Frank Arnold
Filmkritiken von Frank Arnold
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Zwei Jugendfreundinnen werden durch ein magisches Portal in eine andere Welt transportiert, aus der die Rückkehr nur um den Verlust ihrer Erinnerungen möglich scheint. Die Wichtigkeit der Freundschaft verknüpft der Film mit der philippinischen Kultur (zu der die beiden Regisseure familiäre Bindungen haben). Seine originelle Verwendung verschiedenster Animationstechniken wird leider in höchst hektischer Erzählweise praktiziert.
In seinem dritten Leinwandabenteuer wird das pfiffige Schaf Shaun zum Zauberlehrling, der unfreiwillig ein Monster erschafft. Der in Stop-Motion-Technik gestaltete Animationsfilm der britischen Firma Aardman ist mit seiner Liebe fürs Detail ein großes Vergnügen für Jung und Alt.
Zum hundertsten Geburtstag eines Mannes versammeln sich die Familienmitglieder in seinem Haus. Da der Jubilar jedoch an diesem Morgen verstorben ist und das Testament verschwunden ist, brechen alsbald Konflikte auf.
Im jüngsten Teil der langlebigen Filmreihe aus der Animationsfilmschmiede Pixar werden die vertrauten Spielzeuge (die immer dann zum Leben erwachen, wenn ihre kindlichen Besitzer nicht mit ihnen spielen) mit einem Tablet konfrontiert, das genau zu wissen scheint, was die achtjährige Bonnie braucht. Mit vereinten Kräften und überraschenden neuen Verbündeten liefern sie ein überzeugendes Plädoyer für kindliche Fantasie, die sich nicht von technischen Geräten abhängig macht.
Der siebte abendfüllende Leinwandauftritt der Chaos anrichtenden Minions ist eine erfreuliche Weiterentwicklung des erfolgreichen Animationsfilm-Franchises. Zum einen werden einzelnen Protagonisten individuellere Züge verliehen, zum anderen ist der Film, in den zwanziger Jahren in Hollywood angesiedelt, eine gelungene Hommage an das Filmemachen, bei der gestandene Cineasten auf ihre Kosten kommen. Nur gegen Ende wird etwas zu sehr auf bewährtes gesetzt.
Das 2018 geführte Gespräch mit dem ehemaligen WDR-Filmredakteur Werner Dütsch handelt von der Leidenschaft eines Kinogängers, der daraus später einen Beruf machen konnte.
Eine junge Content-Moderatorin wird eines Tages durch einVideo derart verstört, dass sie beschliesst, die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Statt für einen exploitativen Rachethriller interessiert sich das Spielfilmdebüt von Uta Briesewitz für die beschädigte Psyche seiner Protagonistin.
Nach der Trennung von seiner japanischen Ehefrau ist ein Franzose im Land geblieben in der vagen Hoffnung, seine Tochter wiederzusehen, die ihm vor neun Jahren genommen wurde. Denn das japanische Recht begünstigt in einem solchen Fall auf extreme Weise denjenigen Partner, bei dem das Kind lebt. Nüchtern-dokumentarisch erzählt mit einer komplexen Hauptfigur, eindringlich verkörpert von Roman Duris.
Der neue Animationsfilm des Pixar Studios liefert ein Plädoyer für die Achtung der Natur und gefällt durch eine Protagonistin mit Ecken und Kanten.
Ein Zukunftsreisender rekrutiert in einem Diner Freiwillige, die ihm helfen sollen, die Menschheit vor der Versklavung durch Künstliche Intelligenz zu retten. Überbordende Science-Fiction-Satire, geerdet durch die darstellerische Leistung von Sam Rockwell.
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Tipp
Das weltweit erst vierte Buch zum Werk des britischen Regisseurs Michael Winner (»Ein Mann sieht rot«) bietet Texte von 24 Autor:innen zu einzelnen Filmen, Inszenierungsstil und wiederkehrenden Themen wie Selbstjustiz.
Tipp
Neu zu entdecken: zwei Fantasyfilme von Jim Henson mit üppigem Bonusmaterial.
Tipp
Kino aus dem Kaiserreich: Die Detektivfilmkomödie ist eine bemerkenswerte filmische Ausgrabung.
Tipp
Fast 100 Spielfilme entstanden einst in Göttingen. Der Band »Hollywood an der Leine« zeichnet die überraschende Geschichte der einstigen Filmmetropole nach und eröffnet neue Perspektiven auf das westdeutsche Kino.
Meldung
Vom kleinen Hamburger Programmkino zum großen Genrefestival: Das Fantasy Filmfest feiert 40 Jahre voller Horror, Fantasy und Abseitigem – und präsentiert zum Jubiläum erneut außergewöhnliches Genrekino.
Tipp
Henry Kosters ungewöhnlicher Film »The Power and the Price« erscheint erstmals auf DVD.
Tipp
In Deutschland kaum bekannt: Jean-Pierre Mockys fantastischer Film als Mediabook.
Meldung
Eindringliche Filme beim Festival von Locarno, auf dem Deutschland zahlreich vertreten war.
Tipp
Kino, Leben, Zeitgeschichte: Alexander Horwaths großartiger Essayfilm »Henry Fonda for President« ist jetzt mit Bonusmaterial als DVD erschienen.
Meldung
Abarbeitung an der eigenen Familie war das große Thema in der Reihe »Neues deutsches Kino« beim Filmfest München.
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