Filmkritiken
Woche vom 29.07.2026
Die Filme von Jean-Paul Salomé beruhen entweder auf wahren Geschichten (»Die Gewerkschafterin«) oder modernisieren populären Mythen (»Arsène Lupin«, »Belphégor«). In seinem neuen Werk verknüpft er souverän beide Stränge. In seinem Biopic des Meisterfälschers und begnadet-erfolglosen Erfinders Jan Bojarski unternimmt er zugleich einen munteren Streifzug durch die Geschichte des französischen Kriminalfilm.
In seiner beschwingten Geschlechterkomödie schickt Massimiliano Bruno einen patriarchalischen Macho-Italiener und eine unangepasst emanzipierte Single-Frau in einen Beziehungsclinch, in dem beide Kompromisse eingehen und sich trotzdem treu bleiben dürfen.
In ihrem dritten Film findet Olivia Wilde eine stimmige Balance zwischen Komödie und Beziehungsdrama. Visuell ist das Werk eine Hommage an Klassiker des Genres.
Mit seinem neuen Film Bitteres Fest schafft der spanische Frauenregisseur das Kunststück, eine Kopie von sich selbst so zu inszenieren, dass sie zum Original wird.



