Filmkritiken
Woche vom 12.08.2026
Jutta Brückners Filme erzählen seit jeher von weiblichen Lebensentwürfen und den Spuren der Vergangenheit. Mit Im Spiegel meiner Mutter vollendet sie ihre Mutter-Trilogie und verdichtet Autobiografisches, Erinnerungen und Traum zu einer Reflexion über die Mutter-Tochter-Beziehung.
Mit dieser Umsetzung eines Computerspiels gelingt dem Japaner Genki Kawamura ein origineller Horrorfilm mit hypnotischer Sogwirkung.
Mehr als eine Musikdoku: Das eindringliche Porträt des israelischen Popstars Noga Erez, die zwischen künstlerischer Freiheit, politischer Vereinnahmung und öffentlichem Erwartungsdruck um ihre eigene Stimme kämpft. Präzise beobachtet, klug strukturiert und emotional überraschend offen.
Detailverliebt und rücksichtsvoll entwirft Roderick Warich mit Funeral Casino Blues ein faszinierendes Porträt Bangkoks und Thailands – zwischen Arthouse, Genrefilm und postmodernem Zitatespiel.
In seinem Regiedebüt porträtiert Florian Karner Menschen, die von ihrer KI emotional abhängig geworden sind. Ohne Alarmismus, unaufgeregt und ohne erhobenen Zeigefinger.
Ivy wird nach vorerst überstandener Krebserkrankung von ihren Eltern in ein Ferienlager für Betroffene verfrachtet und durchlebt mit Leidensgenossen einen unvergesslichen Sommer: ein mal feinfühliges, mal rabaukiges Independent-Teeniedrama.



