Filmkritiken
Woche vom 02.09.2026
In seinem Trailer Park-Home Invasion-Thriller verschmilzt Adam Wingard stilistische Intensität mit brachialer Gewalt und charismatischen SchauspielerInnen in der Tradition von John Carpenter.
Es läuft gut für Boxtalent Christy, auch ihr Trainer sieht die Chance und das Geld, das sich seiner späteren Ehefrau machen lässt. Doch der Film ist kein Sport- sondern ein Beziehungsdrama, und illustriert, wie toxische Verbindungen entstehen, und wie sehr die Unfähigkeit, sich selbst als Profiboxerin vor häuslicher Gewalt und Ausbeutung zu schützen, mit der Vergangenheit zusammenhängt.
Der vom Bollywood-Kino inspirierte Film lässt nichts aus, um auf dem kürzesten Weg maximale Überwältigungseffekte zu generieren. Das funktioniert dank eines fast schon unverschämt sympathischen Ensembles.
Eine unkonventionelle Doku-Fiktion über Paula Modersohn-Becker, in der Zeitebenen und Figuren verschmelzen und dadurch eine Aktualität entsteht, die den Film zu einem feministischen Manifest macht.
Ein Gaunerduo schmuggelt sich in eine Reisegruppe behinderter Menschen und verbringt mit ihnen die Ferien, mit unerwartetem Ergebnis: das deutsche Remake einer französischen Erfolgskomödie ist weniger spritzig, aber dennoch unterhaltsam.
Thomas Manns Reise durch Deutschland als ein vielschichtiges Drama über Politik, Kunst, Familie und Identität, mit großartigen schauspielerischen Leistungen von Hanns Zischler und Sandra Hüller. Zugespitzt erzählt, fantastisch fotografiert, ein Meisterwerk.
In einem römischen Schneideratelier, das Mitte der Siebzigerjahre Aufträge für Bühne und Film bearbeitet, verschmilzt Ferzan Özpetek berufliche Herausforderungen und private Lebens- und Liebeskrisen zur Hommage an die Frauen, an ihren Freiheitsdrang und ihre Kreativität.
Auf der Suche nach der Wahrheit begleiten wir eine Schülerin durch ihr pakistanisches Dorf. Rabia will herausfinden, wieso ihre Schule geschlossen wird und stößt dabei auf ein System korrupter Machtstrukturen, gestützt vom Aberglauben.





