Filmkritiken

Woche vom 09.09.2026

06.09.2026
Bewertung: 3
Die Dokumentation über Berlins berühmten Fetischclub bietet seltene Einblicke, konzentriert sich aber eher auf Individualschicksale und verzichtet auf eine größere (auch kritische) Analyse.
05.09.2026
Bewertung: 3
Mit ihrem Hybrid aus Dokumentar- und Spielfilm gelingt der Kanadierin Sophie Deraspe eine bildgewaltige Annäherung an den Alltag französischer Schäfer.
04.09.2026
Bewertung: 4
Der erste Langfilm der Britin Alicia MacDonald überzeugt durch eine stimmige Inszenierung und ein Skript, das originell und glaubwürdig gleichermaßen ist. Vor allem aber begeistern in dieser allerlei Wendungen nehmenden Geschichte über einen jungen Mann, der in Manchester versucht, eine studentische Partybekanntschaft wiederzufinden.
03.09.2026
Bewertung: 3
Heistmovie als Laptop-Film: ein ungewöhnliches Experiment, das nicht immer aufgeht, aber besonders für Digitalaffine Spannung bietet.
02.09.2026
Bewertung: 3
Bernd, ein Schauspieler mit Behinderung, der mit einem linken Berliner Theaterkollektiv an einem Stück über eine Wunderwaffe der Nazis arbeitet, wirft bald selbst mit rassistischen Parolen und Sexismus um sich. Cornelius Schwalm zerhaut mit Kettensäge und Axt alle Safe Spaces und hält der vermeintlichen moralischen Überlegenheit und der kulturkämpferischen Gesellschaft den Spiegel vor.
01.09.2026
Bewertung: 4
Die Sensation des angemessen zurückhaltend inszenierten Dokumentarfilms über den Holocaustüberlebenden Albrecht Weinberg ist die Neugierde, Offenheit und Zugewandtheit, mit der er als Zeitzeuge in seinen letzten zehn Lebensjahren unermüdliche Erinnerungsarbeit leistete.
31.08.2026
Bewertung: 4
Der Weg von der »Fake«-Frau zur Frau ist in dieser feministischen Komödie über eine zum Leben erwachte Sexpuppe und ihren Besitzer hürdenreich und ziemlich lustig: ein Debütfilm, in dem mit meist leichter Hand gewichtige Themen angetippt werden.
08.07.2026
Bewertung: 4
Léa Pool kehrt mit einem vielschichtigen Flüchtlingsdrama in unsere Kinos zurück. Saad und Reza wurden in ihrer Heimat (dem Iran bzw. Marokko) als Homosexuelle verfolgt und wollen sich als Paar eine Zukunft in Kanada aufbauen. Als Reza die Abschiebung droht, beginnt Saad ein Verhältnis mit einem Angestellten des Migrationsministeriums – ein Terrain der Zerrissenheit, durch das die Regisseurin engagiert und einfühlsam navigiert.