Filmkritiken
Woche vom 21.10.2026
Filmisches Kleinod über eine übergewichtige, einsame junge Frau, die über Facebook zu einem Fremden Kontakt aufnimmt und tatsächlich wahre Freundschaft erfährt.
In ihrem Spielfilmdebüt gelingt der jungen luxemburgischen Filmemacherin Koxi eine absurde, bittersüße Adaption von Elfriede Jelineks Erfolgsroman – mit einer brillant-nüchternen Johanna Wokalek.
Die aufwendige polnische Filmbiografie über Frédéric Chopin beschränkt sich auf dessen Pariser Jahre und porträtiert den todgeweihten Komponisten als zeitgenössischen Popstar zwischen Schaffensfreude und Krankheit – opulent, aber, gerade in Bezug auf Chopins musikalische Neuerungen, etwas oberflächlich inszeniert.
Der Mexikaner Fernando Eimbcke erzählt in atmosphärischem Schwarz-Weiß von der Freundschaft, die sich unerwartet zwischen einer Witwe und einem Jungen entspinnt, dessen Mutter nach einer Chemotherapie im Koma liegt. In der konfliktreichen Wohngemeinschaft der zwei scheinbar unvereinbaren Charaktere brechen nie vernarbte Wunden auf, in ihr keimen aber auch Empathie und Zuversicht.
Die Folgen einer Pandemie, Ausgrenzung und Flucht sind Themen des Films. Seine Klasse gewinnt er durch darstellerische Höhepunkte.








