Filmkritiken
Woche vom 04.11.2026
Fantasyfilm über ein junges Mädchen, das auf der Suche nach seinem entführten kleinen Bruder in einen Zauberwald mit sprechenden Tieren gerät und diese gegen das Böse zusammenschweißen muss.
Ein Ripley-Film ohne Ripley, inszeniert wie ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Wirklichkeit, Alptraum und literarischer Imagination.
Pepa Lubovackis mehrfach ausgezeichnete originelle Selbstbefragung wandelt sich vom persönlich-familiären Hilfsprojekt zu einem packenden Essay in Sachen menschlicher Lebenskunst.
Mit ihrer Dokumentation setzt Sandra Prechtel dem 2001 verstorbenen Theatermacher und Universalkünstler Einar Schleef ein filmisches Denkmal, das ebenso kompromisslos ist wie dessen Arbeiten.
Milena Aboyans Film rollt das Leben dreier Freundinnen auf, nachdem eine von ihnen verdächtigt wird, einen Brandanschlag verübt zu haben. Wie die Romanvorlage von Shida Bazyar ist auch der Film formal ambitioniert – was nicht immer gelingt.
Alice Brauner, Mitproduzentin und Drehbuchautorin, hat akribisch zur Zwangssterilisierung in Auschwitz recherchiert. Marcus O. Rosenmüller setzt die unfassbare Gewalt mit strenger Eindringlichkeit in Szene.
Betörend schöner Liebesfilm über ein junges Paar, das sich erst nach dem Tod kennenlernt und zwischen dem Dies- und Jenseits entscheiden muss.
Nach langer krankheitsbedingter Pause legt Andrei Swjaginzew ein Werk vor, das noch vehementer als seine vorherigen Filme das System Putin anklagt: Ein Firmenchef gerät 2022 unter Druck, als er Mitarbeiter für den Krieg rekrutieren soll und zugleich seine Frau des Fremdgehens verdächtigt.
Michal Kosakowskis geschickt komponierter Experimentalfilm reflektiert durch seine essayistische Montage die Darstellung des Holocausts im Spielfilm der letzten 80 Jahre und wirft damit Fragen zur aktuellen und künftigen Erinnerungskultur auf.
Ungeniert melodramatisches Nachkriegsepos, das Atombombentrauma und unterdrückte Rachefantasien eindrücklich mit gigantischen Monstern versinnbildlicht.








