Blog

Gerhard Midding

Das neue Projekt von Matthew Weiner, dem Kopf hinter den »Mad Men«, klingt vielversprechend. Er hat ein erstaunliches Thema gewählt: »The Romanoffs« soll in acht eigenständigen Folgen von Zeitgenossen handeln, die überzeugt sind, vom gleichnamigen Adelsgeschlecht abzustammen, dass drei Jahrhunderte über Russland herrschte. Die Besetzung ist illuster; hinter der Kamera werden sich viele »Mad Men«-Veteranen wieder begegnen.

Gerhard Midding

Zwischen zehn und 15 Filme starten allwöchentlich neu in unseren Kinos. Diese Anzahl markierte vor einigen Jahren noch einen erheblichen Anstieg, hat sich seither aber relativ stabil gehalten. Wie es scheint, hat daran bislang auch der Zuwachs von Streaminangeboten nichts geändert. Dieses Angebot ermöglicht dem Kinogänger im Prinzip eine Auswahl und bleibt zugleich überschaubar.

Gerhard Midding

Auch Fonda hatte exzellente Nachfolger. Allerdings ist sein Erbe zweischneidig. Ohne ihn wären die schweigsamen Westerner Clint Eastwoods undenkbar. Bei Fonda ist die Autarkie aber bereits gebrochen, was vor allem das Verdienst John Fords ist.

Gerhard Midding

Mit seinem Kosenamen konnte ich mich nie anfreunden. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, ihn in Gedanken je »Hank« zu nennen. Er ermunterte nicht unbedingt zu solch ungenierter Vertraulichkeit. Dazu war die Ehrfurcht zu groß, die Henry Fonda einflößte. Offenbar jedoch ließ er es zu, dass man ihn so nannte.

Gerhard Midding

Vor ein paar Tagen kam eine Pressemitteilung der Berlinale, die mich schwer beeindruckte. Das lag weniger an ihrem Inhalt (es ging um personelle Veränderungen im Panorama), sondern an dem imposanten Foto, mit dem sie aufgemacht war. Es sieht aus, als hätte Annie Leibovitz es für »Vanity Fair« aufgenommen.

Gerhard Midding

In der ersten Außenszene von »Träum was Schönes« könnte man die Stadt für ein Museum halten. Man sieht nichts von ihr außer einer Reihe von Statuen. Der kleine Massimo betrachtet sie, während er mit seiner Mutter im Bus fährt. Die Denkmäler sind aus der Perspektive des Neunjährigen gefilmt, also in Untersicht. Fasziniert betrachtet er Fürsten und Kriegshelden, deren Standbilder an die heroische Geschichte Turins erinnern.

Gerhard Midding

Vor Kurzem schoss mir ein schlichter, allerdings weitreichender und obendrein ungerechter Gedanke durch den Kopf. Ich fragte mich, ob man Filmemacher nicht grungsätzlich in zwei Kategorien unterteilen sollte.

Gerhard Midding

Vor einigen Jahren erlebte ich bei der Einreise in die USA einmal eine Konfrontation der Kulturen, an der er nicht ganz unschuldig war. Bei der Passkontrolle in New York wurde ich von zwei Beamten aufgefordert, ihnen in ein Büro zu folgen. Das war in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, mithin vor dem 11. September, und da ich zeitlebens nie Bartträger gewesen bin, war ich ohnehin unverdächtig, ein Terrorist zu sein.

Gerhard Midding

Kirk Kerkorian muss ein erstaunlicher Mann gewesen sein. Im Verlauf seines langen Lebens scheffelte und spendete er Milliarden. Das ist noch nichts Besonderes, sondern ziemt sich für einen amerikanischen Investor und Wohltäter. Die Risikobereitschaft und Beharrlichkeit, mit der er sich auf verschiedensten Geschäftsfeldern tummelte, gehört ebenso zu diesem Berufsbild. Aber von welchem Geschäftsmann lässt sich schon berichten, dass er ein Hollywoodstudio gleich dreimal kaufte?

Gerhard Midding

In diesem Sommer darf man sich beinahe wie in Frankreich oder Großbritannien fühlen. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine Wiederaufführung startet. Den Anfang machten »Belle de Jour« und »La Boum«. Gerade kam »Die Reifeprüfung« restauriert neu heraus, in wenigen Tagen wird Luc Bessons »Das fünfte Element« nach 20 Jahren wieder neu gestartet.