Filme

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Ein Vater aus ärmlichen Verhältnissen macht sich zu Fuß auf den Weg ins 300 Kilometer entfernte Belgrad, um für das Sorgerecht für seine Kinder zu kämpfen. Mit berstender Ruhe inszeniert Srdan Golubović diesen Roadtrip, in dem Goran Bogdan als schweigsamer, stoischer Held glänzt
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Kinostart verschoben auf den 10.12.2020. Eine Mexikanerin sucht ihren verschollenen Sohn, der sie verließ, um in die USA zu gelangen. Der Debütfilm greift eine Reihe spannender, hochaktueller und brisanter Themen auf, bleibt jedoch inhaltlich zu vage und im Tonfall zu distanziert, um zu fesseln oder aufzurütteln
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Um eine ungewollte Schwangerschaft ohne elterliche Zustimmung beenden zu können, reisen zwei Teenagermädchen aus dem ländlichen Pennsylvania nach New York. Mit unaufgeregter Genauigkeit und leiser Intensität entfaltet Eliza Hittman ein Abtreibungsdrama, das zugleich Road Movie, Coming of Age-Geschichte, »Me too«-Drama und vor allem die Geschichte einer innigen Solidargemeinschaft unter Frauen ist
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Vor Jahren wurde Vitalina Varela verlassen. Nach vierzigjährigem Warten auf das Flugticket kommt sie nach Portugal, wo der Mann drei zuvor Tagen begraben wurde. Pedro Costa widmet der kapverdischen Frau Vitalina Varela eine filmästhetische Reflexion ihres eigenen Lebens
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Zum 10. Todestag von Christoph Schlingensief, der in diesem Jahr 60 geworden wäre, kommt nun die Dokumenta­tion der renommierten Editorin Bettina Böhler über ihn in die ­Kinos
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Video-Tagebuch aus Aleppo: Der Dokumentarfilm der jungen Syrierin Waad al-Kateab kontrastiert die Gräuel des Bürgerkriegs mit Szenen vom Überlebenswillen der Menschen und ihrer Humanität
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Eine kleine, liebevoll verbundene Familie ringt mit prekären und unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Mit großer Zärtlichkeit sammelt Ken Loach feine Beobachtungen des Arbeits- und Familienalltags, macht aber auch den ungeheuren Druck spürbar, der dieser hart arbeitenden Familie die Luft zum Atmen nimmt
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Ladj Ly schickt in seinem Spielfilmdebüt einen Provinzpolizisten in den sozialen Brennpunkt einer Pariser Vorstadt, wo er unmittelbar Ausschreitungen und den Machtkampf zwischen Gangs und Staatsgewalt erlebt. Packendes, authentisches Drama und Frankreichs Oscar-Kandidat
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Der Film folgt als »tropisches Melodrama« dem Schicksal zweier Schwestern im Rio de Janeiro der 50er Jahre. Dank gekonnter Inszenierung und exzellenter Hauptdarstellerinnen entsteht ein nahezu perfekter Genreeintrag, der eine überzeugende Balance zwischen Drastik und Ambivalenz findet
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So wie sie waren: Wang Xiaoshuai bringt drei Jahrzehnte chinesischer Geschichte auf den Nenner ­einer Freundschaftsgeschichte zwischen jungen Familien, die bald die Trauer trennt und deren Schicksal von der Ein-Kind-Politik unwiderruflich geprägt wurde