Birgit Roschy

Filmkritiken von Birgit Roschy

Eindringliches, stilistisch souveränes Psychodrama über die Identitätskrise eines aus dem Kosovo stammenden Ingenieurs (gespielt von Mišel Matičević) der sich rassistisch angegriffen fühlt: »Exil«
Heilkräftige chinesische Kochkunst und mit Wodka begossene Männerfreundschaften sind die Hauptzutaten in dieser Integrationskomödie, in der Mika Kaurismäki in entrückten Landschaftsbildern den herben Charme Lapplands feiert: »Master Cheng in Pohjanjoki«
Ein Todkranker checkt in einem auf professionelle Sterbehilfe spezialisierten Hotel ein: unentschlossener, jedoch optisch reizvoller Genremix zwischen elegischem Drama und Gruselthriller
Stimmungsvoll inszenierte weibliche Selbstfindungsodyssee – sehr glaubhaft in der Hauptrolle: Cécile de France – in die Welt nomadischer Mongolen, bei der allerdings das Schlüsselthema der schamanischen Trance im Dienste einer Liebesgeschichte zu knapp abgehandelt wird
Eine Psychoanalytikerin und angehende Romanautorin begleitet ihre Klientin, eine Schauspielerin, zu deren Filmdreh und entpuppt sich inmitten der Spannungen am Set selbst als Frau am Rande eines Nervenzusammenbruchs: »Sibyl« ist eine originelle Tragikomödie über die Wiederkehr des Verdrängten mit Hilfe der Fiktion
Simon Verhoevens Krimikomödie über zwei Barkeeper, die sich versehentlich mit der Berliner Unterwelt anlegen, ist nicht unbedingt originell, aber dank der spielfreudigen Stars und der leichthändigen Inszenierung unerwartet amüsant
Die generische Actionkomödie über einen rustikalen CIA-Agenten und ein aufgewecktes Kind besitzt dank der Hauptdarsteller und einer leichtfüßigen Inszenierung unerwarteten Charme
Die neunte Verfilmung des Abenteuerromans »Ruf der Wildnis« kann zwar optisch und durch ihre Starbesetzung überzeugen, enttäuscht aber durch ihre allzu forcierte Entschärfung der Grausamkeiten der legendären Hunde- und Goldsucherschicksale
Ein Drogenbaron, der aussteigen will, und jede Menge Gauner, die davon profitieren wollen: In Guy Ritchies glänzend besetzter neuer Gangsterkomödie werden der überdreht-brutale Plot und ressentimentgeladene Witze durch spielfreudige Stars wettgemacht
Mal platt, mal feinsinnig, wird in dieser Sittenkomödie eine Frau mit Helfersyndrom porträtiert, wobei es dank der großartigen Hauptdarstellerin Agnès Jaoui gelingt, manche politisch fragwürdigen Untiefen zu umschiffen

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Haben Sie nicht verstanden? Da geht der Teig, schwäbisch. ­Krimis in Mundart, mit viel Lokalkolorit, sind im Fernsehen seit Jahren Trend. Manchmal kommen sie auch ins Kino – wie aktuell ­»Sauerkrautkoma«, der fünfte Fall des launigen Franz Eberhofer, der im Bayerischen als »Dorfsheriff« wirkt
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Geht leider schon zu Ende: Amazons klug ausgedachte und manchmal wunderbar ins Gagaeske kullernde Musikerserie endet nach der vierten Staffel
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Er hat in über 100 Kino- und Fernsehfilmen mitgespielt, meist in ­markanten kleinen Rollen, und vielen anderen die Schau gestohlen. Der katalanisch-deutsche Schauspieler Alex Brendemühl spielt im ­Sci-Fi-Thriller »Rewind« eine ungewöhnliche Kommissarfigur
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Gary Oldman gehört zu jener besonderen Sorte von Charakterdarstellern, die sich mehr durch Schurken- als durch Heldenrollen eingeprägt haben. Was auch ein Grund dafür sein mag, dass er bislang nur eine Oscarnominierung (für seinen Smiley in »Dame, König, As, Spion«) bekommen hat. Mit seinem Auftritt als Churchill in »Die dunkelste Stunde« soll sich das nun ändern
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Es begann alles so gut gelaunt, in »Jalla! Jalla!«. Dem internationalen Publikum ist der Schwede Fares Fares aber vor allem als Dunkelmann oder Cop in Thrillern, Actionfilmen und Jussi-Adler-Olsen-Krimis bekannt
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In einem Jim-Jarmusch-Film einen Bus zu fahren, sei etwas Besonderes für ihn gewesen, sagt der Schauspieler Adam Driver. In »Paterson« zeigt der Hipster und »Star Wars«-Schurke neue Facetten
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Im Internet kann ein Film versenkt werden, bevor er überhaupt in irgendeinem Kino gelaufen ist. Wie das »Ghostbusters«-Remake des Komödienspezialisten Paul Feig zeigt. Liegt es daran, dass Frauen hier die Hauptrollen spielen? Über die Macht des Webtratsches
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Früher konnten TV-Stars im Kino nichts werden. Heute läuft das ganz anders – vor allem für die Schauspieler aus der Kultshow »Game of Thrones«