Sabine Horst

Filmkritiken von Sabine Horst

Keine Neuerfindung des Dokumentarfilms, aber sehenswert: Die möglicherweise lauteste, auf jeden Fall aber immersivste Liveband der Welt, von ihren Wurzeln im New Yorker Post-Punk-Rock der Achtziger bis heute in Interviews, Konzertausschnitten und Selbstanalysen ihres Masterminds Michael Gira
Die sympathische, aber nicht überdifferenzierte Dokumentation »Here to Be Heard« erinnert an die stilbildende Frauenpunkband. Schon wichtig
José Padilha schildert in »7 Tage in Entebbe« die Entführung eines Air-France-Flugs und die spektakuläre Befreiung der zumeist jüdischen Geiseln durch eine israelische Task Force 1976: politisch umsichtig und auf eigene Weise spannend
Der Anime-Regisseur Makoto Shinkai erzählt von einer Liebe zwischen zwei Jugendlichen, die alle Grenzen sprengt – in einem charmanten, rührenden und aufregenden Mix aus Bodyswitch-Komödie, Melo und Katastrophenthriller: »Your Name«
Sabus Geschichte eines verirrten Profikillers beginnt glamourös und blutig. Und entwickelt sich zu einem atmosphärischen Autorenfilm »Mr. Long« um die Frage, wie man die Ökonomie der Rackets überwinden kann
Das letzte Kapitel der Wolverine-Geschichte ist das ruppigste: Schwer angeschlagen prügelt sich Hugh Jackman in »Logan« durch eine Welt, die für Superhelden nichts übrig hat
Dokumentarfilm über die Vorarbeiten zur Hieronymus Bosch-Jubiläumsschau in 's-Hertogenbosch und Madrid. »Schöpfer der Teufel« ist unspektakulär, aber recht informativ, wenn man sich nicht nur für den Maler, sondern auch den modernen Museumsbetrieb interessiert
Wie den beiden Vorgängerfilmen von J. J. Abrams mangelt es auch Justin Lins Beitrag an einer Geschichte, die Star Trek inhaltlich auf die Höhe der Zeit bringen könnte: zu schnell, zu viel, zu actionbetont. Auf den konzentrierten B-Picture-Stil von »Star Trek: Beyond« kann man aber aufbauen. Einfach mal am Skript basteln
Muss der Traum aller Geeks sein. Joss Whedons zweiter »Avengers«-Film entfaltet ein pures Comicuniversum. Visuell entfesselt, voller überraschender Verwandlungen und mythologischer Verschlingungen, mit viel Technobabbel, hübschen WG-Gesprächen und Action sowieso. Most marvel-ous!
Die gute Nachricht ist: der Film ist dramatischer und stilsicherer als der Megaseller, der als Vorlage diente. Die schlechte lautet: Sex ist hier kein Spaß, sondern leider nur das Opfer, das die junge hübsche Studentin Ana auf dem Alter der romantischen Zweierbeziehung bringt

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Ein Millionenpublikum hat ihn gesehen – als Drachentöter in den »Hobbit«-Filmen, als Vin Diesels Gegner in der »Fast & Furious«-Serie. Und wenn er kein richtig großer Star ist, liegt das vielleicht daran,dass Luke Evans in Nebenrollen, sagen wir, vierte Position auf dem Plakat, immer ein Feuerwerk zünden kann