Anke Sterneborg

Filmkritiken von Anke Sterneborg

Nach dem schweren Stoff des Widerstandsdramas »In Liebe, Eure Hilde« hat Andreas Dresen jetzt einen weichen, sanften Film über die Zurückeroberung der Liebe gedreht, fast schon so etwas wie eine Anleitung zum Glück für Paare, die sich in jahrzehntelangen Beziehungen verloren haben.
Eine hilflose Lehrerin (Saoirse Ronan) greift zu drastischen Erziehungsmethoden, die möglicherweise Wunscherfüllung so manchen gestressten Lehrers sein könnten: Oszillierend zwischen schwarzer Komödie und drastischem Entführungsthriller nimmt »Bad Apples« die Defizite des Schulsystems, mit notorisch überforderten Lehrern und unkontrollierbaren Kindern aufs Korn.
In seinem Trailer Park-Home Invasion-Thriller verschmilzt Adam Wingard stilistische Intensität mit brachialer Gewalt und charismatischen SchauspielerInnen in der Tradition von John Carpenter.
In einem römischen Schneideratelier, das Mitte der Siebzigerjahre Aufträge für Bühne und Film bearbeitet, verschmilzt Ferzan Özpetek berufliche Herausforderungen und private Lebens- und Liebeskrisen zur Hommage an die Frauen, an ihren Freiheitsdrang und ihre Kreativität.
Mit »Spider-Man: Brand New Day« schlägt das Marvel-Universum ein neues Kapitel auf. Tom Holland überzeugt in einem persönlicheren Abenteuer, das spektakuläre Action mit emotionalen Momenten und einem gefährlichen neuen Gegner verbindet.
In seiner beschwingten Geschlechterkomödie schickt Massimiliano Bruno einen patriarchalischen Macho-Italiener und eine unangepasst emanzipierte Single-Frau in einen Beziehungsclinch, in dem beide Kompromisse eingehen und sich trotzdem treu bleiben dürfen.
Der erste, in mehrfacher Hinsicht vielstimmige Spielfilm des Dokumentarfilmregisseurs Daniel Roher wechselt die Genres so fließend wie ein virtuoser Musiker die Tonlagen. Es beginnt als liebenswert verspielte Buddy-Komödie über den Arbeitsalltag zweier New Yorker Klavier-Stimmer, geht fließend in eine romantische Liebesgeschichte über, die wiederum von einem Heist-Thriller wird.
Rosanne Pel entfaltet das Psychogramm einer dysfunktionalen Familie, pointiert formuliert, sinnlich erzählt und virtuos gespielt von Jil Krammer, Susanne Wolff und Hildegard Schmahl.
Eine kleine Coming-of-Age-Odyssee durch die brütende Hitze eines Berliner Sommertages. In ihrem Spielfilmdebüt findet Sorina Gajewski eine fragile Balance zwischen Nähe und Distanz, Bewegung und Stillstand, Resignation und Dringlichkeit.
Auch zwanzig Jahre nach dem Original trägt der Teufel noch Prada: Im Sequel unter der Regie von David Frankel gleichen Meryl Streep, Stanley Tucci, Anne Hathaway und Emily Blunt einer Band, die ein neues Album aufnimmt und damit auf Tour geht: Sie liefern dem Publikum die alten Hits und spielen zugleich ein paar moderne Songs.

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