Rudolf Worschech

Filmkritiken von Rudolf Worschech

Die Bücher von Marc-Uwe Kling mit ihrer episodischen Struktur zu adaptieren, ist ein schwieriges Unterfangen. Doch Regisseur Dani Levy und Kling als Autor (und Sprecher des Kängurus) haben sich achtbar aus der Affäre gezogen: Das kommunistische Känguru kämpft gegen einen rechten Immobilienhai
Ein Mann geht zu weit. Der isländische Regisseur Hlynur Palmason demonstriert in seinem zweiten Spielfilm, wie Trauer in Rache umschlägt. Ingvar Sigurdsson brilliert in der Rolle des suspendierten Polizisten, der den Liebhaber seiner verstorbenen Frau stellt
Nur auf den ersten Blickt wirkt alles alltäglich. Eigentlich will Jette zum Flughafen, um in Costa Rica ein freiwilliges soziales Jahr anzutreten. Doch auf der Fahrt kommt einiges dazwischen. Ulrich Köhler und Henner Winckler gelang ein vielschichtiger Film über ein Vater-/Tochterverhhältnis
Roland Emmerichs Epos um die Entscheidungsschlacht im Pazifikkrieg 1942 ist ein Loblied auf tapfere Flieger und clevere Offiziere. In den CGI-Gewittern geht Charakterzeichnung mitunter verloren
Eine Liebe zwischen Ost und West nach dem Fall der Mauer. »Im Niemandsland« ist leider holperig inszeniert und überkonstruiert
Stefan Haupt gelang ein differenzierter und authentischer Film über Huldrych Zwingli, der einfühlsam Geschichte und Privatleben verbindet
Zwei Jahre nach der Zombie-Apokalypse. Zwei junge Frauen versuchen sich von Weimar nach Jena durchzuschlagen. »Endzeit« ist kluges, vieldeutiges, märchenhaftes, ökologisch inspiriertes deutsches Genrekino
Santa bekommt den Auftrag, auf den Dissidenten Andrés aufzupassen. Der kubanische Regisseur Carlos Lechuga hat die Geschichte ihrer kurzen Freundschaft als ein Kammerspiel unter freiem Himmel in Szene gesetzt
Das Regiedebüt der Schauspielerin Katharina Wackernagel: eine turbulente Reise ­zweier Schwestern in einem Feuerwehrauto nach Norwegen. Nicht jeder Einfall zündet
Eine Regisseurin inszeniert in Bukarest ein Stück über die Verstrickung Rumäniens in den Holocaust. Radu Jude (»Aferim!«) gelang ein vielschichtiger Film über Schuld und Verdrängung

Weitere Inhalte zu Rudolf Worschech

Blogeintrag
Die 70. Berlinale startet unter neuer Leitung, aber mit einigen Widrigkeiten. Ihr Charakter als Publikumsfestival soll auch künftig erhalten bleiben
Thema
Man kann sie leicht erkennen: die eigenwilligen Filme aus Island. Und aktuell könnte man von einem Boom sprechen. Ein Überblick von Rudolf Worschech
Meldung
Das Filmland Island war bei den Nordischen Filmtagen Lübeck wieder einmal gut vertreten – und »Weißer weißer Tag« von Hlynur Pålmason gewann den Hauptpreis
Thema
Unsere "steile These" des Monats November
Meldung
Filmfestival von San Sebastian: Goldene Muschel an den brasilianischen Beitrag »Pacificado«, Schauspielpreis für Nina Hoss
Meldung
Drei Herren beim Kaffee. Sie lächeln freundlich in die Kamera, aber es ist ein Bild mit Sprengkraft. Der eine ist der Frankfurter PR-Berater Moritz Hunzinger, der zuletzt mit rassistischen Äußerungen auf sich aufmerksam machte (»Wilde«), der andere der AfD-Sprecher Jörg Meuthen, und entspannt mittendrin: der Chef der hessischen Filmförderung, Hans Joachim Mendig
Thema
»Zwischen uns die Mauer« handelt von der Liebe einer Westdeutschen zu einem DDR-Bürger. Es ist der aktuellste von vielen deutschen Filmen, die sich mit dem Fall der Mauer vor dreißig Jahren beschäftigen
Meldung
Markus Söder will das Filmfest München zum Medienfestival ausbauen. Aber warum? Das Konzept funktioniert seit Jahren. Und hat sich auch jetzt wieder bewährt, besonders beim Neuen Deutschen Kino
Thema
Unsere "steile These" des Monats August