Rudolf Worschech

Filmkritiken von Rudolf Worschech

Viele systemkonforme Funktionsträger der DDR sind nicht in der BRD angekommen. Signe Astrup hat in »Die vergessene Armee« mit ihnen gesprochen, aber wenig neue Erkenntnisse zu Tage gefördert
Jedes Jahr ruft die evangelische Kirche in Tansania einen Chorwettbewerb aus. Julia Peters porträtiert in ihrer Doku »Sing It Loud« drei Chöre auf dem Weg dahin, mit viel Gespür für die afrikanische Musik
Die Geschichte des Liedes, das zur Fußballhymne wurde und längst nicht mehr nur in Liverpool im Stadion an der Anfield Road gesungen wird. Regisseur André Schäfer gönnt sich in seiner Doku »You'll never walk alone« allerdings auch manche Abschweifung
Ein Junge, konfrontiert nit dem nahenden Tod seiner Mutter: J. A. Bayona hat ein furioses Drama über Trauer und Loslassen gedreht. Mit einem Baummonster. »Sieben Minuten nach Mitternacht« ist kein Family Entertainment, aber für die ganze Familie
Antje Starost und Hans Helmut Grotjahn porträtieren in ihrer berührenden Doku »Geschichte einer Liebe« anhand von Briefen und Interviews Freya und Helmuth von Moltke
Frauen, die hauen: Tiger und Vanilla ziehen durch Berlin und zocken Leute ab, zu spät merkt Tiger die Labilität ihrer Freundin. »Tiger Girl« von Jakob Lass vereint Action und Mumblecore
»Wien vor der Nacht« ist ein etwas textlastiger dokumentarischer Essayfilm über die jüdische Geistesgeschichte Wiens nach 1900 – und den Antisemitismus in Österreich
Dem ehemaligen Großkritiker Georg Endl gerät sein Leben durcheinander. Josef Hader hat mit »Wilde Maus« seinen ersten Film als Regisseur gedreht, eine schwarzhumorige Komödie. Wer den Kabarettisten und Schauspieler bisher mochte, wird auch diesen Film lieben
Der Dokumentarfilm »Erzähl es Niemandem!« nach dem gleichnamigen Sachbuch von Randi Crott: eine Spurensuchen nach dem Vater, der als Wehrmachtssoldat in Norwegen stationiert war
Andrew Garfield als Kriegsdienstverweigerer und Sanitäter Desmond Doss, der in der Schlacht von Okinawa 75 verwundete Soldaten das Leben rettet. »Hacksaw Ridge« ist ein beeindruckender Kriegsfilm von Mel Gibson

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Es geht engagiert und sozial weiter, und manchmal ist es auch komisch: Neue Filme von Alain Gomis, Agnieszka Holland und Josef Hader im Wettbewerb der Berlinale
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Konsequent aus der Perspektive von Katharina von Bora hat Julia von Heinz die private Geschichte der Reformation verfilmt. »Katharina Luther« läuft am 22. Februar um 20.15 Uhr in der ARD. Rudolf Worschech hat mit der Regisseurin über das Fernsehereignis gesprochen
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