Rudolf Worschech

Filmkritiken von Rudolf Worschech

Die Flucht eines desertierten dänischstämmigen deutschen Soldaten während des Ersten Weltkriegs wird den kruden Wendungen eines allzu rasanten Drehbuchs geopfert
Döblins Geschichte von einem, der gut sein will und doch das Böse tut, verlegt ins Berlin von heute. Ein Film mit einer Wucht, wie man sie selten gesehen hat im deutschen Kino
Das Dorf Dobropolje liegt im Donbass-Gebiet, in dem seit langem ein Krieg zwischen der Ukraine und prorussischen Separatisten tobt. Die beiden Filmemacher Veronika Glasuwa und Lukasz Lakomy spüren in ihrem sympathischen Film »Langes Echo« dem Alltag der Bewohner des Städtchens nach
Die Bücher von Marc-Uwe Kling mit ihrer episodischen Struktur zu adaptieren, ist ein schwieriges Unterfangen. Doch Regisseur Dani Levy und Kling als Autor (und Sprecher des Kängurus) haben sich achtbar aus der Affäre gezogen: Das kommunistische Känguru kämpft gegen einen rechten Immobilienhai
Ein Mann geht zu weit. Der isländische Regisseur Hlynur Palmason demonstriert in seinem zweiten Spielfilm, wie Trauer in Rache umschlägt. Ingvar Sigurdsson brilliert in der Rolle des suspendierten Polizisten, der den Liebhaber seiner verstorbenen Frau stellt
Nur auf den ersten Blickt wirkt alles alltäglich. Eigentlich will Jette zum Flughafen, um in Costa Rica ein freiwilliges soziales Jahr anzutreten. Doch auf der Fahrt kommt einiges dazwischen. Ulrich Köhler und Henner Winckler gelang ein vielschichtiger Film über ein Vater-/Tochterverhhältnis
Roland Emmerichs Epos um die Entscheidungsschlacht im Pazifikkrieg 1942 ist ein Loblied auf tapfere Flieger und clevere Offiziere. In den CGI-Gewittern geht Charakterzeichnung mitunter verloren
Eine Liebe zwischen Ost und West nach dem Fall der Mauer. »Im Niemandsland« ist leider holperig inszeniert und überkonstruiert
Stefan Haupt gelang ein differenzierter und authentischer Film über Huldrych Zwingli, der einfühlsam Geschichte und Privatleben verbindet
Zwei Jahre nach der Zombie-Apokalypse. Zwei junge Frauen versuchen sich von Weimar nach Jena durchzuschlagen. »Endzeit« ist kluges, vieldeutiges, märchenhaftes, ökologisch inspiriertes deutsches Genrekino

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Schon im Mai haben die ersten Kinos wiedereröffnet. Und Umfragen zeigen: Das Publikum sehnt sich nach der großen Leinwand. Die Pandemie aber hat auf die Filmbranche heftige Auswirkungen. Und unter strengen Hygienebedingungen scheint der Neustart für viele unwirtschaftlich
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Wenn es Nacht wird in Deutschland: Im Zug der Corona-Krise erleben Autokinos ein großes Comeback. Man kann sich nicht anstecken. Und die Technik hat Fortschritte gemacht
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Ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahrgang, dem 70., musste der Deutsche Filmpreis ohne Publikum nur im Fernsehen stattfinden – wegen Corona
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Das Frankfurter Lichter Filmfest ist als erstes deutsches Filmfestival ins Netz umgezogen. Die Atmo wurde durch Bonusmaterial ersetzt. Und das Programm war gewohnt anspruchsvoll
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Das Lichter Film Fest Frankfurt ist in diesem Jahr digital am Start
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Die Neuadaption von »Das Boot« hat zwar keinen Grimme-Preis gewonnen, wurde aber in 100 Länder verkauft – Matthias Glasner und Rick Ostermann inszenierten die zweite Staffel der Eventserie
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Burhan Qurbani hat im Wettbewerb der Berlinale seine wuchtige Neuverfilmung von »Berlin Alexanderplatz« vorgestellt. Mutig verlegt er die Geschichte in das heutige Berlin. Entstanden ist ein atemberaubendes Gangsterepos mit fulminanten DarstellerInnen
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Die 70. Berlinale startet unter neuer Leitung, aber mit einigen Widrigkeiten. Ihr Charakter als Publikumsfestival soll auch künftig erhalten bleiben
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Man kann sie leicht erkennen: die eigenwilligen Filme aus Island. Und aktuell könnte man von einem Boom sprechen. Ein Überblick von Rudolf Worschech
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