Barbara Schweizerhof

Filmkritiken von Barbara Schweizerhof

Eine junge koreanische Einwandererfamilie zieht für einen beruflichen Neustart ins ländliche Arkansas, wo der Vater eine Farm gekauft hat. Während der kleine Sohn die wundersame Welt um sich herum entdeckt und Mühe hat, sich mit der zugezogenen Großmutter anzufreunden, kämpfen die Eltern um Erfolg und Integration. Lee Isaac Chungs autobiografisch geprägter Film ist ein sanftes Drama voll authentischer Details, die bezaubern und bewegen
In seinem erst zweiten Spielfilm nach »Martha Marcy May Marlene« von 2011 erzählt Sean Durkin vom Auffliegen von Lebenlügen und dem Scheitern einer einst glänzenden Karriere. Jude Law und Carrie Coon sind großartig als Ehepartner, die zu verbandelt sind, um die Wahrheit über den jeweils anderen erkennen zu können
Kai Ehlers spürt in seinem ungewöhnlichen Dokumentarfilm der Geschichte eines Sonderlings nach. Mit großer Kreativität gelingt es ihm, einen unter den Nazis als verrückt verfolgten und in der BRD als Sozialfall missachteten, eine eigene Stimme und entsprechend Würde zu verleihen
Gerald Butler muss inmitten eines Meteoriten-Einschlags seinen kranken Sohn und seine kränkelnde Ehe retten: also nichts Neues in diesem Allerwelts-Katastrophenfilm
Der koreanische Katastrophenfilm spinnt seine vorhersehbare Handlung um den Ausbruch eines Virus. Im aktuellen Kontext ergeben sich interessante Vergleiche, die nicht alle zugunsten des Films ausfallen
Gero von Boehm beginnt sein Porträt des berühmten Fotografen Helmut Newton mit den Kontroversen, die seine Bilder auslösten. Das Ergebnis ist ein wunderbar streitbarer und hochaktueller Dokumentarfilm
Haifaa Al-Manours Anschlussfilm zu »Wadjda« kommt an der Oberfläche als etwas zu konformistisches Aktivismus- und Feelgoodmovie daher, bietet dabei aber sehr interessante Einblicke ins ganz gewöhnliche Alltags- und Privatleben in Saudi-Arabien
Nette Idee, gute Besetzung, laue Umsetzung: Maren Kroymann, Heiner Lauterbach und Barbara Sukowa als Großeltern for hire kommen mit bestem Schauspiel nicht gegen das klischeebeladene Drehbuch an
Wie aus Sorge, der bereits mehrfach verfilmte Stoff könnte trotz Robert Downey Jr. in der Hauptrolle nicht unterhaltsam genug sein, hat man die Handlung überfrachtet und führt zu viele Figuren ein. Das Ergebnis ist ein zwar passabler Familienfilm, den man aber schnell vergessen hat
Alles, was der »Star Wars«-Fan erwartet und dann doch noch ein bisschen mehr: Zum Abschluss der »Skywalker Saga« packt J.J. Abrams die wesentlichen Elemente des »Space Western« in einen actionreichen, amüsanten und überraschend fesselnden Film

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Es geht um Erfahrung: Die dritte Staffel von »The Girlfriend Experience« widmet sich der Tech-Welt Londons
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In »The Mosquito Coast« spielt Justin Theroux die von Harrison Ford im Film geprägte Rolle eines selbstgerechten Aussteigers und Familienvaters. Die Serie lässt die Vorlage und den Film aber hinter sich, um sich eher an Vorbildern wie »Breaking Bad« zu orientieren
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John Stamos spielt in »Big Shot« einen Profi-Basketballtrainer, der an eine Mädchenschule versetzt wird
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In »LOL: Last One Laughing« kommt die Spitze der deutschen Humorszene zusammen – um auf gar keinen Fall zu lachen
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Das Marvel Cinematic Universe erweitert sich »post-blip« mit »The Falcon and the Winter Soldier«, wo die von Anthony Mackie und Sebastian Stan verkörperten Helden endlich im Zentrum stehen dürfen
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Thilo Wydra erzählt von Romy Schneider und Alain Delon mit dem Fokus auf ihre komplexe Beziehung, die sie wechselseitig in anderem Licht erscheinen lässt
Meldung
Maria Speth zeigt in »Herr Bachmann und seine Klasse«, dass unspektakuläre Methoden der Pädagogik große Wirkung entfalten. Und Ähnliches gilt für ihre dokumentarische Methode des unspektakulären Erzählens
Blogeintrag
Ein Blind Date mit einem Roboter und eine Auferstehung des Berlins der 30er Jahre: Maria Schrader (»Ich bin dein Mensch«) und Dominik Graf (»Fabian«) präsentieren der Branche ihre neuen Filme im Wettbewerb der 71. Berlinale
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Immer mehr Sympathie: Die türkische Serie »Bir Başkadır« (Ethos) ist einer der Überraschungshits von Netflix, bei dem das Versprechen auf mehr Vielfalt auf wunderbare Weise eingelöst wird.
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Madonnen und Märtyrer: In der zweiten Staffel seiner Mystery-Serie über ein totes Kind und seine Nanny, »Servant«, spitzt M. Night Shyamalan den satirischen Aspekt zu