Barbara Schweizerhof
Filmkritiken von Barbara Schweizerhof
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Aus der Kombination von Erfahrungsbericht und Experteninterviews entsteht ein ungeheuer eindrücklicher, informativer und damit wichtiger Film zum Thema häusliche Gewalt. In der Form sachlich und zurückhaltend, im Inhalt einschlägig und bewegend.
Zeitreisekomödie um ein braves 50er-Jahre-Ehepaar, das sich plötzlich in der modernen Welt zurechtfinden muss. Erschreckt von Dingen wie sprechenden Kaffeemaschinen und Homo-Ehe, tun sie alles dafür, um zurückzukehren. Das Charisma der Hauptdarsteller tröstet über manchen Logikfehler und abgeschmackten Witz hinweg.
Mit Mads Mikkelsen und Nikolaj Lie Kaas als ungleichem Brüderpaar in Nöten entfaltet der dänische Regisseur Anders Thomas Jensen einmal mehr ein Chaos aus Komik- und Gewalt-Elementen, mit viel schwarzem Humor und noch mehr Verständnis für die Verrücktheiten, die befreiend wirken, wenn man sie akzeptiert.
Ein Hollywoodstar stellt bei einem wilden Europa-Trip sein Leben und seine Filmkarriere infrage. Noah Baumbachs neuer Film will sich über die Eitelkeit der eigenen Branche mokieren, ist für echten Spott aber zu selbstverliebt. George Clooney spielt gut, aber Adam Sandler spielt besser.
Eine Komödie über Depressive und wie sie im Chor neue Wege fürs Glücklichsein finden: Nicht alle Ideen zünden, nicht alle Figuren überzeugen, aber zwischendurch gibt es große Momente sowohl der Komik als auch der Rührung.
Michail Lockshin macht in seiner Bulgakow-Adaption deutlich, dass es um Zensur, die Natur von Gut und Böse, die Macht von Liebe und Kunst sowie um die Feigheit der Intellektuellen in einem totalitären Regime geht. Das ist alles ein bisschen viel, entzieht sich aber auf angenehme Weise der einfachen Aktualisierung und Erklärung.
Ein bisschen »La La Land«, ein bisschen »Teorema«, ein bisschen »Lola rennt«: Mit Flasmob-Getanze und einem bunten Themenmix versucht Tom Tykwer ein Porträt der Gegenwart. Vage, aber nie besserwisserisch, mit Mut zu Peinlichkeit und Fragilität.
Aaron Taylor-Johnson und Fred Hechinger können als ungleiche Halbbrüder zwar überzeugen, aber ein wirres Drehbuch verhindert, dass man diesen für einen Superhelden-Film so raren Ausflug in die Natur genießen könnte.
Ein Paar will seine erlahmte Beziehung mit einem Gruppensexabend wieder in Schwung bringen. Weil es eine Komödie ist, geht schief, was schiefgehen kann. Die wunderbaren Schauspieler (Florian David Fitz, Friedrich Mücke, Julia Koschitz) retten die stellenweise sehr authentische Mischung aus Drama und Comedy.
Das von Christoph Maria Herbst angeführte Ensemble funktioniert einfach zu gut, als dass man dieses Sequel zu »Der Vorname« und »Der Nachname« verurteilen könnte. Dennoch: Es gibt zu viele Witze über »Wokeness«, die auch noch erklärt werden.
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Tipp
Scarlett Johanssons Regiedebüt erzählt von einer alten Frau, die sich als Holocaustüberlebende ausgibt.
Tipp
Die Actionkomödie »Heads of State« schert sich herzlich wenig um realistische Bezüge, sondern nutzt aktuelle Vor- und Feindbilder ganz frivol nur für den Filmspaß.
Tipp
Scott Frank versetzt in »Dept. Q« den Jussi-Adler-Olsen-Stoff nach Schottland, mit Matthew Goode als aus England stammendem, stets missmutig seine Umgebung betrachtenden Ermittler Carl Morck.
Tipp
Staffel 3 der Gründerzeitserie »The Gilded Age« beschäftigt sich unter anderem mit der wichtigen Frage, ob geschiedene Frauen weiter Teil der Gesellschaft sein können.
Blogeintrag
Der iranische Regisseur Jafar Panahi hat zum Abschluss der 78. Filmfestspiele von Cannes die Goldene Palme erhalten. Die deutsche Regisseurin Mascha Schilinski erhielt den Jurypreis. Das amerikanische Kino ging erstaunlicherweise leer aus.
Tipp
Tina Feys Serien-Remake von Alan Aldas »The Four Seasons« ringt dem Midlifekrisen-Thema trotz breiter Comedy auch größere Tiefe ab.
Tipp
Mit »Étoile« erweist Serienschöpferin Amy Sherman-Palladino ein weiteres Mal der Welt des Balletts Referenz. Die Serie spielt unter Weltstars aus Paris und New York und bleibt doch fest dem Sherman-Palladino-Land verhaftet.
Blogeintrag
Bei der Jubiläums-Berlinale weist ein Publikumszuwachs zwar in die richtige Richtung, doch in einem schwachen Wettbewerb gibt es nur einen Favoriten: »The Blue Trail«, eine Farce auf alternde Gesellschaften. Am Samstag werden die Bären verliehen.
Tipp
In der dritten Staffel von »The White Lotus« entwickelt Mike White seine dramaturgische Formel über Nichtstun, Klassengegensätze und Wellnesskultur weiter.
Blogeintrag
Politische Reden, aber kein Eklat, gefolgt von großem Kino: Die 75. Berlinale eröffnet mit demonstrativen Aktionen auf dem Roten Teppich, einer großartigen Rede von Tilda Swinton und Tom Tykwers epischem »Das Licht«.
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