Manfred Riepe

Manfred Riepe, geb. 1960, freier Journalist und Autor. Studierte Germanistik und Theater- Film- und Fernsehwissenschaft in Frankfurt/Main. Seit Ende der 80er Jahre Film- und Medienkritiken für Tageszeitungen und Fachmagazine. Schwerpunktthemen: Strukturale Psychoanalyse.

Regelmäßiges Mitglied der Jury des Adolf Grimme Preises. Seit 2006 Lehraufträge über Film an der Universität Basel.

Filmkritiken von Manfred Riepe

In diesem Survival-Thriller nach einem biblischen Motiv nimmt die Spannung nach furiosem Beginn allmählich ab.
Dylan Southerns filmische Umsetzung von Max Porters experimentellem Roman über die Trauer vermag nur streckenweise zu überzeugen.
In seinem aufwendigen Dokumentarfilm zeigt Marc Bauder, dass Whistleblower nicht selten um ihr Leben bangen.
Nicolas Ehret zeichnet das düstere Bild eines zerfallenden Europas, dessen politische Situation allzu abstrakt bleibt und dadurch wenig glaubhaft wirkt. Enno Trebs verkörpert darin einen Mann ohne Eigenschaften, der weder eine Identifikationsfigur noch ein Antiheld ist.
Mit ihrem Hybrid aus Dokumentar- und Spielfilm gelingt der Kanadierin Sophie Deraspe eine bildgewaltige Annäherung an den Alltag französischer Schäfer.
Mit dieser Umsetzung eines Computerspiels gelingt dem Japaner Genki Kawamura ein origineller Horrorfilm mit hypnotischer Sogwirkung.
In seinem Regiedebüt porträtiert Florian Karner Menschen, die von ihrer KI emotional abhängig geworden sind. Ohne Alarmismus, unaufgeregt und ohne erhobenen Zeigefinger.
Mit seinem neuen Film Bitteres Fest schafft der spanische Frauenregisseur das Kunststück, eine Kopie von sich selbst so zu inszenieren, dass sie zum Original wird.
Tim Fröhlich erkundet mit atmosphärischen Bildern die Historie von Fischkuttern, die noch zu DDR-Zeiten gebaut wurden und noch nach der Wende im Einsatz sind. Das Gesamtkonzept dieser dokumentarischen Spurensuche wirkt allerdings etwas unrund.
Die Balance zwischen Endzeit-Dystopie a la »Mad Max« und feministischem Pamphlet stimmt zwar nicht so ganz – dennoch setzt Evi Kalogiropoulou mit ihrem Debüt viele interessante Akzente.

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