Manfred Riepe

Manfred Riepe, geb. 1960, freier Journalist und Autor. Studierte Germanistik und Theater- Film- und Fernsehwissenschaft in Frankfurt/Main. Seit Ende der 80er Jahre Film- und Medienkritiken für Tageszeitungen und Fachmagazine. Schwerpunktthemen: Strukturale Psychoanalyse.

Regelmäßiges Mitglied der Jury des Adolf Grimme Preises. Seit 2006 Lehraufträge über Film an der Universität Basel.

Filmkritiken von Manfred Riepe

Mit einer grimmigen Mischung aus Satire und Politthriller blickt der ägyptische Regisseur Tarik Saleh hinter die Kulissen des diktatorischen Machtapparats von Kairo.
Mit ihren Porträts junger russischer Therapeuten, die ehrenamtlich Beratungsgespräche für eine psychologische Hotline führen, zeichnet Léna Karbe das kollektive Psychogramm einer in Erstarrung befindlichen Gesellschaft.
Mit seinen stimmungsvollen Bildern erzeugt das poetische Patchworkfamiliendrama eine Erwartung, die es am Ende nur teilweise erfüllt.
Die sensibel erzählte Liebesromanze lebt von ihrem differenzierten Blick auf das Phänomen der Gebärdensprache.
In Volker Koepps neuem Film kommen osteuropäische Juden zu Wort, deren Biografien von politischen Umbrüchen und dem Angriffskrieg gegen die Ukraine geprägt sind.
Stephan Komandarevs filmischer Blick auf den Ausbruch der Pandemie in Bulgarien zeigt das toxische Wirken postsozialistischer Seilschaften.
Mit dieser bewusst etwas trashig inszenierten, antiromantischen Robinsonade kehrt Sam Raimi zu seinen Wurzeln zurück.
Mit seinem durchdacht inszenierten Regiedebüt erzählt der Koreaner Koya Kamura die einfühlsame Geschichte einer jungen Frau, die sich zwischen den Kulturen zu verlieren droht.
Marcus H. Rosenmüllers Adaption des erfolgreichen gleichnamigen Theaterstücks vermag nur in wenigen Momenten zu überzeugen.
In ihrem elegant inszenierten Disney-Film wirft Hikari (bürgerlich Mitsuyo Miyazaki) anregende Blicke hinter die Kulissen des »Reichs der Zeichen« und erforscht die Differenzen zwischen amerikanischer und japanischer Kultur.

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