Jessica Chastain

Produzent/in von:

Ein Paar wird sich fremd nach dem Tod des gemeinsamen Kindes. Trotz toller Schauspieler, allen voran Jessica Chastain, zu kunsthandwerklich geratenes Regiedebüt von Ned Benson

Als Schauspieler/in:

Weniger ein Finale als eine Extratour für Mutantin Jean Grey, verbindet der zwölfte X-Men-Film erneut das psychische Drama von Ausgestoßenen mit visuell ausgefeilter Action, ist inhaltlich allerdings bis zur Lächerlichkeit überfrachtet
In der Verfilmung der realen Geschichte einer Frau, die sich Ende des 19. Jahrhunderts für die Rechte der Indianer einsetzte, wird die visuelle Pracht des klassischen Westerns durch einen sehr modernen Blick auf Frauenfeindlichkeit und Rassismus ausgehöhlt: »Die Frau, die vorausgeht«
Aaron Sorkins Filmbiografie »Molly's Game« über Molly Bloom, die in den 2000er Jahren den exklusivsten Pokerring der USA leitete, ist glänzend gespielt, leidet aber an selbstverliebten Dialogen und einer fragwürdigen Haltung zu seiner Titelfigur
Eine Mischung aus Charakterstudie und Politthriller in der Lobbyistenszene. Mit scharfen Dialogen gewürzt, doch leider auch zwei oder drei Wendungen zu viel versehen, kann sich John Maddens Film »Die Erfindung der Wahrheit« immerhin ganz auf seine Hauptdarstellerin Jessica Chastain verlassen, die der eiskalten Protagonistin eine faszinierend-rätselhafte Aura verleiht
»The Huntsman & The Ice Queen«, die Fortsetzung des düster aufgepeppten Schneewittchenmärchens, wirkt wie holprige, aus Fantasy-Versatzstücken zusammengestoppelte Fanfiction. Während das Schneewittchen vollkommen abwesend ist, werden mit der neu eingeführten Eiskönigin als Schwester der bösen Königin Ravenna zwar opulente Schauwerte aufgeboten, doch auch diese können die inkohärente Handlung nicht vergessen machen
Eine angehende Schriftstellerin verfällt im New York des Jahres 1901 einem britischen Adligen und wird seine Ehefrau. Doch in dem alten Familienbesitz in Großbritannien hat sie wiederholt Geistererscheinungen. Offenbar hat das Gebäude eine unheilvolle Vergangenheit. Guillermo de Toros Film balanciert souverän zwischen haunted house und gothic romance und ist zudem ein Fest für die Augen
Makellose 3D-Bilder, ein spielfreudiger Matt Damon in der Hauptrolle, unerwartet leichtfüßiger Humor und ein spannender Showdown – »Der Marsianer« hat alles, was gelungenes Unterhaltungskino braucht
Im Stil des New-Hollywood-Kinos hervorragend inszeniertes Drama über einen Unternehmer (Oscar Isaac), der im korrupten New York des Jahres 1981 um seine Existenz kämpft. Exzellent gespielt und hintersinnig geschrieben
Liv Ullmann adaptiert Strindberg: gut besetzt mit Jessica Chastain und Colin Farrell, hübsch dekorativ inszeniert, aber insgesamt viel zu bieder und bühnenhaft
Ein Paar wird sich fremd nach dem Tod des gemeinsamen Kindes. Trotz toller Schauspieler, allen voran Jessica Chastain, zu kunsthandwerklich geratenes Regiedebüt von Ned Benson

In der Dokumentation:

James Toback und Alec Baldwin fahren nach Cannes, um eine Filmidee zu verkaufen und verwursten das zu einem entspannten Dokumentarfilm über die Arthouse-Industrie und ihr jährliches Klassentreffen in Cannes

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Noch nie gab es so viele ­Filme und Serien über Politikerinnen – man könnte denken, die Welt wird von Frauen regiert. Wird sie davon besser? Anke Sterneborg hat das Kleingedruckte in den Verträgen angeschaut
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Das aktuelle amerikanische Kino drängt sie uns geradezu auf: starke Frauen. Wie Emily Blunt, die in dem Thriller »Sicario« an der mexikanischen Drogenfront kämpft. Alexandra Seitz fragt sich, ob diese neuen Heldinnen die Welt voranbringen
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