Alexandra Seitz
Filmkritiken von Alexandra Seitz
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In der bulgarisch-griechisch-türkischen Grenzregion trägt sich auf leisen Sohlen ein Abenteuer zu. Auf der Suche nach dem alten Bekannten, der eben noch da war, gräbt die Archäologin Veska an den Wurzeln ihrer Gegenwart und tief in die Vergangenheit hinein.
Wer war zuerst da, Henne oder Ei? Wie unabdingbar beides, nein, alles miteinander zusammenhängt, verdeutlicht dieser liebenswerte Film am Beispiel einer Henne, die ein Ei ausbrüten will. Und wer da stört – es ist wie immer der Mensch –, bekommt am Ende die Quittung.
Als Saga im tiefen finnischen Wald endlich ihr erstes Kind zur Welt bringt, stimmt etwas nicht. Behauptet sie. Ihr Ehemann widerspricht. Postpartaler Wahnsinn oder sagenhafte Realität? Hanna Bergholm (Hatching) liefert einen weiteren gelungenen Beitrag zur Aufklärung über die Risiken der Mutterschaft; ein Baby ist kein Glücksgarant!
Ein erstaunlich sanftes, präzise beobachtendes Debüt, das von Trauer und Weiterleben handelt und dabei soziale Strukturen, die Verfassung der Gemeinschaft mit im Blick behält.
Ein farbenfroher, herzerwärmender Kinderfilm, der die Erkenntnis erster tiefer Weisheiten des Daseins vermittelt. Ohne seine kleinen Zuschauer zu überfordern.
Eine spielerisch gemeinte Enthüllung kurz vor der Hochzeit stürzt das vermeintlich glückliche Paar in eine tiefe Krise. Kennt man einander eigentlich wirklich? Und wenn nein, hat das dann noch einen Sinn? Borglis treffend betitelte, prominent besetzte Versuchsanordnung kreist um die Frage, wie viel Wahrheit die Liebe verträgt, und findet dezidiert unromantische Antworten.
Regisseur Wheatley, Drehbuchautor Kolstad und Hauptdarsteller Odenkirk entfesseln, was man ein Actionfeuerwerk nennt, und reichern es mit politischer Relevanz an. Ein beißender Kommentar zur Gegenwart, Genrekino auf der Höhe der Zeit.
Im Jahr 2075 leben die Menschen unter Glasglocken, die sie vor Feuersbrünsten schützen. Hier landet eines Tages der Junge Arco, dessen Zeitreise aus einer paradiesischen Zukunft ungeplant verlief. Von seinem Versuch, wieder nach Hause zu kommen, und von der Unterstützung durch das Mädchen Iris erzählt dieser warmherzige, von Hoffnung erfüllte Animationsfilm.
In einem entlegenen Dorf in Nordmazedonien verliebt sich der Hirte Ahmet in Aya, die verheiratet werden soll. Sie kommt aus der Stadt und bringt moderne Ideen mit, die die patriarchale Struktur des kleinen Gemeinwesens herausfordern. Ahmet schließt sich mit Begeisterung an. Ein liebenswürdiger Film, dem es statt um Konfrontation um die Versöhnung von Gegensätzen zu tun ist. Wurde aber auch Zeit …
Anime-Meister Hosoda nimmt sich den »Hamlet«-Stoff vor, um eine Geschichte der Menschheitserlösung (Verzicht auf Rache!) daran beispielhaft durchzuexerzieren. Leider vergreift er sich dabei im Besteckkasten und holt den Holzhammer heraus. Schaut gut aus, will aber in allem zu viel und lässt das Publikum am Ende betäubt zurück. Gut gemeint, trotzdem daneben.
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Tipp
Das Moor, die Liebe und der Tod: Frank Wysbar drehte 1935 mit Sybille Schmitz einen Klassiker des deutschen Films – und 1945 in den USA eine Neufassung.
Thema
Wenn Stehaufmännchen auf Verfolgungsjagd gehen: Alexandra Seitz über das rasante und gewaltvolle Werk des südkoreanischen Filmemachers Na Hong-jin und seine Position im zeitgenössischen koreanischen Kino.
Tipp
1970 sorgte »Das Millionenspiel« mit seiner tödlichen TV-Jagd für einen Skandal. Heute wirkt der Fernsehklassiker über Reality-TV, Quotenwahn und Sensationsgier beängstigend aktuell.
Tipp
Die mexikanischen Brüder Roy und Arturo Ambriz, deren Mentor kein Geringerer als Guillermo del Toro ist, haben mit ihrem Studio Cinema Fantasma einen Stop-Motion-Film gedreht, der vor Fantasie und Kreativität nur so sprüht.
Tipp
In ungewöhnlicher Form erzählt der Dokuspielfilm von Aurora Mardiganian, die den Völkermord an den Armeniern überlebte und versuchte, über die Verbrechen aufzuklären.
Meldung
Isao Takahata schuf 1988 einen herzzerreißenden Anime über das Leid von Kindern im Krieg.
Meldung
Das Crossing Europe Film Festival 2026 in Linz zeigt, wie ein Festivalmotto mehr sein kann als ein Schlagwort: Unter dem Leitgedanken Familie entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama europäischer Gesellschaften, Konflikte und Hoffnungen.
Meldung
Satoshi Kons Langfilmdebüt »Perfect Blue« von 1997 kommt am 26. Mai endlich in ganzer Pracht auf die große Leinwand.
Tipp
Wunder oder Hokuspokus? Ein Lehrer zweifelt an den heilsamen Kräften eines Jungen.
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Im 18. Jahrhundert findet ein junger Edelmann Zuflucht bei einer Familie, die bald von einem Wesen heimgesucht wird.
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