Alexandra Seitz

Filmkritiken von Alexandra Seitz

Eine Frau wird durch die Begegnung mit ihrer Jugendliebe von ihrer Vergangenheit eingeholt, wodurch ihre neue Beziehung in Gefahr gerät. »Was gewesen wäre« ist ein wunderbar erwachsenes Liebesdrama, mit beeindruckend sicherer Hand inszeniert. Allerbestes Erzählkino
Meisterliches Epos: Über drei Dekaden hinweg und vor dem Hintergrund des Systemwandels in China denkt Wang über die Frage nach, ob und inwiefern der Mensch Subjekt oder Objekt seiner Geschichte ist: »Bis dann, mein Sohn«
Anna und Philipp verlieben sich bei einem Treffen von west- und ostdeutschen Jugendgruppen; bald schon geraten ihre Gefühle unter die Räder eines völlig humorlosen Systems. Und leider auch in die Fänge eines total fantasielosen Films, der kein Klischee auslässt: »Zwischen uns die Mauer«
Sommer an der Côte d'Azur. Zwei junge Mädchen aus bescheidenen Verhältnissen lernen zwei ältere reiche Herren kennen. »Ein leichtes Mädchen« ist ein Coming-of-Age-Film, der Leichtigkeit antäuscht und im Profunden landet
Die sechste Verfilmung der Provinzkrimis rund um Franz Eberhofer ist eine beeindruckend konsequente Feier gehobenen Blödsinns: »Leberkäsjunkie«
Woody, Buzz und die Spielzeugtruppe bekommen mit dem selbstgebastelten Forky einen Neuzugang, dessen störrisches Treiben existenzielle Fragen aufwirft. »Toy Story 4« ist eine Fortsetzung, die eigentlich keiner gebraucht hat, die man jedoch nun, da sie da ist, nicht mehr missen will – komisch, tiefgründig, turbulent und großherzig
Ein reicher Russe will seine Villa auf die Wiener Schwedenbrücke bauen und findet bald genügend interessierte Windbeutel, die die Hände aufhalten. Die aberwitzige Idee dieser wilden Komödie wurde mittlerweile von der Realität sogar noch überholt – was ihr, wenn sie nicht grade mal wieder ins Albern-Derbe ausbricht, die Schärfe einer Politsatire verleiht: »Kaviar«
Ein Fremder kommt in eine Stadt und räumt gründlich auf: Die Story kennt man aus zahllosen Western, hier aber dient sie einer bitteren Kritik am gesellschaftspolitischen Stillstand im Post-Apartheid-Südafrika
Eine Charakterstudie, die sich zu einem Thriller entwickelt, oder ein Thriller, der von sozialen Verhältnissen erzählt? Wahrscheinlich beides zugleich und noch mehr; »Burning« ist das Wunderwerk eines chamäleongleich in vielen Facetten schillernden Films, der selbst mehrfaches Sehen dankt
An Bord eines Raumschiffes werden übergriffige Experimente durchgeführt, die die Überlebenden vor komplizierte Fragen stellen und dem Publikum schwer zu denken geben. Claire Denis erobert mit ihrem ungewöhnlichen Vertreter eines traditionsreichen Genres reizvolles Neuland: »High Life«

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Simon Schwarz kennt man vor allem aus Nebenrollen, an der Seite von Josef Hader in den ­Brenner-Verfilmungen oder an der Seite von Sebastian Bezzel in der Provinzkrimireihe von Rita Falk, aber die füllt er meist mit so viel Begeisterung aus, dass man ihm mehr Hauptrollen wünscht
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