Frank Schnelle

Filmkritiken von Frank Schnelle

Berührender Dokumentarfilm über einen Jungen aus dem Gaza-Streifen, der wegen einer Autoimmunkrankheit in einem israelischen Krankenhaus aufwächst. Die unaufgeregte Langzeitstudie »Muhi« erzählt en passant auch von den absurden politischen Bedingungen in der Region
Komödie über die Produktion des Kultfilms »The Room«, der unter Cineasten als schlechtester Film aller Zeiten gilt und bei vielen gerade deshalb kultische Verehrung genießt. James Franco macht daraus – als Regisseur und Hauptdarsteller – ein mittelprächtiges Vergnügen, das jenseits der Groteske leider kein Interesse an den Figuren aufbringt: »The Disaster Artist«
In naher Zukunft findet die Wissenschaft einen Weg, Menschen zu schrumpfen. Der von Matt Damon gespielte Held von »Downsizing« beschließt, die Verwandlung an sich vornehmen zu lassen. Streckenweise brillant inszenierte Satire, die sich gar nicht wie Science-Fiction anfühlt
Ein Versicherungsmakler soll in seinem Pendlerzug eine unbekannte Person ausfindig machen, ansonsten stirbt seine Familie. »The Commuter« ist ein aufwendiger Konzeptthriller von Jaume Collet-Serra mit Liam Neeson als widerwilliger Actionheld
Im mittleren Teil der dritten »Star Wars«-Trilogie bringt Rian Johnson (»Looper«) eine neue Heldengeneration spektakulär in Stellung. Vieles fühlt sich sehr vertraut an, mit seinen verblüffenden Wendungen und einer kräftigen Prise Humor erweist sich das Franchise aber als überraschend vital und unterhaltsam
Nach einem gescheiterten Banküberfall will ein Kleinkrimineller seinen Bruder aus der Haft befreien. »Good Time« ist ein rasanter, schmerzhaft-sinnloser Trip ins Nirgendwo, von Joshua und Ben Safdie klaustrophobisch inszeniert
30 Filmjahre nach dem ersten Film geht ein neuer Blade Runner, stark gespielt von Ryan Gosling, auf Replikantenjagd und kommt einem Geheimnis auf die Spur, das die ganze futuristische Weltordnung ins Wanken bringen könnte. Voller überraschender, tatsächlich funktionierender Twists und mindestens so ernsthaft und seriös wie das Original. Ein Arthouse-Blockbuster, wie es sie nur einmal alle 35 Jahre gibt
Im Juni 2013 herrscht in Ägypten der Ausnahmezustand. Millionen protestieren gegen das Mursi-Regime. Der Ägypter Mohamed Diab beschreibt das Chaos in seinem kunstvoll reduzierten Drama »Clash«, das sich ausschließlich im Inneren eines Gefangenentransporters abspielt
Aberwitzige Komödie über zwei junge Männer, die sich eher zufällig als Kleinkriminelle mit Migrationshintergrund ausgeben und zu Medienstars avancieren. »Die Migrantigen« ist frech, flott und politisch höchst unkorrekt
Zum 20. Jubiläum seiner erfolgreichen Sketch-Comedy blamiert sich Bully Herbig mit einem lahmen, weitgehend witzfreien Neuaufguss, in dem es ein Wiedersehen gibt mit Winnetou & Old Shatterhand, Sissi & Franz und einigen anderen Gestalten aus der »Bullyparade«

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Mit dreizehn hat sie angefangen, als kleine Intrigantin in »Abbitte«. Jetzt, mit 24, schließt Saoirse Ronan bereits ihr »Frühwerk« ab. In Greta Gerwigs kluger Komödie »Lady Bird« spielt sie eine trotzige junge Frau auf dem Sprung ­in die Selbstständigkeit – dafür bekam sie ihre dritte Oscarnominierung
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Nach langer Kinopause meldet sich Paul Verhoeven eindrucksvoll zurück: mit einem dunkel funkelnden Juwel, das alle Kategorien von Gut und Böse sprengt. Der Academy war »Elle« erwartungsgemäß suspekt, bei den Golden Globes aber holte das bissige Vergewaltigungsdrama die Preise für den besten Auslandsfilm und die beste Hauptdarstellerin. In diesem Monat ist Paul Verhoeven Präsident der Berlinale-Jury
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Den Golden Globe hat sie eingeheimst, mit dem Oscar wurde sie für die "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet: Nach vielen Jahren in der zweiten Reihe steht Brie Larson dank »Raum« plötzlich im Rampenlicht
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Sterbehilfe ist inzwischen ein Standardthema des Kinos. Und zumeist erwischt es die Menschen vor der Zeit. Dieser erstaunlich heitere und bewundernswert kluge Film aus Israel aber verortet das Thema da, wo es hingehört: im hohen Alter
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