Charlotte Gainsbourg

Als »freches Mädchen« hat sie angefangen, heute scheint Charlotte Gainsbourg vor nichts zurückzuschrecken und entblößt nicht nur ihren Körper, sondern auch die Seele.

Als Schauspieler/in:

Der im Tonfall einer Schelmengeschichte verfilmte autobiografische Roman von Romain Gary entwickelt dank des selbstironisch herausgearbeiteten »double bind«, mit dem die tyrannische Mutter ihren Sohn zum Wunderkind drillt, eine starke Intensität: »Frühes Versprechen«
Ähnlich wie »Jurassic World« gelingt es auch der »Independence Day«-Fortsetzung nicht, jenes spektakuläre Gefühl der Überwältigung zu rekreieren, mit dem man in den 90er Jahren im Kino saß. Doch weil Roland Emmerich geschickt auf dem schmalen Grat zwischen Nostalgie und Modernisierung wandelt und mit selbstironischem Augenzwinkern auf das eigene Vermächtnis blickt, gelingt ihm ein unterhaltsames spätes Sequel
Wim Wenders hat mit James Franco einen leisen Film über Schuld und Vergebung gedreht. Nur auf den ersten Blick ungewöhnlich ist sein Einsatz von 3D in »Every Thing Will Be Fine«, mit dem er Nähe zu seinen Figuren herstellt
BenoÎt Jacquot verstrickt Charlotte Gainsbourg, Chiara Mastroianni und BenoÎt Poelvoorde in einem romantischen Thriller und erweist sich erneut als Meister des verbotenen Begehrens
Die politisch nicht korrekte Satire des Filmemachers und »Charlie Hebdo«-Cartoonisten Riad Sattouf geißelt das Frauenbild in traditionellen muslimischen Gesellschaften. Thematisch relevant, mit Abstrichen in der B-Note
Das Feelgoodmovie »Heute bin ich Samba« über einen illegalen Migranten in Paris balanciert auch dank des Charmes von Omar Sy unterhaltsam zwischen Dur und Moll, verstolpert sich aber mit einer aufgesetzt wirkenden Romanze
Aria hat keinen Schutzengel, nur ihre schwarze Katze. Herumgeschubst zwischen den zerstrittenen Eltern, sucht die kluge kleine Außenseiterin Anschluss. Asia Argento erzählt vom grotesken Überleben als Kind der römischen Schickeria
Im zweiten Teil seiner Sexualkunde-Saga wird Lars von Trier ernst: Es geht um Masochismus, Bondage und andere Perversionen. Und wieder obliegt es ganz dem Zuschauer, sich einen Reim darauf zu machen. Provokation um der Provokation willen? Feministisches Manifest? Künstlerische Selbstbespiegelung?
Lars von Triers Traktat zur Sexualkunde, »Nymphomaniac« erster Teil, macht dem Zuschauer bewusst, wie durchlässig die Grenzen sind zwischen Drama und Farce, Dichtung und Wahrheit und pornografischer und steriler Deutlichkeit
Melancholisches Popstarvehikel mit Pete Doherty als angemessen verzweifeltem Liebesscheiterer, den nicht einmal Charlotte Gainsbourg von der Melancholie heilen kann

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Als »freches Mädchen« hat sie angefangen, heute scheint Charlotte Gainsbourg vor nichts zurückzuschrecken und entblößt nicht nur ihren Körper, sondern auch die Seele. Gerhard Midding porträtiert die französische Ausnahmeschauspielerin
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Seit seiner Premiere in Cannes eilt ihm ein Ruf voraus: Um keinen anderen Film gab es so viel Aufregung in letzter Zeit, kein anderer Film hat das Publikum und die Kritik gleichermaßen gespalten und polarisiert. Als erstes Fazit kann man festhalten, dass Lars von Triers »Antichrist« wenigstens niemanden gleichgültig lässt. Und weil es, egal ob man ihm eher ablehnend oder eher wohlgesonnen gegenübersteht, viel dazu zu sagen gibt, haben wir gleich zwei Autoren, Georg Seeßlen und Jutta Brückner, gebeten, uns ihre Eindrücke mitzuteilen. Herausgekommen sind zwei, wenn nicht gegensätzliche, so doch absolut verschiedene Lesarten des Films