Patrick Heidmann
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Filmkritiken von Patrick Heidmann
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Man weiß nicht, was in Clint Eastwoods Film »The 15:17 to Paris« über den Thalys-Anschlag 2015 schwerer wiegt: die fragwürdige Entscheidung, die heldenhaften US-Zivilisten sich selbst spielen zu lassen, oder die Tatsache, dass der Regisseur nichts zu erzählen hat, was über den Gehalt einer Zeitungsmeldung hinausgeht
Selten war Woody Allens zunehmende Einfallslosigkeit so offensichtlich wie in diesem nostalgischen Melodrama. Kate Winslet in der Hauptrolle und Kameramann Vittorio Storaro geben erkennbar alles, »Wonder Wheel« retten können sie nicht
Dass Frauen sich auf der Leinwand zwischen Drinks und zwanglosem Sex gerne genauso hemmungslos benehmen wie die »Hangover«-Crew ist nichts Neues mehr. Aber »Girls Trip« kommt erfreulich schwungvoll daher und macht nicht zuletzt dank Comedy-Shooting-Star Tiffany Haddish mehr Spaß als vergleichbare Filme der letzten paar Jahre
Das Regiedebüt von Hallie Meyers-Shyer mag an die Filme ihrer Mutter Nancy erinnern. Doch wo die nicht selten echten Charme entwickelten, gibt es in »Liebe zu Besuch« meist lahme Plattitüden
Angela Robinsons Film ist zugleich eine Verneigung vor der Comic-Heldin als auch eine Hommage an ihren Schöpfer und die beiden Frauen in seinem Leben, die für »Wonder Woman« Patin standen
Insgesamt kommt der Film von Janus Metz als reichlich konventionelles, unnötig auf Drama zugespitztes Biopic daher, das sich dem Titel zum Trotz mehr auf Björn Borg als auf seinen Kontrahenten konzentriert. Doch im – buchstäblichen – Finale, wenn sich »Borg/McEnroe« ganz auf ein einziges Tennismatch konzentriert, entwickelt der Film doch noch die besondere Spannung, die diese Sportart in ihren besten Momenten haben kann
Taylor Hackford kapituliert bei »The Comedian« vor einem unwitzigen Drehbuch und kann aus der Leidenschaft seines Hauptdarstellers Robert de Niro kein Kapital schlagen
Auch eine blendend aufgelegte Diane Keaton kann an der Seite von Brendan Gleeson nicht verhindern, dass Joel Hopkins neueste Oldieromanze bestenfalls gefällig vor sich hin plätschert. Der Londoner Stadtteil Hampstead erweist sich dabei zwar als filmreif, das Thema Gentrifizierung wird aber eher heuchlerisch abgehandelt
Man soll mit dem Wort Meisterwerk vorsichtig sein, aber hier scheint es angebracht. Christopher Nolan erzählt in »Dunkirk« von einem historischen Ereignis in Bildern, die man so noch nie auf der Leinwand gesehen hat. Ein tolles Ensemble und eine raffinierte Erzählstruktur tun ihr Übriges
Craig Johnson kann sich auf einen wunderbar aufgelegten Woody Harrelson im Misanthropen-Modus und allerlei amüsante Momente (nicht zuletzt in Interaktion mit sehenswerten Partnerinnen wie Laura Dern, Judy Greer oder Margo Martindale) verlassen. Die Leichtigkeit, mit der er noch in The Skeleton Twins Tragikomik aus dem Ärmel schüttelte, geht ihm dieses Mal allerdings ab. Und was Daniel Clowes-Adaptionen angeht, kommt »Wilson – Der Weltverbesserer« auch an »Ghost World« nicht heran
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Tipp
Eine allzu enge Mutter-Sohn-Bindung, Intrigen um die Thronfolge und jede Menge Sex: »Mary & George« schließt an den Trend von Serien wie »The Tudors« und »The Great« an und setzt noch etwas drauf.
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»The Regime« ist der kühne Versuch einer Satire auf sehr aktuelle weltpolitische Ereignisse wie das Erstarken von Autokratie und Nationalismus in Europa. Kate Winslet spielt eine »Kanzlerin«, die, zur Hypochonderin geworden, die Allianz mit den USA und der NATO aufgibt.
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Krise, welche Krise? »Das Signal« gelingt der Spagat zwischen Science-Fiction-Thriller und Familiendrama – auch dank seiner hervorragenden Besetzung.
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Donald Glover und Maya Erskine sind zwar die neuen »Mr. & Mrs. Smith«, kommunizieren aber anders als Angelina Jolie und Brad Pitt im Film von 2005 nicht über Action miteinander, sondern – oh Wunder – per Gespräch.
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Unheimliche Heime: In »The Woman in the Wall« geht es um das traumatische Erbe der Magdalenenheime.
Thema
Lupita Nyong'o legte mit dem Oscar für »12 Years a Slave« einen Karriere-Blitzstart hin. Inzwischen hat sie in Blockbustern gespielt, macht Theater, produziert. In diesem Jahr ist sie Präsidentin der Berlinale-Jury – ohne den typischen Arthouse-Background und als erste Schwarze Person auf diesem Posten.
Tipp
In »American Symphony« begleitet Matthew Heineman den Jazzmusiker Jon Batiste durch Höhe- und Tiefpunkte von Schaffen und Privatleben.
Meldung
Sofia Coppola, 1971 als Tochter von Eleanor und Francis Ford Coppola geboren, stand Sofia schon als Kind und Jugendliche vor der Kamera, unter anderem als Mary Corleone in »Godfather III«.
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