Patrick Heidmann

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Filmkritiken von Patrick Heidmann

Eine packende Romanvorlage, ein größtenteils ebenso überzeugendes wie prominentes Ensemble sowie elegante Bilder von Roger Deakins können nicht verhindern, dass die Bestselleradaption von John Crowley eine ziemlich blasse Angelegenheit ist
Das deutsche Kino tut sich oft schwer, wenn es unverkrampft junge Leute, Sex und Berlin zu inszenieren gilt. Doch Thomas Moritz Helms Debütfilm »Heute oder morgen«, die Geschichte einer modernen Sommerromanze, ist bemerkenswert glaubhaft, offenherzig und sexy
Einmal mehr stürzt sich Nicole Kidman mit Haut und Haar auf eine Rolle, die ihr psychologisch wie optisch Neues abverlangt. All ihr Einsatz fruchtet allerdings nur bedingt, weil das Drehbuch von »Destroyer« auch mit einer Frau im Zentrum über weite Strecken nur die üblichen Antihelden-Ermittler-Klischees auffährt
Aus der wahren Geschichte der Brieffälscherin Lee Israel wird in den Händen von Regisseurin Marielle Heller das komplexe Porträt einer Frau, die man so sonst nie als Kinoheldin sieht. Melissa McCarthy und an ihrer Seite Richard E. Grant als schwuler Freund laufen hier zu ganz großer Form auf: »Can You Ever Forgive Me?«
Wer auf knallharte Hochspannung steht, ist bei Christian Alvart in guten Händen: »Abgeschnitten« ist ein waschechter, rasanter Psychothriller, obendrein mit hochkarätigem Ensemble
»Crazy Rich« ist beides gleichzeitig: ganz und gar herkömmlich, in der Art und Weise wie die Genre-Konventionen romantischer Komödien bedient (und durch leicht auf den Kopf gestellt) werden, aber auch revolutionär, schließlich setzen Hollywood-Studios sonst nie auf ein rein asiatisch-stämmiges Ensemble. Vor allem aber ist die Romanverfilmung ein großer, glänzender Spaß, in dem sich Hauptdarstellerin Constance Wu für weitere Aufgaben empfiehlt
Lange Jahre kämpfte Rupert Everett darum, sein Herzensprojekt als Regisseur und Drehbuchautor auf die Leinwand zu bringen. Seine Unerfahrenheit in beiden Bereichen ist dem Film über die letzten Jahre Oscar Wildes anzumerken, wird aber durch seine Leidenschaft für die Geschichte und den Protagonisten aufgehoben.
Man weiß nicht, was in Clint Eastwoods Film »The 15:17 to Paris« über den Thalys-Anschlag 2015 schwerer wiegt: die fragwürdige Entscheidung, die heldenhaften US-Zivilisten sich selbst spielen zu lassen, oder die Tatsache, dass der Regisseur nichts zu erzählen hat, was über den Gehalt einer Zeitungsmeldung hinausgeht
Selten war Woody Allens zunehmende Einfallslosigkeit so offensichtlich wie in diesem nostalgischen Melodrama. Kate Winslet in der Hauptrolle und Kameramann Vittorio Storaro geben erkennbar alles, »Wonder Wheel« retten können sie nicht
Dass Frauen sich auf der Leinwand zwischen Drinks und zwanglosem Sex gerne genauso hemmungslos benehmen wie die »Hangover«-Crew ist nichts Neues mehr. Aber »Girls Trip« kommt erfreulich schwungvoll daher und macht nicht zuletzt dank Comedy-Shooting-Star Tiffany Haddish mehr Spaß als vergleichbare Filme der letzten paar Jahre

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Die langerwartete zweite Staffel von »Feud« erzählt vom Zerwürfnis zwischen Truman Capote und seiner Riege von Damen-Freundinnen.
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David E. Kelley adaptiert mit »A Man in Full« den umstrittenen zweiten Roman von Tom Wolfe aus dem Jahr 1998 über einen Immobilienmagnaten.
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»Death and Other Details« ist eine Art »Knives Out meets Triangle of Sadness«. Mandy Patinkin spielt einen abgehalfterten Ermittler, der auf einem Luxuskreuzfahrtschiff einen neuen Fall lösen muss.
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Eine allzu enge Mutter-Sohn-Bindung, Intrigen um die Thronfolge und jede Menge Sex: »Mary & George« schließt an den Trend von Serien wie »The Tudors« und »The Great« an und setzt noch etwas drauf.
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»The Regime« ist der kühne Versuch einer Satire auf sehr aktuelle weltpolitische Ereignisse wie das Erstarken von Autokratie und Nationalismus in Europa. Kate Winslet spielt eine »Kanzlerin«, die, zur Hypochonderin geworden, die Allianz mit den USA und der NATO aufgibt.
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Krise, welche Krise? »Das Signal« gelingt der Spagat zwischen Science-Fiction-Thriller und Familiendrama – auch dank seiner hervorragenden Besetzung.
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Donald Glover und Maya Erskine sind zwar die neuen »Mr. & Mrs. Smith«, kommunizieren aber anders als Angelina Jolie und Brad Pitt im Film von 2005 nicht über Action miteinander, sondern – oh Wunder – per Gespräch.
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Unheimliche Heime: In »The Woman in the Wall« geht es um das traumatische Erbe der Magdalenenheime.