Patrick Heidmann
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Filmkritiken von Patrick Heidmann
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Selten war das Klischee von der Fortsetzung, die letztlich nur noch mehr vom Gleichen ist, so wahr wie hier. Zwar ersetzt James Bobin dieses Mal Tim Burton, doch zu bunt, zu rastlos und zu uncharmant ist auch dieser Teil von »Alice im Wunderland«, der einmal mehr Fantasie mit einem Übermaß an CGI verwechselt. Und Johnny Depp als Hutmacher nervt noch immer
Zu behaupten, »Victor Frankenstein« sei ein Ärgernis, ginge angesichts des hochkarätigen Ensembles zu weit. Doch enttäuschend ist es schon, dass statt des versprochenen modernisierten Klassiker-Updates bloß alter Wein in lieblos zusammengeflickten und mit unnötigen Mätzchen verzierten Schläuchen geboten wird
Die Erwartungen an das Herzensprojekt von Hauptdarstellerin und Mitproduzentin Ellen Page waren hoch. Doch Regie und Drehbuch zu »Freeheld« , der wahren und relevanten Geschichte, bleiben oberflächlich und lieblos
Wer etwas übrig hat für die Zeitlupen und die Zerstörungswut von Zack Snyder, wird »Batman v Superman« vielleicht etwas abgewinnen können, zumal Wonder Woman ihr vielversprechendes Leinwanddebüt gibt. Doch dürftig motivierte Protagonisten und eine unbefriedigende Geschichte machen den Auftakt der DC-Comics-Saga zu einem ermüdend-nervigen Film
Eine Frau erwacht im Bunker eines Mannes, der vor der Tür den Weltuntergang wähnt. Viel mehr sollte man gar nicht wissen über »10 Cloverfield Lane«, der als klaustrophobischer Thriller unter anderem mit einem glänzenden John Goodman überzeugt
Dafür, dass »Sisters« eigentlich nur eine Teenie-Party-Komödie mit erwachsenen Frauen in den Hauptrollen und zu viel pubertären Prollgags ist, gibt es hier erstaunlich viel zu lachen. Verantwortlich dafür sind Tina Fey und Amy Poehler, denen man trotzdem mal ein besseres Drehbuch gönnen würde
Die in den USA kontrovers diskutierte Geschichte sowie Will Smith in einer der besten Rollen seiner Karriere sind gute Gründe, sich »Erschütternde Wahrheit« von Peter Landesman anzusehen. Dass dessen melodramatisch angehauchte Inszenierung allerdings arg konventionell ausfällt, steht der Wucht seines Enthüllungsdramas etwas im Weg
Statt sich auf seine komplizierte und gerade deswegen reizvolle Protagonistin (Sandra Bullock) zu konzentrieren, verstolpert sich David Gordon Green bei »Die Wahlkämpferin« in einem tonal unausgegorenen Potpourri, dass nur anfangs mit satirischem Biss überzeugt
Wie schon den vielen Kollegen vor ihr gelingt es auch Sophie Barthes nicht bis ins Letzte, der legendären Romanvorlage von Flaubert gerecht zu werden. Immerhin wartet ihre Kinoadaption mit schönen Bildern und einer überzeugenden Hauptdarstellerin auf
Roland Emmerichs ungewohnter Abstecher in die Geschichte der Schwulenbewegung ist weder der von manchem Kritiker beschworene Schlag ins Gesicht der LGBTQ-Community noch ein wirklich guter Film
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Oben und unten in Ligurien: »Hotel Portofino« kopiert das Rezept von »Downton Abbey« vor grandioser Urlaubskulisse.
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SNL-Star Vanessa Bayer nimmt sich in »I Love That For You« ein Randgebiet des Showgeschäfts vor.
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»Welcome to Chippendales« erzählt von Aufstieg und Ende der legendären Showtanz-Gruppe.
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In »A Spy Among Friends« soll Damian Lewis als MI6-Agent dem enttarnten Doppelspion Kim Philby (Guy Pearce) auf die Spur kommen.
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Diesmal Sizilien: Mike White weitet »The White Lotus« zur Anthologie-Serie aus – wieder mit prominenter Besetzung und bissigen Untertönen.
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Im Dezember startet mit Paramount+ ein Anbieter auf dem deutschen Markt, dessen Angebot sowohl Filme des Traditionsstudios umfasst – »Top Gun: Maverick« – als auch zahlreiche neue Produktionen, darunter sogar ein paar deutsche Serien wie die von Dani Levy kreierte »Der Scheich«.
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Das London Film Festival, veranstaltet vom British Film Institute, legte seinen Schwerpunkt auf heimische Produktionen – sehr erfolgreich.



