Patrick Heidmann

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Filmkritiken von Patrick Heidmann

Gewartet hat auf dieses späte Sequel niemand, und eine sichere Bank war »Top Gun: Maverick« kaum. Doch Tom Cruise, Regisseur Joseph Kosinski und den Drehbuchautoren gelingt eine erstaunlich gute Mischung aus nostalgischen Referenzen an früher und neuen Elementen. Frei von Kitsch und Pathos ist der Film erwartungsgemäß nie, doch gepaart mit spektakulärer Actionszenen in Hochgeschwindigkeits-Kampfjets, flottem Tempo und einer klassischen Superstar-Performance von Cruise wird daraus im besten Sinne klassisches Blockbusterkino, wie man es kaum noch zu sehen bekommt.
Andreas Dresen und Autorin Laila Stieler machen Rabiye Kurnaz, die Mutter des unrechtmäßig in Guantanamo inhaftierten Murat, zu einer enorm sympathischen Protagonistin, die die Komödiantin Meltem Kaptan nicht unbedingt nuanciert, aber sehr lebendig zum Leben erweckt. Der politischen Dimension oder auch dem Schicksal ihres Sohnes wird »Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush« als Feelgood-Tragikomödie allerdings nur bedingt gerecht.
Mit seinen vermenschlichten Bildern von Katzen prägte der Zeichner Louis Wain Ende des 19. Jahrhunderts die Art und Weise, wie die damals noch kaum als Haustiere gehaltenen Vierbeiner gesehen wurden. Mit Benedict Cumberbatch und Claire Foy ist das Ganze etwas zu naheliegend besetzt, aber in der Inszenierung und Bildgestaltung sorgt Sharpe für eine Frische und Verspieltheit, die man aus britischen Historienfilmen sonst kaum kennt.
Valérie Lemerciers Popstar-Biopic, deutlich inspiriert vom Leben Céline Dions, hätte eine alberne Parodie wie aus »Saturday Night Live« werden können, entpuppt sich aber als charmante und amüsante Liebeserklärung an eine Sängerin, die neben einer Jahrhundertstimme immer auch mit sehr menschlichen Eigenwilligkeiten ihre Fans auf der ganzen Welt begeisterte
Den klassischen Maßstäben eines »guten Films« wird Ridley Scott nicht wirklich gerecht. Dafür lässt er sein Ensemble zu hemmungslos chargieren. Aber es ist auch amüsant, Lady Gaga, Jared Leto und Co. dabei zuzusehen, wie sie jede Subtilität über Bord werfen. Und an prächtigen Schauwerten, von den Kostümen bis zu den Locations, mangelt es auch nicht
Für den immensen Erfolg auf den Musicalbühnen von New York und London dürften vor allem die Songs aus der Feder von Pasek & Paul verantwortlich gewesen sein. Denn der problematische Protagonist und ein Plot, der allzu leichtfertig mit den psychischen Schwierigkeiten von Teenagern umgeht, halten dem Brennglas der Kamera nicht stand
Francis Lees Film über eine Affäre zwischen zwei Frauen im Dorset des frühen 19. Jahrhunderts ist nicht leicht zugänglich. Gerade in seiner sperrigen Sinnlichkeit geht er aber, auch dank Kate Winslet, besonders nahe
Vermutlich wäre ein Dokumentarfilm über das Leben von Yotam Ottolenghi noch spannender geworden. Doch uninteressant ist es nicht, wie Regisseurin Laura Gabbert ihn und einige Kolleg*innen bei der Vorbereitung zu einem Event am Metropolitan Museum of Art in New York begleitet
Als Verneigung vor dem Magazinjournalismus des 20. Jahrhunderts und nostalgische Liebeserklärung an ein idealisiertes Frankreich geht Wes Andersons episodisch angelegter Spielfilm zwar nicht unbedingt zu Herzen. Aber an visuellem Einfallsreichtum und geschliffenem Wortwitz ist er kaum zu überbieten
Fast 30 Jahre später knüpft »Candyman« sehr geschickt an das gleichnamige und längst zum Horror-Klassiker gewordene Original an. Für Regisseurin Nia DaCosta und ihren Mit-Autor Jordan Peele bedeutet das in ihrer Geschichte über einen Maler, der in Chicago dem alten Fluch vom Haken-Mörder nachspürt, nicht nur ein modernisiertes Setting und Cameo-Auftritte damaliger Schauspieler*innen, sondern auch thematische Komplexität wenn es etwa um alteingesessene rassistische Gewalt oder Gentrifizierung geht

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Mit der Rolle des Roman Roy in »Succession« holte Kieran Culkin nach Jahrzehnten vor der Kamera seine ersten großen Preise – die ­könnte es nun auch für seinen neuen Film »A Real Pain« geben. Die große ­Prominenz und Aufmerksamkeit aber scheut der Schauspieler.
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Colman Domingo spielt im Paranoia-Thriller »The Madness« einen Fernsehjournalisten, der den großen Durchbruch in greifbarer Nähe sieht, dann aber unfreiwillig Zeuge eines Mords im US-Neonazimilieu wird.
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Weihnachten unter Spionen: In »Black Doves« sind Keira Knightley und Ben Whishaw im Auftrag einer nicht unbedingt wohlmeinenden Organisation unterwegs.
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Mit »English Teacher« ist Brian Jordan Alvarez als Hauptdarsteller, Schöpfer und Showrunner ein echter Coup gelungen. Die Sitcom mit einem schwulen Lehrer im Zentrum belebt das tot geglaubte Genre.
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In der Satire »The Franchise« spielt Daniel Brühl den visionären Regisseur, der beim Dreh im Superheldenuniversum verheizt wird.
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Mit »Landman« fügt Produzent Taylor Sheridan seinem »Seifenopern für echte Kerle«-Serienimperium einen weiteren Beitrag hinzu. Billy Bob Thornton spielt einen Mann mit vielen Verbindungen in der undurchsichtigen Ölindustrie.
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»The Day of the Jackal« adaptiert den bereits zwei Mal verfilmten Erfolgsroman von Frederick Forsyth noch einmal neu. Eddie Redmayne spielt den gesuchten Killer, der diesmal einen Techtitanen ins Visier nimmt.
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Regisseur Steve McQueen erzählt in »Blitz« die Geschichte einer Mutter und ihres Sohnes während der Angriffe der deutschen Luftwaffe 1940 auf London. Dabei verhebt er sich an der Vielzahl an Themen, die er unterbringen möchte.