Pandora Film Verleih

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Wie in seinen früheren Filmen folgt Bent Hamer in dieser norwegisch melancholischen Variante des Weihnachtsfilms den sich kreuzenden Lebenswegen gebeutelter Menschen, die er zwar gefühlvoll, aber nicht sentimental, zugleich tragisch und komisch entfaltet
Wer meint, Synchronschwimmen sei nur etwas für Frauen, der irrt. Die ersten Athleten dieses Sports waren Männer – und die erobern sich ihr Terrain nun, wo sonst im Leben alles schief zu gehen scheint, langsam zurück. »Männer im Wasser« ist ein Film, der den Tiefgang den Tauchern überlässt
Matti Geschonnecks Literaturverfilmung »Boxhagener Platz« ist eine feinironische Tragikomödie über die vielfältigen Überlebensstrategien in der Ex-DDR, die durch klare Figurenzeichnung und eine hervorragende Besetzung überzeugt
Ein linkischer Kneipier und ein genialischer Koch verwandeln eine bankrotte Spelunke im Hamburger Stadtviertel Wilhelmsburg in einen kulinarischen Szene-Treff – womit die Probleme erst richtig losgehen. Fatih Akins Hamburger Kiez-Komödie »Soul Kitchen« besticht durch Gespür für komödiantisches Timing, originelle Charaktere und ein bestens aufgelegtes Ensemble, darunter Moritz und Monica Bleibtreu
Was tun, wenn man abstehende Ohren hat und das einzige heiratsfähige Mädchen weit und breit in der kasachischen Steppe statt eines Bräutigams lieber ein Studium in der Stadt will? »Tulpan« ist ein neuer »Jurtenfilm« über die Sturheit eines Landstrichs und seiner Bewohner von Dokfilmer Sergey Dvortsevoy
Der in Chile geborene italienisch-argentinische Regisseur Marco Bechis verpackt seine flammende Anklage der Lebensumstände der enteigneten indigenen Bevölkerung Brasiliens in großartige Bilder, die er gleichzeitig immer wieder klug hinterfragt
Bent Hamers lakonische Sketchparade über den Unruhestand eines pensionierten Eisenbahners erinnert an den Slapstick eines Jacques Tati. Mit abgründiger Ironie entwirft er erneut das Universum eines leicht autistischen Kauzes, dem aber diesmal ein Happy End gegönnt wird
Der Rückzug der Israelis aus dem Gazastreifen als Hintergrund für ein Drama um eine Mutter und ihre vor Jahren zur Adoption freigegebene Tochter. Thematisch unentschlossen, dabei plakativ und belehrend, nimmt sich Amos Gitai einmal mehr der israelischen Zeitgeschichte an
»Lichter der Vorstadt« ist bestechendes Einsamkeits-Porträt und anrührendes Liebesmärchen, im Gewand eines cool nach Kaurismäki-Art erzählten Krimis. Ein einsamer Wachmann sucht in einer zynisch-kalten Welt nach einer Geste der Solidarität
»Emmas Glück« ist eine skurril-märchenhafte Liebesgeschichte nach dem Roman von Claudia Schreiber zwischen einer Schweinezüchterin und einem Todkranken, den Jürgen Vogel angenehm vital mit beiläufiger Tragik spielt