Silvia Hallensleben

Filmkritiken von Silvia Hallensleben

Das Trio um Jennifer Baichwal, Nicholas de Pencier und Edward Burtynsky beendet ihre Ökofilm-Trilogie mit einer breit angelegten engagierten Rundum-Abrechnung mit dem Anthropozän, beeindruckenden Bildern und einem etwas zu zahlenreichen Kommentar
Die Leipziger Filmemacherin Barbara Wallbraun versammelt biografisches Material zum lesbischen Leben in der DDR der 1960er bis 80er: Ein wichtiges Stück Oral History zu privater Hypokrisie, staatlicher Repression und aufmüpfigem Eigensinn
Einige Jahrzehnte nach der erfolgreichen Wiederansiedlung von Wölfen in Teilen Europas zeigt der Film des Regisseurs und Tonmeisters Thomas Horat vielschichtig die Problem- und Interessenlagen dieses speziellen Tier-Mensch-Verhältnisses
Zwei Jahre nach »Notorious RBG« kommt aus den USA das kongenial inszenierte, inspirierende und informative Porträt einer weiteren Frau namens Ruth, die mit Tatkraft und Witz ein gutes bisschen die Welt verbessert
Der Schweizer Filmkomponist Martin Skalsky stellt in seiner ersten dokumentarischen Regiearbeit die richtigen Fragen in allzu redundanter Form. Ein klarer Fall: Weniger
Vier Jahre nach seinem viel beachteten Dokumentarfilm »The Other Side« begibt sich Roberto Minervini auf eine weitere »andere« Seite der Gesellschaft ins schwarze New Orleans
Swobodniks Dokumentarfilm bietet unaufgeregte Einblicke in ein Szenario, wo revolutionäre Gesinnung auf post-chavistische venezolanische Realität trifft
Eine wahre und berührende Geschichte von familiärer Gewalt, Verletzung und versuchter Heilung, erzählt mit viel audiovisuellem Getöse, doch leider ohne nachvollziehbares Erkennnisinteresse der Filmemacher
Würdiger Abschluss von Guzmáns großer Trilogie politisch-philosophischer Heimatfilme, die von der Wüste über das Wasser ins Gebirge geht und in beeindruckender Dichte Persönliches mit Universellem verdichtet
Dramaturgisch nicht ganz überzeugend gewichteter Dokumentarfilm zum Thema Brot, der besonders interessante Einblicke in Marketing, Entwicklung und Produktion industrieller Lebensmittelproduktion bietet

Weitere Inhalte zu Silvia Hallensleben

Meldung
Auch die »Visions du Réel«, eines der wichtigsten Dokumentarfilmfestivals der Welt, fanden dieses Jahr online statt
Meldung
Das Corona-Virus hat den internationalen Festivalbetrieb ­lahmgelegt. Lahmgelegt? Nicht ganz. Viele Filmfeste, von Oberhausen bis Nyon, sind kurzfristig ins Internet ­umgezogen. Da fehlt zwar die Atmo. Aber es könnten sich zukunftsfähige ­Kommunikationsformen entwickeln
Blogeintrag
Von den preisgekrönten Filmen habe ich keinen einzigen gesehen, von mir favorisierte haben keine Preise gewonnen. Deswegen wollte ich wenigstens heute nachmittag noch »Irradiés« über das Nach-Diktatur-Kambodscha von Rithy Panh im Berliner Festspielhaus angesehen.
Blogeintrag
Doch nicht aus Not sehe ich gleich zum zweiten Mal »Was bleibt« im Delphi. Sondern einmal, weil ich diese Berlinale bisher in keinem einzigen Film in diesem Kino war, welches für mich das Forum symbolisiert: Reine Nostalgie – und Erinnerung an selige Zeiten als bloße Filmenthusiastin ohne Verpflichtungen.
Blogeintrag
Langsam löst sich schon wieder alles auf, viele Abreisen, auf der Straße vor dem CinemaxX übernehmen abhängende Schulklasssen das Feld der Kinogänger und Filmjournalisten.
Blogeintrag
Gestern war die mittlerweile schon traditionelle Veranstaltung des Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln, diesmal unter dem Motto »The Other Story: Feminist Scripts in Cinema Now« (in einem angenehm tageslichtigem Saal der österreichischen Botschaft).
Blogeintrag
Der Film »Todos os mortos« (Regie: Caetano Gotardo, Marco Dutra) aus Brasilien, ein interessanter wenn auch ein bisschen bieder geratener Versuch, die Widersprüche der Zeit kurz nach dem Ende von Sklaverei und Monarchie an der familiären Situation zweier Familien zu erzählen, die von unterschiedlichen Seiten in das System involviert waren: Den Besitzern einer Kaffeeplantage, die trotz verbalem Beschwören des Fortschritts ihre Verstörungen über die neue Zeit nicht verbergen können. Und ihren ehemaligen Sklaven, die sich jetzt auf dem freien Markt ihren Broterwerb suchen müssen.
Blogeintrag
Clarissa Thiemes »Was bleibt Re-visited« nutzt performative lokale Eingriffe, um mit Menschen in Bosnien-Herzegowina über Gegenwart und Vergangenheit zu sprechen. Jonathan Perels »Responsabilidad empresarial« zeigt Fabriken und Werften, die in den Jahren des Militärregimes 1976-83 mit dem Regime gegen Gewerkschafter*innen und Arbeiter*innen kollaborierten und davon profitierten.
Blogeintrag
Alles neu mit der Berlinale. Und auch wieder alles beim Alten. Jedenfalls bei mir. Oder noch ein bisschen extremer.
Meldung
Nach der Pensionierung von Werner Ruzicka fand die dem Dokumentarfilm gewidmete Duisburger Filmwoche in ihrer 43. Ausgabe erstmals mit einer Doppelspitze statt: Gudrun Sommer und Christian Koch