Neue Visionen Filmverleih

Im Verleih:

Ulrike Ottinger lässt Isabelle Huppert in einer prachtvoll ausgestatteten Horrorkomödie als blutdurstige Gräfin Báthory durch ein morbides Wien voller Vampire und Sonderlinge schweben.
Die aufwendige polnische Filmbiografie über Frédéric Chopin beschränkt sich auf dessen Pariser Jahre und porträtiert den todgeweihten Komponisten als zeitgenössischen Popstar zwischen Schaffensfreude und Krankheit – opulent, aber, gerade in Bezug auf Chopins musikalische Neuerungen, etwas oberflächlich inszeniert.
30 Jahre Dieter Thomas Kuhn & Band – der Dokumentarfilm der jungen Regisseurin Juliane Sauter gibt Einblick in drei Jahrzehnte Bandgeschichte.
Der Weg von der »Fake«-Frau zur Frau ist in dieser feministischen Komödie über eine zum Leben erwachte Sexpuppe und ihren Besitzer hürdenreich und ziemlich lustig: ein Debütfilm, in dem mit meist leichter Hand gewichtige Themen angetippt werden.
Thomas Manns Reise durch Deutschland als ein vielschichtiges Drama über Politik, Kunst, Familie und Identität, mit großartigen schauspielerischen Leistungen von Hanns Zischler und Sandra Hüller. Zugespitzt erzählt, fantastisch fotografiert, ein Meisterwerk.
Magisch-realistisch erzählt Cyril Aris von einer Liebe im Libanon über drei Dekaden, die das Schicksal zusammenhält, während im Innern doch immer wieder Fliehkräfte walten – mit zwei Schauspielenden, die in ihrer Gegensätzlichkeit großartig harmonieren.
Wer war zuerst da, Henne oder Ei? Wie unabdingbar beides, nein, alles miteinander zusammenhängt, verdeutlicht dieser liebenswerte Film am Beispiel einer Henne, die ein Ei ausbrüten will. Und wer da stört – es ist wie immer der Mensch –, bekommt am Ende die Quittung.
Inspiriert von der Entwicklung eines bahnbrechenden Sextoys, handelt diese Komödie von einer Ehefrau, die auf die Suche nach ihrem Orgasmus geht: eine Achterbahnfahrt zwischen tiefergelegtem Klamauk und pädagogischer Verve, mehr fröhlich als obszön und stets der weiblichen Perspektive verpflichtet.
Der rätselhafte Tod des tunesischen Onkels wird für seine aus Frankreich angereiste Nichte zum Anlass für eine Spurensuche und in Folge eine Auseinandersetzung mit ihrer Identität als lesbische Frau in einem konservativen arabischen Umfeld: elegant inszeniertes und zärtliches Drama, das mit der Beschreibung des familiären Verschweigens Einblicke in eine repressive Gesellschaft gewährt.
Die Balance zwischen Endzeit-Dystopie a la »Mad Max« und feministischem Pamphlet stimmt zwar nicht so ganz – dennoch setzt Evi Kalogiropoulou mit ihrem Debüt viele interessante Akzente.