Neue Visionen Filmverleih

Im Verleih:

Starkes, wenn auch lückenhaftes Porträt der Pop- und Wortkünstlerin Anne Clark, die der Filmemacher Claus Withopf über 10 Jahre begleitete. Dabei wird deutlich, welchen Weg Anne Clark einschlug und wo sie heute musikalisch immer noch steht
Die Geschichte eines Pferdediebs in einem kirgisischen Dorf dient als Rahmen für das gleichermaßen lakonische wie poetische Provinzporträt »Die Flügel der Menschen« – ohne Didaktik, hervorragend fotografiert, mit leisem Humor und auch sonst wohltuend ruhig im Tonfall
Mit ihrem so humorvollen wie bewegenden Regiedebüt »Lieber leben« über den Alltag in einer Reha-Klinik definieren die französischen Regisseure Grand Corps Malade und Mehdi Idir das Subgenre des »Behindertenfilms« neu
Zwei Jahre nach Kurt Langbeins »Landraub« kommt mit »Das grüne Gold« ein weiterer Dokumentarfilm zum Thema Landgrabbing, der den global bedeutsamen Stoff überzeugend und konzentriert als Reportage aus einem einzigen nur scheinbar entlegenen Ort im äthiopischen Westen entwickelt
Ein unbedarfter Bauunternehmer gerät nach einem versuchten Deal mit geschmuggelten Laptops in die Mühlen des von Willkür geprägten jordanischen Justizsystems. »Gelobt sei der kleine Betrüger« ist eine leichte Sommerkomödie, die trotz einiger gelungener Momente eher oberflächlich bleibt
Dokumentarfilm über den italienischen Schauspieler Bud Spencer und zwei seiner Fans, die sich auf die Reise nach Rom begeben, um ihr Idol persönlich zu treffen. In der Kombination mit präzise eingefügten Filmausschnitten und Expertenstatements ist bei »Sie nannten ihn Spencer« ein ebenso informativer wie unterhaltsamer Film herausgekommen, der auch Nichtfans gefallen dürfte
Mit der amüsant erzählten Geschichte eines schwarzen Paares, das ein weißes Baby adop­tiert, lotet Lucien Jean-Baptiste als Regisseur und Hauptdarsteller in »Zum Verwechseln ähnlich« gleichzeitig zwei Formen von Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit aus
Via Internet-Dating schwindeln sich ein Oldie und sein junger Gehilfe in eine mal spitzbübische, mal rührende »Cyrano de Bergerac«-Romanze, doch die menschlich grausame Prämisse lässt sich auch durch sympathische Antihelden wie Altstar Pierre Richard nicht verdecken: »Monsieur Pierre geht online«
Jonathan Littell, berühmt geworden mit seinem Roman »Die Wohlgesinnten«, porträtiert in »Wrong Elements« vier ehemalige ugandische Kindersoldaten. Einfühlsam und geduldig, auch ästhetisch bemerkenswert, beleuchtet er deren persönlichen Umgang mit Leid und Schuld
Aus dem Porträt einer Berliner Alternativschule für junge Erwachsene macht Ale­xander Kleider ein lebendiges Pamphlet für einen ganzheitlichen Lern- und Bildungsbegriff jenseits von PISA-Kriterien: »Berlin Rebel High School«