Neue Visionen Filmverleih

Im Verleih:

Veit Helmer betrachtet visuelles Erzählen als Kür des Filmemachens. Sein Film »Vom Lokführer, der die Liebe suchte« erzählt ohne Worte die anrührende und zugleich komische Geschichte eines einsamen Mannes in Aserbaidschan
Ein Gangsterepos, das im Kern eine Liebesgeschichte und dessen Schale eine Parabel auf das Fieber des Wandels ist, das China ergriffen hat. Jia Zhangke spürt ihm in einer Suchbewegung nach, die von seiner Heimatprovinz Shanxi zu den Städten am Ufer des Jangtse führt, die der gesellschaftliche Fortschritt dem Untergang weiht: »Asche ist reines Weiß«
Naomi Kawases naturmystische Vision einer Wiedergeburt ist visuell beeindruckend, es mangelt ihr aber an innerer Kohärenz: »Die Blüte des Einklangs«
Den veränderungswütigen Sommer 1989 in Deutschland inszeniert der Film »Adam und Evelyn« als melancholischen Abschied von der DDR. Mit komischen und anrührenden Momenten
Eine feministische Mutter versucht damit klarzukommen, dass ihre pubertierende Tochter zum Islam konvertiert ist. Trotz der gut aufgelegten Hauptdarstellerin Caroline Peters zieht die Culture-Clash-Komödie nicht und hinterlässt mit seiner unglücklichen Erzählhaltung einen bitteren Beigeschmack: »Womit haben wir das verdient?«
Es ist ein Stoff, wie gemacht für ein fettes Bollywood-Melodram, doch die Geschichte der wachsenden Zuneigung zwischen einem Dienstmädchen und dem jungen Herrn, dem sie den Haushalt führt, entwickelt sich zu einer sanften Kritik der gewaltsamen Verhältnisse. »Die Schneiderin der Träume« ist eine echte Rarität: ein glaubwürdiger, ehrlicher Liebesfilm aus Indien
Pawel Pawlikowski erzählt von einer großen Liebe, die von den politischen Verhältnissen gebändigt wird. Mit exzellenten Darstellern und in atmosphärisch bestechendem Schwarzweiß zeichnet »Cold War« ein intimes, romantisches Zeitbild der ersten zwei Nachkriegsjahrzehnte
Ein altes Ehepaar in der Arktis: »Nanouk« ist ein zwischen dokumentarischer Nüchternheit und magischen (Erinnerungs-)Momenten positionierter Film von großer visueller Schönheit
Ein Rabbi, ein Priester und ein falscher Imam raufen sich in der Komödie »Ein Lied in Gottes Ohr« über religiöse Toleranz stellvertretend für ihre Gläubigen zusammen: trotz gewagter Pointen eine halbgare Witzelei, in der vor allem parodistische Musikdemos für Erheiterung sorgen
Drei Schwestern, mittendrin ein pubertierender Junge. Mit viel Humor und unter genauester Beobachtung, sehen wir den Jugendlichen dabei zu, wie sie über viele Streitigkeiten hinweg zu Lösungsansätzen in ihrem chaotischen Alltag kommen: »Allein unter Schwestern«