Britta Schmeis

Filmkritiken von Britta Schmeis

Poetisch und voller filmischer und literarischer Reflexionen erzählte Tragikomödie über Einsamkeit, die Magie der Poesie und das menschliche Miteinander voller eigenwilliger Charaktere. Mit einem herausragenden Cast.
Lakonisches Epos und wilder Genremix der Nasser-Zwillinge, der die Vergangenheit in Gaza geschickt mit der Gegenwart verwebt – mit filmischen Reflexionen und schwarzem Humor.
Anekdotisch, amüsant und doch berührend inszeniert Simon Verhoeven den autobiografischen Roman von Joachim Meyerhoff – mit einem nuanciert agierenden Bruno Alexander in seiner ersten Hauptrolle.
Elegante und eindrückliche Verfilmung der Kriegstagebücher Astrid Lindgrens, die sie als kluge Chronistin des Zweiten Weltkrieges, mutige Feministin und unerschrockene Menschenliebhaberin zeigen, mit szenischen und dokumentarischen Passagen.
Intensiver und elegant inszenierter Horrortrip um Mutterschaft der Österreicherin Johanna Moder mit einer herausragenden Marie Leuenberger als verzweifelte junge Mutter und erfolgreiche Dirigentin, die um das Vertrauen in sich selbst kämpft.
Kraftvolles und zugleich sanftes Spielfilmdebüt um eine junge Frau, die mit dem Vergewaltigungsvorwurf gegen ihren geliebten Bruder umgehen muss. Gewissheiten geraten ins Wanken, moralische Trennlinien verschwimmen. Großartig gespielt von Marie Bloching.
Einfühlsames, elegant gefilmtes Drama über eine junge lesbische Muslimin, die zerrissen ist zwischen ihrer Sexualität und ihrem Glauben – nach dem autofiktionalen Roman von Fatima Daas.
Ruhiges, eindrückliches Drama über zwei ungleiche Halbgeschwister auf der Suche nach Heimat – Regiedebüt des Kölners Leis Bagdach mit einem sehr überzeugenden Kostja Ullmann und der Neuentdeckung Safinaz Sattar.
Dichtes Psychogramm einer dysfunktionalen Familie vor der winterlichen Kulisse Griechenlands voller sanfter Melancholie, in dem jede Figur mit ihren eigenen Dämonen kämpft – überzeugender Cast.
Mit viel Klischees, Pathos und Kitsch verfilmt Eric Schmitt den gleichnamigen Roman von Thomas Glavinic, mit Matthias Schweighöfer und weiterem illustren Cast.

Weitere Inhalte zu Britta Schmeis

Blogeintrag
»Staatsschutz« und »Traces« – Zwei politische Film gewinnen die diesjährigen Panorama-Publikumspreise.
Blogeintrag
Im Panorama der Berlinale zeigt sich die Liebe als politisches und existenzielles Kraftfeld: zwischen Witwen in Beirut, wachenden Außenseitern in Kairo, zerrissenen Paaren in Maintal und trauernden Clowns in Wien.
Tipp
Ein komplexes Spionage-Familiendrama im unwirtlichen Berlin mit einem hochklassigen Ensemble.
Tipp
Herzerwärmende Weihnachtskrimiserie mit einer Ermittlerin zwischen Miss Marple und Carrie Bradshaw.
Tipp
»Call My Agent Berlin« ist das deutsche Remake der französischen Erfolgsserie – ähnlich zynisch, selbstironisch und eine fast nostalgische Liebeserklärung an das Film-Business.
Meldung
Das beim Publikum beliebte Panorama setzte auf Hoffnung und Zuversicht trotz Verlust und Trauer – meist mit starken und sperrigen Frauen, mal konventionell erzählt oder die visuellen Möglichkeiten erforschend.
Meldung
Empowerment und Diversität sind traditionell Schwerpunkte beim Internationalen Frauenfilmfest Dortmund/Köln. In diesem Jahr aber überraschte das Festival vor allem mit einer neuen Darstellung von Maskulinität
Tipp
Steinchen für Steinchen fügt die Sky-Serie »Funeral for a Dog« die Geschichten einer kleine Gruppe Mittdreißiger zusammen und geht dabei den großen Schicksalsfragen nach – verwirrend, unbehaglich und grandios.
Meldung
Panorama: Wie immer öffnete die populärste Sektion der Berlinale den Blick auf die Vielfalt des Kinos, in diesem Jahr war es vor allem ein weiblicher Blick.
Tipp
Sky Nature schickt in »SaFahri– Eine Reise zu den vier Elementen« den Schauspieler Fahri Yardim auf Sinnsuche. Klingt bizarr, funktioniert aber. Ab 9. September