Frank Arnold
Filmkritiken von Frank Arnold
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Basierend auf seinem Buch »Die Dunkelkammern der Edith Tudor-Hart« rekonstruiert der Schriftsteller Peter Stephan Jungk in seinem Dokumentarfilm vom Leben seiner Großtante, der die Tätigkeit für den sowjetischen Geheimdienst eine Weiterführung ihrer Arbeit als sozial engagierte Fotografin im britischen Exil in den dreißiger Jahren war
Gelungene Komödie um einen 56-jähriger Träumer: Nachdem ein Schweizer Gymnasiallehrer Geld seiner Schule bei einer Wette verloren hat, organisiert er ein Ausbildungscamp für »Flitzer«
Ein durch Burnout aus der Bahn geworfener Angestellter gerät zwischen die Fronten von Geheimdienst und der Organisation eines rechtsgerichteten Präsidentschaftskandidaten. »Operation Duval« ist ein eindrucksvoll erzählter Politthriller, der sich ganz auf seine Hauptfigur (überzeugend: Francois Cluzet) konzentriert
Philipp Hartmann befragt in 30 Programm- und kommunalen Kinos die Kinomacher zu Gegenwart und Zukunft der Branche. »66 Kinos« ist Pflicht für alle, die noch gerne ins Kino gehen
Lightning McQueen, der aufstrebende Rennwagenchampion aus »Cars«, sieht sich in dieser Fortsetzung, die elf Jahre später an das Original anknüpft, mit jüngeren Konkurrenten konfrontiert. Ohne die Vielschichtigkeit der besten Pixar-Animationsfilme ist hier ein eher schlichter, aber dennoch anrührender Film entstanden
Als ein hochbegabter Elfjähriger an einem Tumor stirbt, hinterlässt er seiner Mutter einen Plan, einen Kinderschänder mittels Selbstjustiz der Gerechtigkeit zuzuführen. »The Book of Henry« ist ein Film, der häufig seine Stimmung wechselt, was nur mit Verweis auf seine Fantasieelemente funktioniert
Dokumentarfilm über den italienischen Schauspieler Bud Spencer und zwei seiner Fans, die sich auf die Reise nach Rom begeben, um ihr Idol persönlich zu treffen. In der Kombination mit präzise eingefügten Filmausschnitten und Expertenstatements ist bei »Sie nannten ihn Spencer« ein ebenso informativer wie unterhaltsamer Film herausgekommen, der auch Nichtfans gefallen dürfte
Zwei frustrierte Ehemänner in der dänischen Provinz heuern einen russischen Auftragskiller an, um sich ihrer Frauen zu entledigen. »Small Town Killers« ist eine schwarze Komödie, die sich in ihrer politischen Unkorrektheit sonnt, aber den Figuren – mit Ausnahme des Killers – kaum Entwicklungsmöglichkeiten zugesteht
Der britische Dokumentarist Nick Broomfield rekonstruiert aus Archivmaterial und Interviews das kurze Leben und die Karriere der Sängerin Whitney Houston, die 2012, erst 48jährig, starb. Offenbar wegen einer parallelen offiziellen Filmbio kommen zentrale Figuren nur in Archivaufnahmen zu Wort, das nimmt dem Film vieles von der Eindringlichkeit, die sonst Broomfields Arbeiten auszeichnet. Informativ und solide ist das Werk aber allemal
Die 80 Mitarbeiter eines Unternehmens sehen sich eines Tages in ihrem Bürogebäude eingeschlossen und mit der Aufforderung konfrontiert, sich gegenseitig umzubringen. Während der unsichtbar bleibende Drahtzieher seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen weiß und einige der Angestellten zur Besonnenheit und Zusammenarbeit aufrufen, nehmen andere schon das Gesetz in die eigene Hand. Das blutige Geschehen lässt den Zuschauer am Ende abstumpfen, aber zwischendurch weiß »Das Belko Experiment« in einzelnen Momenten durchaus heilsam zu verunsichern
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Tipp
Erstmals in Deutschland: die beiden »Doctor Who«-Kinofilme, restauriert in 4K.
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»They are a bunch of fucking losers – but they are my losers.« Die Äußerung von Jackson Lamb aus der ersten Staffel gewinnt diesmal eine etwas andere Bedeutung, wenn Jackson nicht nur mit hochgelegten Beinen hinter seinem Schreibtisch döst, sondern selber auf den Straßen der britischen Metropole aktiv wird.
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Eine weitere Würdigung der Arbeit von Erika und Ulrich Gregor.
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Das Original: Lewis Milestones Antikriegsfilm »Im Westen nichts Neues« (1930) erscheint als restaurierte Ultimate Edition und versammelt zahlreiche Schnittfassungen sowie umfangreiches Bonusmaterial.
Tipp
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die achtteilige Mystery-Serie »Souls« des Senders Sky entfaltet ein komplexes Geflecht von Zeit und Raum.
Meldung
Düstere Familiengeschichten: Das Filmfest Oldenburg im 29. Jahr.




