Kritik zu Smaragdgrün

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Alles hat einmal ein Ende: Nach »Rubinrot« (2013) und »Saphirblau« (2014) bildet Smaragdgrün den abschließenden Film der »Edelsteintrilogie«, basierend auf den gleichnamigen Romanen der Jugendbuchautorin Kerstin Gier

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Fantasy made in Germany: Wie im ersten Film »Rubinrot« geschildert, entdeckt im London der Gegenwart die 16-jährige Gwendolyn (Maria Ehrich), dass sie mit dem Zeitreise-Gen gesegnet ist. Keine willkommene Gabe, wurde Gwendolyn doch immer wieder unvermittelt in die Vergangenheit geschleudert und dabei mit den finsteren Plänen einer Loge konfrontiert. Zusammen mit dem Freund ihrer Cousine Charlotte (Laura Berlin), Gideon de Villiers (Jannis Niewöhner), der zunächst äußerst arrogant auf sie wirkte, machte sich Gwendolyn da­ran, die Familiengeheimnisse zu erkunden. Dabei verliebten sich die beiden ineinander, auch wenn für Gwendolyn lange unsicher war, ob Gideon sie nicht im Dienste der Loge ausspionieren sollte.

Diese Vertrauensfrage (die im Mittelpunkt des vorangegangenen Films stand) ist zu Beginn von »Smaragdgrün« immer noch virulent. Die Kräfte, die Gideon auf die Loge einzuschwören suchen, werden stärker, denn die Loge sieht sich kurz vor dem Ziel: mit dem Schließen des Blutkreislaufs im Chronographen die Unsterblichkeit zu erlangen und eine Herrschaft der Elite zu errichten.

Dem Film gelingt die Balance von Romantik und Action. Die komischen Einlagen (für die einmal mehr Katharina Thalbach als Großtante Maddy sorgt) halten sich diesmal in Grenzen, während Gwendolyn im schwarzen Latex-Anzug zur Actionheldin mutiert. Dass sie es ist, die am Ende ihren Geliebten rettet (und nicht umgekehrt), ist erfreulich und qualifiziert den Film nicht zuletzt als »Counterprogramming« zur Fußball-EM.

Die Filmemacher haben darüber hinaus das Finale ihrer Trilogie mit einigen aktuellen Anspielungen versehen, die sich nicht in der Romanvorlage finden, so wenn die Loge auch an der Wall Street tätig ist, sich die finale Konfrontation während der Guy-Fawkes-Nacht zuträgt oder wenn einmal die »lückenlose Überwachung der Privatsphäre« angeprangert wird. Das geht zwar nicht so weit wie in der »Tribute von Panem«-Filmreihe, zeigt aber doch die Möglichkeiten, die die Gattung birgt.

Meinung zum Thema

Kommentare

URGH
Ich habe gerade meinen mir sehr bedeutenden Schlaf geopfert, um diesen Film zu schauen. Zudem viel Geld ausgegeben. Diese Nacht und mein Geld reine Verschwendung. Sprachlos.

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