Chris Cooper

Als Schauspieler/in:

Bei Nacht zu leben und am Tag zu schlafen: So lautet in Dennis Lehanes Roman das Versprechen auf die Freiheit, das sich während der Prohibition im Leben als Gangster erfüllen soll. Diesmal wird nicht Whisky, sondern Rum geschmuggelt. Ansonsten folgt Ben Afflecks Verfilmung »Live by Night« fantasiearm der rabiaten Folklore des Genres, das keine Gewinner, sondern allenfalls Überlebende kennt
Dass schon der Grundplot – wohlhabender unglücklicher Mann findet dank einer eigenwilligen Frauenbekanntschaft einen Ausweg – ein Klischee ist, ist eine Sache. Dass es Jean-Marc Vallée allerdings nicht einmal gelingt, seine Figuren und ihre Probleme in »Demolition: Lieben und Leben« authentisch wirken zu lassen, eine ganz andere
Tragikomisches Drama über ein Familientreffen, bei dem alte Konflikte aufbrechen. Hochkarätig besetzt, aber bieder inszeniert
Die Muppets suchen und finden einander und retten – mit viel Unterstützung der Film- und Fernsehkomikerprominenz – ausgerechnet im Kino die Gattung der Revue-Show fürs Fernsehen
Ben Affleck steigt vom Porschefahrer zum Bauhilfsarbeiter ab, Kevin Costner macht als Zimmermann gutes Geld, Tommy Lee Jones sitzt noch längst nicht auf dem Altenteil. John Well’s Film zur Finanzkrise ist ein Appell zum Anpacken
Ben Affleck versucht sich erneut an der Wiederbelebung des Film noir. Leider bleibt er dabei allzu vorhersehbar und lässt den von Jon Hamm und Jeremy Renner gespielten interessanten Nebenfiguren in »The Town – Stadt ohne Gnade« zu wenig Platz
Es hätte ein feiner, schwarzhumoriger Thriller werden können. Doch die Geschichte vom biederen Ehemann, der einem blonden Gift verfällt, möchte auch noch Drama und Komödie sein und bedient eine recht wohlfeile Moral
Nach einem Selbstmordattentat auf Amerikaner in Riad wird ein halboffizielles FBI-Team entsendet, um die Hintermänner der Terroristen zu fassen. Seine besondere Intensität gewinnt der energiegeladene Actionthriller durch unverblümte Hingucker auf die Abgründe zwischen saudi-arabischen und amerikanischen Verbündeten
Mit einem großartigen Schauspielerensemble und einem raffiniert konstruierten Drehbuch breitet der »Traffic«-Drehbuchautor Stephen Gaghan in seinem Regiedebüt die undurchsichtigen Verflechtungen im internationalen Ölgeschäft aus, die sich geradezu physisch auch auf den um Orientierung ringenden Zuschauer übertragen

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Als »Sherlock« hat er eine Fanmanie ausgelöst, in »Star Trek« war er Khan, oft spielt er aber auch historische Figuren. Benedict Cumberbatch ist mehr als der typische britische Exportschurke. Ein Porträt von Anke Sterneborg