Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde

In dem Dokumentarfilm von Nicole Alive Hens erzählt die inzwischen fast hundertjährige Marthe Cohn aus ihrem Leben unter deutscher Besatzung und ihrem Einsatz als französische Spionin in Deutschland gegen Ende des Zweiten Weltkrieges

Body of Truth

Dokumentarfilmerin Evelyn Schels porträtiert die vier Künstlerinnen Marina Abramović, Shirin Neshat, Katharina Sieverding und Sigalit Landau. Der Film erzählt von der Verquickung von Kunst und Biografie und vom Körper als politisch-künstlerische Projektionsfläche. Dies leider oberflächlich und wenig inspirierend

Away – Vom Finden des Glücks

Als Universalgenie hat Regisseur Gints Zilbalodis eine surreale Reise in Szene gesetzt, die uns auf die Flucht des Helden vor einer unergründlich schwarzen Gestalt durch eine farbenprächtige Natur- und Tierwelt mitnimmt

Anders essen – Das Experiment

Dokumentarfilm über den Versuch, endlich etwas zu machen. Denn aktiver Umweltschutz beginnt beim Einzelnen. In ihrem Film »Anders essen« zeigen Kurt Langbein und Andrea Ernst, was an unserer Ernährung falsch läuft und wie es gelingen kann, individuelle Essgewohnheiten zu ändern

800 Mal einsam

In seiner formale Vielfalt zeigt Anna Hepps Dokumentation »800 Mal einsam« über die filmische Ästhetik von Edgar Reitz weit mehr als nur die Ansichten eines Mitbegründers des neuen deutschen Kinos

Just Mercy

Kämpferisches, wenn auch etwas schematisches Drama über den jungen Anwalt Bryan Stevenson (Michael B. Jordan), der sich seit den späten 80er Jahren gegen rassistische Justizwillkür in Alabama einsetzte. Jamie Foxx ist als unschuldig zum Tode Verurteilter so gut wie seit »Ray« nicht mehr
Harald Mühlbeyer

Die Berlinale in ihrem 70. Jahrgang: Eine neue Leitung. Endlich wieder eine Personen-Retro. Und der Verzicht auf eine Programm-App fürs Smartphone. Dass es keine App mehr gibt, wird damit begründet, dass die Homepage ja smartphoneoptimiert sei – dass man sich freilich dort ständig neu einloggen muss, mithin nicht mit wenigen Klicks sein Programm findet, die Filme und die Spielstätten: Ach, das juckt den Schreiber dieser Zeilen nicht, hat er doch ganz analog seinen Zettel in der Hosentasche!

Rudolf Worschech

Selten waren die Rahmenbedingungen für ein Festival so schlecht wie ausgerechnet bei dieser Jubiläumsausgabe der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Damit ist nicht die finanzielle Ausstattung der 70. Berlinale gemeint – da hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sogar noch etwas draufgelegt. Es sind eher organisatorische Knüppel zwischen die Beine: Ende vergangenen Jahres schloss das Cinestar-Multiplex im Sony-Center am Potsdamer Platz, zehn Kinos fielen der Berlinale dadurch weg. Die Berlinale musste ihre Präsenz in den Cubix-Kinos am Alexanderplatz erhöhen.

Du musst Caligari werden! – Das virtuelle Kabinett

13. Februar bis 20. April, Berlin – Er zählt zu den einflussreichsten Spielfilmen der Filmgeschichte: »Das Cabinet des Dr. Caligari« von Robert Wiene feierte am 26. Februar 1920 im Berliner Kino Marmorhaus Premiere. Anlässlich seines hundertjährigen Jubiläums widmet die Deutsche Kinemathek dem expressionistischen Meisterwerk eine Ausstellung. Die Schau schildert die Produktionsgeschichte dieses frühen Psycho-Thrillers und liefert auf der Grundlage von historischen Modellen und Zeichnungen Rekonstruktionen der spektakulären Sets.

Landshuter Kurzfilmfestival

25. bis 30. März, Landshut – Der gemeinnützige Verein Dynamo Kurzfilm e.V. veranstaltet jährlich sein Kurzfilmfestival in Niederbayern. Traditionell liegt der Fokus auf Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich in verschiedenen Wettbewerben wie Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilm messen. Seit 2011 gibt es zwei internationale Wettbewerbe in den Bereichen Genre-Kurzfilm, für Horror-, Fantasy- und Science-Fiction-Filme, sowie für Animationsfilme. 2015 ist ein weiterer Wettbewerb für europäische Kurzfilmproduktionen dazugekommen, »Europe in 16 Minutes«.

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