Harald Mühlbeyer

»Street Scene« basiert auf einem erfolgreichen Theaterstück – was man dem Film allenfalls am einheitlichen Schauplatz ansehen könnte. Was passiert, geschieht rund um den Eingangsbereich eines New Yorker Mietshauses – doch wie es passiert, das hat Vidor meisterlich in Film gegossen.

Ulrich Sonnenschein

Ich weiß nicht, warum man extrem kritisch wird, wenn Filme versuchen, den deutschen Faschismus zu thematisieren. Dann jedenfalls ist jede Ironie entweder zu zahnlos oder zu bitter, jede Handlung entweder zu banal oder zu abstrakt, jede Figurenkonstellation entweder zu oberflächlich oder zu klischeehaft. Bei Vadim Perelmans Film »Persian Lessons« stimmten allenfalls die Steinbruchszenen nicht.

Silvia Hallensleben

Immer noch zu Hause: Zweiten Tagesspiegel-Text geliefert, über drei Forums-Filme, die mit dokumentarischen Mitteln im engeren Sinn Menschenrechtsverletzungen festhalten: Clarissa Thiemes »Was bleibt Re-visited« nutzt performative lokale Eingriffe, um mit Menschen in Bosnien-Herzegowina über Gegenwart und Vergangenheit zu sprechen.

Harald Mühlbeyer

Eine Selznick-Produktion, sagt der Vorspann; »King Vidor's Duel in the Sun« postuliert er; »screen play by the producer« wird festgestellt. Dazu zwei 2nd Unit-Regisseure, und im Programmheft wird auch William Dieterle als zweiter Hauptregisseur genannt. Ob er der einzige zweite Regisseur in dieser so vielfach angeleiteten Großproduktion war? Vidor wurde zwischendurch jedenfalls gefeuert. Dennoch stellt Bert Rebhandl im Buch zur Retro fest: "»Duel in the Sun« stellt zweifellos einen Höhepunkt in King Vidors Schaffen dar".

Ulrich Sonnenschein

Das Problem bei sogenannten Biopics ist, dass man nie so genau weiß, was wahr und was erfunden ist. In Christopher Rothe »Baader« zum Beispiel stirbt Andreas Baader zum Schluß, in signifikanter Abweichung von der Wirklichkeit. Giorgio Diritti schickt nun mit »Hidden away« einen Film in den Wettbewerb, der das Leben des italienischen Künstlers Antonio Ligabue erzählt, der hier kaum jemandem bekannt ist.

Er ist seit Jahren einer der markantesten Schauspieler des deutschen Films. Und er fasziniert vor allem, wenn er die »Nicht-so-Guten« spielt. André Hennicke in der Nahaufnahme
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Unsere "steile These" des Monats März

Interview: Roy Andersson über seinen Film »Über die Unendlichkeit«

Roy Andersson ist einer der großen europäischen Auteurs. Unverwechselbar seine tiefenscharfen Tableaus, seine melancholische Farbgebung – und seine Art, das Leben zu betrachten

"Was tut sich?" mit Henner Winckler

am Do., den 19.3. in Frankfurt am Main präsentiert Henner Winckler im Kino des Deutschen Filmmuseums seinen neuen Film »Das freiwillige Jahr«, den er gemeinsam mit Ulrich Köhler realisierte. Nach dem Film führt epd-Film-Autor Ulrich Sonnenschein ein Werkstattgespräch mit Henner Winckler
Er hatte dem Horrorkino und der Science Fiction einen eigenen Stempel aufgedrückt – mit nur zwei Filmen.

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