Real Fiction Filmverleih

Im Verleih:

Das 2018 geführte Gespräch mit dem ehemaligen WDR-Filmredakteur Werner Dütsch handelt von der Leidenschaft eines Kinogängers, der daraus später einen Beruf machen konnte.
Kilian Armando Friedrich verbindet dokumentarische Unmittelbarkeit mit präzisem sozialem Blick. Sein Spielfilmdebüt zeigt, was sonst unsichtbar bleiben soll: die Erschöpfung, Würdelosigkeit und stille Gewalt einer Arbeitswelt, die nur funktioniert, solange Menschen sich selbst aufreiben. Atemlos, beklemmend, mit einer großartigen Hauptdarstellerin.
In ihrem autobiografischen Dokumentarfilmdebüt verarbeitet Daniela Magnani Hüller einen Mordversuch, den sie als 16-Jährige nur knapp überlebte. Mit einer empathischen Mischung aus Sachlichkeit und Offenheit gibt sie nicht nur Einblick in ihre persönliche Traumabewältigung, sondern zeigt gesellschaftliche und juristische Strukturen, die Femizide begünstigen.
Am Beispiel einer jungen Frau thematisiert der Spielfilm von Julia Roesler den verbreiteten sexuellen Missbrauch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Dabei geht es nicht in erster Linie um individuelle Schuldzuweisungen, sondern um die Bedingungen, die in solchen Einrichtungen sexualisierte Gewalt strukturell begünstigen.
Ein persönlicher, breit aufgestellter, bissiger und denkanregender Film zum Kino von Frauen, dem es bei aller aktuellen Dringlichkeit nur etwas an Geschichtsbewusstsein mangelt.
Das Model Masha und der Maler Misha – zwei einsame Seelen, die im Gegenüber ein ähnliches Sehnen erkennen und denen es gelingt, den Abgrund, der sie trennt, für eine Weile zu überbrücken. Behutsam beobachten Kremser und Peter die Annäherung ihrer Protagonist:innen. Die Bedeutung kreist um die starke Metapher der verletzlichen Schnecke, einer unwahrscheinlichen Existenz, die sich dennoch behauptet.
Mahdi Fleifel erzählt schonungslos und ohne jede hoffnungsvolle Perspektive eine Migrationsgeschichte. Die Hauptdarsteller verkörpern auf intensive Weise zwei Palästinenser, die sich ihren Traum von Glück mit Gewalt erfüllen wollen.
Eigenwillige historische Spurensuche in einem herrschaftlichen Sanatorium. Allzu engagierte Fragen nach den Erschöpfungsformen werden in Schach gehalten durch die Darstellung des Therapiealltags.
Ein furioser Thriller um eine (versehentliche) Koranverbrennung bei einem Filmdreh und eine Praktikantin in Nöten – grandios gespielt von Devrim Lingnau. Im vielschichtigen wie -deutigen Geflecht aus Projektionen, Vorurteilen und Paranoia spiegelt Mehmet Akif Büyükatalay treffsicher und sarkastisch Dynamiken einer gespaltenen, hysterisierten Gesellschaft.
Ein Liebesfilm für Kinder ist im Kino selten. Die Gefühle des zwölfjährigen Karl werden tatsächlich im Bild festgehalten und nicht zerredet. Das ist eine große Leistung.