Ulrich Sonnenschein

Filmkritiken von Ulrich Sonnenschein

Kammerspiel um eine der wichtigsten Fragen des Lebens: Wie komme ich zu gutem Sex? Obwohl in diesem Film um eine pensionierte Lehrerin und einen Callboy mehr gesprochen als gekuschelt wird, ist er ungeheuer erregend.
Der Verfilmung des Theaterstücks »100 m²« sieht man seinen Ursprung zwar noch an, doch die scharfen Dialoge zwischen zwei Frauen aus zwei Generationen verfangen ebenso auf der Leinwand wie auf der Bühne.
Halbdokumentarische Künstlerbiografie des Jugendstilmalers, die sich in der Inszenierung etwas zu viel vornimmt. Mal malerisch, mal analytisch und dann sogar vom Verlauf der Zeiten unabhängig, stellt sie die Frage nach der Wirkungsweise der Kunst.
Ein Film, der die Arbeitswelt humorvoll in Augenschein nimmt. Ob in Spanien oder anderswo, wo handwerklich gearbeitet wird, entsteht immer mehr als nur eine reparierte Wasserleitung.
Nach dem großen Erfolg des Buches »The Reason I Jump« von dem erst 13-jährigen Autisten Naoki Higashida, drehte Jerry Rothwell einen Dokumentarfilm über fünf nonverbale Autisten in Indien, Großbritannien, den USA und Sierra Leone und zeigt, wie falsch unsere Vorstellungen von Autismus sind.
Überraschende Dokumentation über zwei Musiker, die enger verbunden sind als man meinte. Eugen und Roger Cicero, Vater und Sohn, waren bei allen Differenzen tiefe Seelenverwandte. Im Rückblick zeigen Kai Wessel und Tina Freitag, was beide verband und welche hohen Standards sie erfüllten und werden dabei sehr emotional.
Halbfiktionaler Film über das erste große Experiment individueller Freiheit im Rahmen von Kunst und Ekstase. Vor dem historischen Hintergrund erzählt der Film die Geschichte einer Selbstermächtigung. Eine junge Mutter steigt aus ihrem Leben aus, um auf dem Monte Verita Fotografin zu werden
Eine unheilbare Krebserkrankung und die Frage, wie man damit umgeht, dass ist das Zentrum dieses Films, der alles möglich macht, doch letztlich eines eben nicht zulässt, Hoffnung
Wie entsteht eigentlich ein investigatives Polit-Magazin? Der Dokumentarfilm von Miguel Müller-Frank will eine Antwort geben, aber nicht ausformulieren
In seinem Film verarbeitet der iranisch-niederländische Filmemacher Kaweh Modiri die realen Erfahrungen seiner Mutter. Nach der Hinrichtung ihrer Tochter wird sie im Exil mit der Verräterin konfrontiert

Weitere Inhalte zu Ulrich Sonnenschein

Tipp
Andrew Dominik hat nach »One More Time With Feeling« einen weiteren Film mit und über Nick Cave gedreht. »This Much I Know to Be True« macht noch einmal auf besondere Weise deutlich, was die Quellen für Caves Musik sind.
Tipp
In der finalen vierten Staffel von »Ozark« nimmt das Gewaltniveau noch einmal zu. Marty Byrde (Jason Bateman) und seine Familie können immer noch alles verlieren, was sie sich aufgebaut haben.
Meldung
Der Wettbewerb des 43. Filmfestivals Max Ophüls Preis in Saarbrücken, das hybrid und dezentral organisiert war, schwächelte etwas. Für Ausgleich sorgten die erfindungsreichen Dokumentarfilme.
Blogeintrag
Corona bestimmt die Berlinale. Impfungen, tägliche Tests und Masken in allen Vorstellungen. Man gibt sich redliche Mühe einen internationalen Hotspot zu vermeiden und ist damit, zumindest was das Sicherheitsgefühl angeht, erfolgreich. Aber auch inhaltlich macht sich Corona bemerkbar.
Tipp
»The Harder They Fall«: ein Western, der den schwarzen Cowboys jenen Platz in der Filmgeschichte einräumt, den sie in der Realität tatsächlich hatten.
Tipp
Nach einer autobiografischen Vorlage: »Maid« bietet ungeschönte Einblicke in das Leben unterhalb der Armutsgrenze. Es spielen Andie McDowell und ihre Tochter Margaret Qualley
Tipp
»Atypical« widmet sich mit großer Sensibilität dem Alltag eines Teenagers mit Autismussymptomen, ohne auf billige Effekte zu setzen, aber dafür mit offenem Auge auch für die komischen Seiten
Meldung
Seit 70 Jahren gibt die Jury der Evangelischen Filmarbeit monatliche Filmempfehlungen heraus. Mit der Vorsitzenden Margrit Frölich sprach Ulrich Sonnenschein
Tipp
Freundliche Hinterwäldler laden zum Besuch nach Virgin River ein. Wem »Ozark« zu hart ist und wer trotzdem ländliches Leben studieren will, für den ist »Virgin River« genau das Richtige
Thema
Nach ihrem Karrierestart im Bond-Film »Stirb an einem anderen Tag« hat Rosamund Pike oft unzufriedene Ehefrauen gespielt. Das konnte schon mal ins Kriminell-Geheimnisvolle gehen wie in der Bestsellerverfilmung »Gone Girl«. Jetzt ist sie solo unterwegs – als Betrügerin in der Thrillerkomödie »I Care a Lot«