Javier Bardem

Als Schauspieler/in:

Zum dritten Mal nach »Requiem for a Dream« und »Black Swan« versetzt sich Darren Aronofsky in die verstörend subjektive Perspektive einer Frau. Doch was auf hypnotische Weise mit subtilen Irritationen beginnt, mündet am Ende in ein überspanntes Orgien-und Mysterientheater: »Mother!«
Alles beim Alten im »Pirates« …-Franchise: Irrwitz an allen Ecken und Enden, Spezialeffekte vom Allerfeinsten, Knallchargenfestpiele, Wortgefechte und Segelschiffballette. Bloß das Drehbuch stört mit disney-typischem Kitsch und misogynen Klischees. So darf es nicht weitergehen, so kann es nicht enden
Sean Penn ist fehlbesetzt als muskelbepackter Scharfschütze, der acht Jahre nach einem Attentat auf einen afrikanischen Politiker von seiner Vergangenheit eingehot wird. Pierre Morel (»96 Hours«) liefert allenfalls Actionroutine mit einem erstaunlich konfusen Plot
Ridley Scott und Cormack McCarthy sind die Architekten eines Thrillers um einen schiefgelaufenen Drogendeal, der zugleich ein Diskurs über die Fallstricke der menschlichen Existenz ist. Doch hinter der visuellen und sprachlichen Brillanz und einem imposanten Staraufgebot lauert eine innere Leere
In einem irrwitzigen Flow der Bilder schildert Terrence Malick die Liebe einer Pariserin zu einem grüblerischen Mann aus Oklahoma als Spiegel ethischer Zeitfragen. Ein forderndes, nicht immer schlüssiges Filmgedicht
Zum 50-jährigen Bond-Jubiläum präsentiert Sam Mendes keinen strahlenden 007, sondern einen Mann in der Krise. Ein ungewöhnlicher, komplexer, spannender Bond
»Biutiful« ist eine Art Remake von Kurosawas »Ikiru«. Die Geschichte eines sterbenden Mannes in einer Vorstadt von Barcelona. Handwerklich perfekt, aber schwerfällig, mit oft aufgesetzter Poesie inszeniert von Iñárritu, dem Cineasten der Misere. Was hätten James Toback oder Abel Ferrara aus dem Stoff gemacht!
»Eat Pray Love« folgt einer Frau in der Midlife-Crisis (Julia Roberts), deren Suche nach spiritueller Ausgewogenheit und nach sich selbst durch Italien, Indien und Indonesien führt. Leider gelingt es dem Film von Ryan Murphy nicht, der Geschichte den Verdacht der narzisstischen Nabelschau abzustreifen

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Er war auf der ganzen Welt unterwegs. Jetzt hat Alejandro González Iñárritu mit »Birdman« eine Komödie auf engstem Raum gedreht. In einer Einstellung. Naja, fast. Anke Sterneborg porträtiert den Regisseur