Frank Arnold
Filmkritiken von Frank Arnold
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Nach dem Tod seiner Frau macht sich ein Mann auf die 1 300-Kilometer-Reise vom äußersten Norden Großbritanniens nach Land's End an der Südwestspitze, ausschließlich mit Regionalbussen, die er als Rentner kostenlos benutzen kann. Trotz komischer Momente weniger ein Feelgoodmovie als eine dank Timothy Spall in der Hauptrolle berührende Geschichte.
Das zweite Spin-off der »Ich – einfach unverbesserlich«-Animationsfilmreihe ist ein actionbetonter Animationsfilm, der mit Tempo, witzigen Figuren, Detailreichtum und Siebziger-Jahre-Flair punktet.
1978 wird der dreizehnjährige Finn in einer amerikanischen Kleinstadt das fünfte Opfer eines Entführers. Doch die Stimmen der vor ihm entführten Jungs geben im Mut, es mit dem Serienmörder aufzunehmen. Thriller mit übernatürlichen Momenten, der alles Exploitative vermeidet, Gewalt als Teil des Alltags zeigt und dabei mit bemerkenswerten Darstellerleistungen aufwartet.
Nach einer wahren Geschichte erzählt der Film von einem japanischen Soldaten, der bis 1974 auf einer philippinischen Insel im Kriegszustand verharrt, weil er nicht glauben mag, dass der Zweite Weltkrieg längst zu Ende ist. Was als verhalten erzählte Studie in Verblendung beginnt, gerät an seine Grenzen, wenn beim zweimaligen Akt des Tötens von Zivilisten die Distanz in Gleichgültigkeit umschlägt.
Als die Familie wegen des Todes der Mutter einen Urlaub in Acapulco abbricht, bleibt ihr Sohn zurück – angeblich wegen seines vergessenen Passes, nutzt er die neue Freiheit zum Abhängen. Oder führt er in Wirklichkeit etwas im Schilde, was mit dem Familienerbe zu tun hat? Der Film lässt bis zum Ende offen, wie sein Protagonist mit dem Verbrechen, das später passiert, in Verbindung steht: für Krimifans frustrierend, gewinnbringend für Zuschauer, die Ambivalenzen aushalten können.
Porträt der jungen Äthiopierin Nardos, die als Sängerin in Clubs auftritt und hofft, mit eigenen Liedern den Durchbruch zu schaffen. Wie immer in ihren Filmen erzählt die Schweizer Dokumentaristin Heidi Specogna auf Augenhöhe der Porträtierten und fängt in Zwischenbildern zudem den Wandel in Äthiopien ein.
Im zweiten Kinofilmableger der britischen Erfolgsserie sieht sich der Adel von Downton Abbey mit einer mysteriösen Erbschaft konfrontiert, die ihn zu einem sommerlichen Trip nach Frankreich aufbrechen lässt, während sich daheim ein Filmteam einnistet. Etwas weniger dramatisch als der Vorgänger, fügt der Film neben den beiden Handlungsebenen auch die Geschichten vieler Personen zusammen, erneut zwischen Nostalgie und Ironie changierend.
Höchst gelungener Dokumentarfilm über die Schriftstellerin Patricia Highsmith, deren psychologische Kriminalromane vielfach verfilmt wurden, die aber eine lesbische Liebesgeschichte 1953 nur unter Pseudonym veröffentlichen konnte. Drei ihrer Lebensgefährtinnen kommen hier zu Wort, neben Highsmith selber in Interviews und mit Äußerungen aus ihrem erst kürzlich veröffentlichten Tage- und Notizbüchern.
Ein Gangsterquintett sieht sich nach dem Scheitern ihres großen Coups mit einem Resozialisierungsprogramm konfrontiert und der Frage: wollen sie überhaupt zu Guten werden? Temporeicher Animationsfilm, gespickt mit popkulturellen Referenzen.
Drei Frauen und ein Mann, die mit Hilfe der Kindertransporte 1939 Zuflucht vor den Nazis in Schweden fanden, berichten über die Trennung von ihren Eltern und den Erfahrungen in der neuen Heimat. Ein eindringlicher Dokumentarfilm, konzentriert erzählt, der an ein verdrängtes Kapitel der Zeitgeschichte erinnert.
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Meldung
Blutige Vergnügen: In sieben Großstädten fanden wieder die Fantasy Film Fest Nights statt.
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7 Kilo Bond in der »No Time to Die« Edition. Noch in diesem Jahr soll wieder gedreht werden. Mit Aaron Taylor Johnson? Bis dahin: Nostalgie!
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Die nun in einer Box veröffentlichten Filme von Hong Sang-soo kreisen immer wieder um den schöpferischen Prozess selbst.
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Hollywoodreifer Ausbruch: Der Klassiker »Gesprengte Ketten« (The Great Escape) von John Sturges als Mediabook.
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Der Funktionär: Untersuchungen zum Fall Alfred Bauer.
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Staunenswerter Exzess : Francis Ford Coppolas geschmähtes Musical »One from the Heart« hat eine zweite Chance verdient.
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Ungewohntes Terrain: Der für gewalttätige Filme bekannte Sam Peckinpah zeigte mit »Junior Bonner«, dass er auch die emotionale Ebene beherrschte.
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