Der Baader Meinhof Komplex (2008)

Die Geschichte der RAF, nacherzählt in ihren actionreichen Momenten: vom Schahbesuch bis hin zur Ermordung von Hanns Martin Schleyer haben Regisseur Uli Edel und Produzent Bernd Eichinger keinen Moment auslassen wollen, der sich effektvoll inszenieren lässt. Herausgekommen ist mit »Der Baader Meinhof Komplex« ein zwar unideologischer, aber auch nahezu ideenloser Film.

In den besten Händen (2021)

Im Chaos einer Notaufnahme treffen ein Gelbwesten-Demonstrant und eine wohlsituierte Zeichnerin aufeinander: In einem Wahnsinnstempo thematisiert Catherine Corsini Pflegenotstand und die Spaltung der Gesellschaft.

Vater – Otac (2020)

Ein Vater aus ärmlichen Verhältnissen macht sich zu Fuß auf den Weg ins 300 Kilometer entfernte Belgrad, um für das Sorgerecht für seine Kinder zu kämpfen. Mit berstender Ruhe inszeniert Srdan Golubović diesen Roadtrip, in dem Goran Bogdan als schweigsamer, stoischer Held glänzt.

Doch das Böse gibt es nicht (2020)

In vier lose miteinander verbundenen Episoden dekliniert Mohhamad Rasulof (»Manuscripts Dont Burn, »A Man of Integrity«) das Tabuthema der Todesstrafe in seiner iranischen Heimat durch. Nicht Verurteilte, sondern Vollstrecker stehen im Mittelpunkt. Ihre ethischen Konflikte verhandelt der Drehbuchautor und Regisseur schillernd und nuancenreich

The Painted Bird (2019)

Die Odyssee eines jüdischen Jungen durch feindlich gesinnte Dörfer Osteuropas während der Nazibesetzung als dreistündiges Gewaltepos in brillanten Schwarzweißbildern ist eine höchst streitbare Zumutung. Aber eine, die Auseinandersetzung verdient

The Innocents (2021)

Schlicht und schrecklich ist dieser Horrorfilm aus dem Hohen Norden, angesiedelt in einer von den Sommerferien nahezu entleerten Hochhaussiedlung und kreisend um vier Außenseiter-Kinder, die sich mit einer grausamen Macht einlassen. Unschuldig ist am Ende keiner mehr.

Fantasy Film Fest White Nights 2024

Nach dem Festival ist vor dem Festival: auch 2024 beginnt das Kinojahr für Freunde des fantastischen Films nicht nur mit einem Werk aus der Horrorschmiede von Blumhouse (»Night Swim«), sondern in sieben Großstädten mit den 'Fantasy Film Fest White Nights', die nach zweijähriger coronabedingter Pause seit dem vergangenen Jahr wieder stattfinden.

Africa Alive

Frankfurt, 1.–27.2. – Afrika ist ein Kontinent, dessen künstlerische und kulturelle Vielfalt dem europäischen Publikum bis heute weitgehend unbekannt ist. Seit 30 Jahren bemüht sich das Festival, das mit einem umfangreichen Filmprogramm, flankiert von Lesungen, Konzerten und Ausstellungen, zu ändern.

Kinotour »Die Ausstattung der Welt«

Deutschlandweit, 1.–18.2. – Robert Bramkamp und Susanne Weirich porträtieren mit dem Fundus Studio Babelsberg, FTA Props in Hamburg und dem Requisitenfundus Delikatessen Berlin drei Institutionen, die sich auf den Verleih von Filmrequisiten für Dreharbeiten spezialisiert haben: eine filmische Annäherung an die Katalogisierungslogik der bis zu 100 000 Objekte umfassenden Sammlungen, eine Suche nach besonderen Schätzen im Fundus und ein Porträt der Spezialist*innen, die all das verwalten. Die Schwarze Aktivistin, Schauspielerin und Komikerin Thelma Buabeng entdeckt zudem als (fiktive) Doktorandin der Postcolonial Studies einen parallelen Ding-Alltag afrikanischer Objekte. Das Regieteam ist im Februar auf Kinotour.

Berlinale

Berlin, 15.–25.2. – Mit der 74. Berlinale verabschiedet sich das Leitungsduo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian nach fünfjähriger Amtszeit. Den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk erhält in diesem Jahr Martin Scorsese. Die Berlinale Kamera würdigt den deutschen Regisseur Edgar Reiz.

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