Tim Lindemann

Filmkritiken von Tim Lindemann

Nacherzählung der wahren Geschichte eines Paares, dessen Boot auf hoher See in einen Hurrikan gerät und kentert. »Die Farbe des Horizonts« ist ein visuell ansprechendes, aber ultra-kitschiges »Boat Movie«
Zwei Schwestern reisen durch Europa, einer mysteriösen Destination entgegen: Sanft morbides Mystery-Drama, das erzählerische Schwächen durch eine dichte Stimmung wieder ausgleicht
Etwas überfrachtetes, aber durchaus unterhaltsames Superhelden-Spektakel, das vor allem durch die Einführung eines überzeugenden Bösewichts glänzt: »Avengers 3: Infinity War«
Teenager-Sex-Komödie um die Mitglieder einer Mädchenclique, die nach dem Abschlussball alle ihr Erstes Mal erleben wollen – ihre Eltern versuchen das mit allen Mitteln zu verhindern. Neben üblichen Versatzstücken weist »Der Sex Pakt« auch ein paar frische Ideen auf
Eine junge Frau wird aus fadenscheinigen Gründen in eine Klinik eingewiesen: Trotz überzeugender Hauptdarstellerin funktioniert Steven Soderberghs schludriger Thriller »Unsane« weder inhaltlich noch visuell
Schwarze Komödie um die Intrigen und Ränkespiele im Nachhall von Stalins Tod im Jahr 1953. Das grandiose Casting (Steve Buscemi, Jason Isaacs, Jeffrey Tambor, Rupert Friend, Simon Russell Beale, Andrea Riseborough) ist die größte Stärke von »The Death of Stalin«
Ein hochgradig unterhaltsamer, handwerklich perfekter Blockbuster, der sich vor einer politischen Haltung nicht drückt und trotzdem nicht fehl am Platz in seinem Franchise wirkt
Biederer Psychothriller, der innovationsarm mit dem bekannten Doppelgängermotiv spielt. Auch hochkarätig besetzte Nebenrollen retten »Freddy/Eddy« nicht vor seinem unglaubwürdigen Plot
Klamaukige Fortsetzung des Films von 1995, in dem vier Highschool-Schüler in ein Videospiel versetzt werden und dort in die Körper ihrer klischeehaften Avatare schlüpfen
In Yorgos Lanthimos' neuem Film »The Killing of a Sacred Deer« wird ein berühmter Herzchirurg vor ein grausames Dilemma gestellt... Düstere Horrorgroteske des griechischen Regisseurs, der meisterhaft eine schwer greifbare Stimmung zwischen übernatürlichem Schrecken und staubtrockenem Humor heraufbeschwört

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Lynne Ramsay gilt als eine der talentiertesten Regisseurinnen der Gegenwart, aber ihre noch kurze Filmografie ist unter anderem ein Beleg dafür, dass es Frauen noch immer schwerer haben, ihre Filme realisiert und finanziert zu bekommen
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Alex Garlands »Auslöschung« ist großes Kino, läuft bei uns aber nur auf Netflix. Der gelungenen Verfilmung des Jeff-VanderMeer-Romans tut das keinen Abbruch – nicht zuletzt dank seiner starken Frauenrollen
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Michael Stuhlbarg spielt in gleich drei der in diesem Jahr für den »Besten Film« nominierten Oscar-Kandidaten – ohne selbst eine Nominierung zu erhalten. Und das obwohl sein Auftritt in Luca Guadagninos »Call Me by Your Name« zu den Kinoereignissen des Jahres gehört
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Ausgerechnet mit der ­Darstellung der sozialen ­Netzwerke und damit ­eines der wichtigsten Alltags­phänomene des ­modernen Lebens hat das Kino so seine Schwierigkeiten, wie die Verfilmung von Dave Eggers' Erfolgsroman »The Circle« erneut belegt. Tim Lindemann über das schwierige Verhältnis von Film, Screen und Monitor