28. Schwule Filmtage

Mannheim, 1.–7.2. – Die Schwulen Filmtage kuratieren die aus ihrer Sicht acht besten schwulen Filme der letzten beiden Jahre zu einer genreübergreifenden internationalen Auswahl. Themen aus spezifisch homosexuellen Lebenswelten stehen dabei im Mittelpunkt, die Filme erzählen aber auch universal gültige Geschichten über Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht und Verlust.

Woche der Kritik

Berlin, 14.–22.2.24 – Während der Berlinale lädt der Verband der deutschen Filmkritik zur 10. Woche der Kritik ein, um gemeinsam über Filme, Kritik und das Kino als kulturellen Raum nachzudenken. Ein internationales Filmprogramm dient als Ausgangspunkt für Diskussionen. Die Konferenz am 14.2. widmet sich dem Themenschwerpunkt »Filmemachen um jeden Preis? – Kino, Kritik, Klimakrise«.
Dominik Graf, Hans-Christian Schmid, Andreas Dresen und Julia von Heinz erinnern sich an prägende Filme, Trends und Ereignisse der letzten vier Jahrzehnte.
Gerhard Midding

Wenn wir epd-Film-Autoren im Dezember nach unserer Lieblingsserie des zu Ende gehenden Jahres gefragt werden, muss ich regelmäßig passen. Anscheinend bin ich gegen den Serien-Hype immun. Ich bewundere natürlich die Kolleginnen und Kollegen, die immer den letzten und allerletzten Schrei kennen. Woher nehmen die nur die Zeit für all die Staffeln, die unbedingt gesehen werden wollen?

Rivale (2020)

Nach dem Tod der Großmutter kommt der neunjährige Roman aus der Ukraine nach Deutschland, wo seine Mutter als Pflegerin illegal für den Rentner Gert arbeitet. Marcus Lenz erzählt mit Psychothriller-Anleihen von den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens, von Mutterliebe und davon, Grenzen zu überwinden.

A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe (2022)

Eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte zwischen einer gereiften Dame und einem linkischen Jungen erzählt Nicolette Krebitz in ihrem vierten Film auf so schwebend verspielte und poetische Weise, dass sich irdische Fragen nach der Wahrscheinlichkeit gar nicht erst stellen.

Oray (2019)

Weil er die Scheidungsformel »talaq« auf die Mailbox seiner Frau brüllt, muss der gläubige Muslim Oray drei Monate getrennt von ihr leben. Mit seinem starken Debüt gelingt Akif Büyükatalays ein sozialrealistisches Kino der Zwischentöne, fernab vom Culture-Clash- oder Problemfilm-Duktus.

The Wolf of Wall Street (2013)

Martin Scorseses Film »The Wolf of Wall Street« über die zwielichtige Karriere des Aktienhändlers Jordan Belfort ist weniger ein Film über die Verfehlungen der Wall Street als darüber, was man mit viel Geld machen kann: das Leben in einen Drogenrausch verwandeln, mit allen Konsequenzen.
Gerhard Midding

Als die Deutsche Kinemathek am vergangenen Dienstag bekanntgab, welchen neuen Standort sie in einem Jahr beziehen wird, fiel die Nachricht einem bemerkenswerten Verdrängungswettbewerb zum Opfer. Auch ein endlich gelüftetes Geheimnis, über das in Berlin und anderswo eifrig gerätselt wurde, ist nicht dagegen gefeit, von der Meldung der Oscar-Nominierungen überschattet werden.

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