Der Großteil deutscher Filme ist vom Zerfall bedroht oder im Kino nicht mehr spielbar. Es müsste digitalisiert werden.

Made in EU

Stephan Komandarevs filmischer Blick auf den Ausbruch der Pandemie in Bulgarien zeigt das toxische Wirken postsozialistischer Seilschaften.

Sundance Festival 2026: Zwischen Wehmut und Aufbruch

Sundance 2026 setzt trotz Krise des Independent-Kinos eindrucksvolle Akzente: starke Coming-of-Age- und Queer-Filme, leichtere Genrearbeiten und formal kühne Dokus zeigen die Vielfalt einer suchenden Branche.

arte Mediathek: »Disco Boy«

Auf den Spuren von »Beau Travail« und »Apocalypse Now« erzählt Giacomo Abbruzzeses Spielfilmdebüt von einem Weißrussen, der als Fremdenlegionär in den Konflikt im Nigerdelta gerät.
Sabine Horst

Wie jetzt – keine schlechten Nachrichten, keine Krise, keine aus dem Ruder laufende Politdebatte im Vorfeld? Tricia Tuttle, Berlinale-Intendantin seit April 2024, hat Ruhe ins Spiel gebracht. Sie setze auf »Evolution«, nicht Revolution, sagte sie kürzlich dem »Tagesspiegel«. Am Donnerstag steuert sie den »Ozeandampfer«, wie sie das weltgrößte Publikumsfestival nennt, zum zweiten Mal aufs offene Meer.

Souleymans Geschichte

Der preisgekrönte Sozialthriller über einen afrikanischen sans-papiers, der als Essensauslieferer in Paris arbeitet und auf politisches Asyl hofft, besticht sowohl als dokumentarische Betrachtung der Schattenwirtschaft des Fahrradkuriergeschäfts und als berührendes Charakterporträt.

Film des Monats Februar: »Souleymans Geschichte«

48 Stunden vor der Asylanhörung: Ein junger Mann aus Guinea kämpft in Paris als illegaler Lieferfahrer ums Überleben. Ein intensiver, fast dokumentarischer Film über Migration, Ausbeutung und Würde.

Dust Bunny

Das Regiedebüt des Drehbuchautoren Bryan Fuller ist ein überbordend prächtig ausgestatteter und vor visuellen Ideen nur so strotzender Genre-Hybrid, der Kinderfantasie und Horroralptraum mit Tim Burton-Morbidität, Wes Anderson-Phantasie, Anders Thomas Jensen-Absurdität und Stephen Spielberg-Nostalgie verschmilzt.
Gerhard Midding

In der Epoche, die man früher einmal das Goldene Zeitalter der Filmmusik nannte, muss ein ungeheures Gemeinschaftsgefühl geherrscht haben. Zwar waren die Komponisten durchaus Konkurrenten, aber zugleich freundschaftlich verbunden. Selbst Arnold Schönberg und Erich Wolfgang Korngold, die in Wien wohl kein Wort miteinander gewechselt hätten, tauschten sich in Los Angeles rege aus.

"Wuthering Heights" – Sturmhöhe

»Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten« als schillernd düstere Märchenfantasie: Zusammen mit Margot Robbie und Jacob Elordi dockt Emerald Fennell in ihrer Version von Emily Brontës viktorianischem Klassiker mit überwältigenden Schauwerten an den jugendlichen Überschwang der Gefühle an.

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