Harald Mühlbeyer

The Black Pirate von Douglas Fairbanks: Der Film wurde 1926 im Technicolor II-Verfahren gedreht. Das bedeutet: In die Farbkamera war ein Strahlenteiler eingebaut, der das Licht in zwei Teilbilder auftrennte, die durch Farbfilter je einem Farbspektrum zugeordnet waren.

Ulrich Sonnenschein

Die Diskussion ist alt und scheidet sich immer noch an der Frage des Authentischen. Will man Filme in der Originalsprache mit Untertiteln sehen oder lieber in der Synchronfassung? Während die eine Seite argumentiert, die Sprache gehöre fraglos zum Klang eines Landes und ein deutsch sprechender Chinese sei ebenso absurd wie ein miauender Hund, sagen die anderen, dass man einen Film mit ausgefallenen Bildern gar nicht wirklich genießen könne, wenn man dauernd lesen muss.

Gerhard Midding

Wenn ich die Berlinale wäre, würde ich auch alljährlich Menschen auszeichnen, die mir nahe stehen. Da "Midding Kamera" längst nicht so gut klingt, wie "Berlinale Kamera", würde ich es wohl doch bei einem Essen auf Festivalkosten belassen. Womit wir beim Thema wären. Bereits am 8. Februar fand ein epochales Ereignis statt, das zwar von der Filmkritik sträflich unbeachtet blieb, dafür jedoch angemessen gewürdigt wurde in journalistischen Sparten, die über den Tellerrand hinaus zu blicken wissen: Carlo Petrini und Alice Waters, ihres Zeichens Präsident bzw.

Rudolf Worschech

Die Lichter zucken, die Musik wummert. Am frühen Morgen, vielleicht so um halb fünf, tanzt eine junge Frau in einem Berliner Club, etwas verloren, versucht, den Barkeeper in ein Gespräch zu verwickeln. Als sie die Treppen nach oben geht, trifft sie auf vier Jungs, ohne Geld, die nicht in den Club hineingekommen sind, und ein aberwitziger Trip durch den frühen Morgen beginnt. Das ist der Anfang von Sebastian Schippers »Victoria«.

Rudolf Worschech

Ricciarelli blickt mit »Im Labyrinth des Schweigens« auf die – fiktive - Vorgeschichte des ersten Auschwitz-Prozesses (1963-1965) in Frankfurt zurück. Der junge Staatsanwalt Johann Radmann, dargestellt von Alexander Fehling, eigentlich für Verkehrsdelikte zuständig, ermittelt gegen Wachleute des Konzentrationslagers Auschwitz. Er stößt auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung, nur der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss), unterstützt ihn.

Silvia Hallensleben

Ich muss bekennen, dass es dieses Jahr bisher mit mir und dem Bloggen nicht so gut lief. Das soll sich ab heute ändern. Einfach zu viel Arbeit bisher. So habe ich es bisher überhaupt erst einmal an den Potsdamer Platz geschafft. Und wieder (ich wiederhole mich) mit einem Videostream gekämpft, der nach dem Abspulen von zehn Sekunden Film zur Erholung erst einmal zehn Sekunde Pause machen muss. Ein Gefühl für den Filmrhytmus lässt sich so schwer bekommen. Außerdem braucht man drei Stunden, um auf die Art einen 90-Minüter zu sehen.

Sabine Horst

Warum sind die Zuschauer so süchtig nach Serien? "Es sind die Figuren, die einem ans Herz wachsen," meint der deutsche Regisseur Edward Berger. "Man hat Zeit, ein Riesenepos zu erzählen, einen Kosmos aufzumachen". Gute Serien erzeugten beim Zuschauer einen ähnlichen Effekt, wie ihn Kids beim Computerspiel erleben – das fiktive Universum absorbiert den Rezipienten oder User völlig.

Harald Mühlbeyer

Es wallet und siedet und brauset und zischt, das Wasser, in dem sich die gequälte amerikanische Seele spiegelt: Der Kriegsheimkehrer, der alles verloren hat, der auf die falschen Frauen gesetzt hat und nun obsessiv ein spinnertes Ziel verfolgt. Einmal spielt James Stewart diesen neurotisch Traumatisierten, einmal Joseph Cotton – immer am Wildwasser entlang entfaltet sich die Handlung von The Naked Spur (Nackte Gewalt, Anthony Mann 1953) respektive Niagara (Henry Hathaway 1953).

 

Ulrich Sonnenschein

Als wir träumten, der Wettbewerbsbeitrag von Andreas Dresen ist gerade vorbei. Etwas betreten, aber nicht übellaunig wandert die Masse der Journalisten die Treppe hinunter. Kaum jemand sagt ein Wort. Es war ein wuchtiger Film, laut, wild und kompromisslos, so ganz anders als die letzten Filme von Andreas Dresen. Und es ist mal wieder eine Romanverfilmung. Autor Clemens Meyer kommt sogar in einer winzigen Nebenrolle als Polizist vor. Dann sagt ein Kollege, dessen Meinung ich sonst sehr schätze, „Was für ein Mist.

Serien-Tipp: »The Returned«

In einem kleinen alpinen Bergdorf in Frankreich kehren vor Jahren verstorbene Menschen nach Hause zurück. Optisch unverändert und ohne Erinnerung an ihren Tod fordern die Rückkehrer ihren Platz in der Welt der Lebenden ein... Die französische Serie gibt es jetzt auf DVD/BluRay

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