Jannik Schümann

Als Schauspieler/in:

Tim Trachtes ambitionierter Versuch, den Bestseller von Jessica Koch als tragische Liebesgeschichte auf die große Leinwand zu bringen, überzeugt nur in Ansätzen
Die Ehefrau eines britischen Besatzungsoffiziers und ein Deutscher verlieben sich wenige Monate nach Kriegsende 1945: »The Aftermath« birgt eine spannende Konstellation in sich, ist in der Umsetzung aber leider recht zerfahren, oberflächlich und mehr Soap denn großes Historiendrama
Alicia Vikander als Biomathematikerin, James McAvoy als MI6-Agent James: Wissenschaft und Glaube, verknüpft durch die Liebe, in einem Film, der rastlos durch die Welt springt, und darüber die Zeit für die Wege verliert: »Grenzenlos«
Die vierte Adaption von Ödön von Horvàths Faschismusparabel verlegt das Geschehen in eine dystopische Welt von Elitezöglingen – und ist mit ihren Teeniefilmklischees leider mehr wirr als aufklärerisch: »Jugend ohne Gott«
Von einigen Einschränkungen abgesehen, gelingt Jakob M. Erwa mit seiner stilsicheren Steinhöfel-Adaption »Die Mitte der Welt« ein großer Wurf
Klug verschachtelter Film über Cybermobbing, über Liebe, Freundschaft, Verlust und die Verbindung zwischen virtuellem und realem Leid. Das Klischee der unmoralischen Jugendlichen löst sich nicht zuletzt in der komplexen Geschichte von »LenaLove« auf
Gelangweilte Teenager, die mit der Liebe spielen: Gregor Schnitzler hat mit Juli Zehs Roman eine weitere Geschichte jugendlicher Initiation verfilmt. Aus der weitgehend blutleeren Versuchsanordnung sticht nur Michelle Barthel hervor.