Ulrich Tukur

Als Schauspieler/in:

Im roten Doppeldecker geht es über skurrile Menschen und pittoreske Orte zum späten Glück: Unter der Regie von Florian Gallenberger lässt sich Elmar Wepper in diesem sinnlich verspielten Feelgood-Road-Movie ein weiteres Mal von einem jungen Mädchen aus dem bayerischen Altersgrant rauslocken und zum besseren Leben verführen
Akin widmet sich dem Thema NSU-Morde allein aus der Perspektive einer Opferangehörigen, vertritt diese reduzierte Herangehensweise in »Aus dem Nichts« jedoch mit großer emotionaler und filmemacherischer Klarheit
»Gleißendes Glück« ist eine weitere Literaturverfilmung von Sven Taddicken, die die Verflechtungen einer unglücklichen Ehe erkundet und sich der Frage nach dem Glück als solchem stellt
Anne Villacèque entwickelt mit Bedacht ihre Geschichte über die Freundschaft zweier gestandener Ehepaare, die plötzlich vor einer Zerreißprobe steht. Ohne viel Worte, entsteht ein Krisenszenario, das unter die Haut geht
»Kir Royal« in Berlin. Mit Bully Herbig in den Fußstapfen von Franz Xaver Kroetz. Aus Helmut Dietls Hauptstadtfilm ist ein Komö- dienstadl geworden – im Mittelpunkt: der Berliner Politzirkus
In Texas stellt ein deutscher Headhunter einem amerikanischen Topmanager nach. »Houston« ist ein nüchternes Drama über eine gescheiterte Exis­tenz mit einem bravourösen Ulrich Tukur
Caroline Links Vater-Sohn-Drama »Exit Marrakech« macht den Schauplatz Marokko zu einem eigenständigen Protagonisten und besticht trotz ein paar Schwächen mit seiner ungewöhnlichen Aufmerksamkeit und Offenheit
Sein dickster Fang, ein schiffbrüchiges Schwein, bringt den palästinensischen Helden in Sylvain Estibals Komödie in größte Not. Um das verbotene Tier loszuwerden, wendet er sich ausgerechnet an eine jüdische Siedlerin
Das Gulagdrama schildert das Schicksal der Professorin Evgenia Ginzburg, die 1937 in sibirische Lager deportiert wurde und mit dem deutschen Lagerarzt einen Helfer im Überlebenskampf fand. Trotz Emily Watson eindrucksvoller Präsenz wird diese bewegende Geschichte allzu anekdotisch und eindimensional geschildert, um dem historischen Verbrechen gerecht zu werden
Wolfgang Panzer verfilmt Thomas Hürlimanns Romanvorlage als politische Soap-Opera, die selbst Bruno Ganz mit seinem routinierten schauspielerischen Führungsstil nicht retten kann

Stimme bei:

Eine wundervolle Hommage an Tomi Ungerer, der den Film mit seiner Erzählerstimme adelt. In der Zwiesprache von Regisseur und Autor ist das Bilderbuch um einige Erzählstränge erweitert worden und das Resultat ist ein Ungerer-Schesch-Film, der seinesgleichen sucht

Weitere Inhalte zu Ulrich Tukur

Tipp
am 5. und 7.11. im ZDF und in der Mediathek
Thema
Mit dem deutschen Widerstand beschäftigt sich das Kino selten. Jetzt hat Oliver Hirschbiegel die Geschichte des Einzelkämpfers Georg Elser neu verfilmt. Ein Überblick von Rudolf Worschech
Tipp
Am 3.4. um 20.15 Uhr läuft in der ARD das 165 Minuten lange Biopic »Grzimek«, eines der großen TV-Events dieses Frühjahrs. Parallel dazu erscheint der Film auch auf DVD