Jannek Suhr

Filmkritiken von Jannek Suhr

Aylin Tezel erzählt in ihrem Debüt als Regisseurin und Drehbuchautorin melancholisch aber authentisch von der Generation der heute Mitte/Ende Dreißigjährigen und der Suche nach Liebe sowie dem richtigen Platz im Leben.
Trotz ein paar Makel ein gelungenes Prequel zur »Tribute von Panem«-Reihe, das brutaler und düsterer daherkommt als die Ursprungsserie und sich noch stärker mit den Mechanismen von Macht und Gewalt auseinandersetzt.
Die Geschichte um ein vernachlässigtes Mädchen, das während eines Sommeraufenthalts bei Verwandten ungeahnte Fürsorge erfährt, kommt einfach und unspektakulär daher und ist gerade deswegen berührend.
Birgit Möller erzählt in ihrer skurrilen Tragikomödie von den Schwierigkeiten der Selbstfindung und inszeniert die Parallelwelt im Kopf von Hauptfigur Franky als schräge Hotel-Szenerie. Die unterschiedlichen Ideen und Handlungen sind nicht durchweg schlüssig, aber sehr erfrischend und haben in Lena Urzendowsky eine starke Hauptdarstellerin.
Mit wenig Budget und viel Kreativität erzählen die Independent-Filmemacher Justin Benson und Aaron Moorhead von zwei Freunden, die in die Welt obskurer Verschwörungstheorien geraten. Gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit den Mitteln des Low-Budget-Films, bei der die tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema etwas zurückstecken muss.
Eine aufwühlende Dokumentation über die Konflikte in Uganda und den Prozess gegen Dominic Ongwen, der sich als erster ehemaliger Kindersoldat vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verantworten musste. Der Film stellt hochkomplexe Fragen und macht die Notwendigkeit deutlich, mehr über die Geschichte und Kultur eines solchen Landes zu wissen.
Barry Allen alias The Flash versucht per Zeitreise die Vergangenheit zu ändern und erschafft dabei eine neue Zeitlinie. Vor der Neuauflage des DC-Universums unter James Gunn gelingt noch einmal eine kreative und humorvolle Abhandlung über das »alte« Multiversum, bei der auch die emotionalen Anteile glaubhaft zur Geltung kommen.

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Meldung
Auf einer Pressekonferenz am 28.9. wurden die Nominierten sowie erste Preisträger für den 31. Hessischen Film- und Kinopreis 2020 bekannt gegeben. Aufgrund der Corona Pandemie muss die Preisverleihung in diesem Jahr allerdings in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden
Tipp
Online, 26. bis 28. August – Zum nunmehr sechsten Mal veranstaltet die Musicboard Berlin GmbH das Pop-Kultur Festival, welches mit Konzerten, Ausstellungen, Installationen, Talks und Filmen versucht, Popkultur in möglichst internationaler und diverser Form zu präsentieren