Sabine Timoteo

Drehbuchautor/in von:

Philip Grönings Beinah-Inzest-Drama »Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot« über ein Geschwisterpaar im Abitursalter zwischen Heidegger und Waldsee erweist sich als eher sperrig und verkopft

Als Schauspieler/in:

Im Österreich der späten 50er Jahre reibt sich ein Zwölfjähriger erst am strengen Patriarchat seines Vaters, dann am Diktat eines katholischen Internats. Schrill-schräge, gleichwohl mit großem Aufwand produzierte Adaption von André Hellers autobiografisch gefärbtem gleichnamigen Buch »Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein«
Schmerz und Trauer über den Abschied von den Eltern hat Kerstin Polte in ihrem Spielfilmdebüt »Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?« in einen verspielt skurrilen Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt verwandelt, in ein Road Movie mit deutlichen Anleihen bei klassischen Feelgood-Dramen
Der 10-jährige Matti fädelt für die Familie mittels eines Lügengespinsts Traumferien in Finnland ein. Verfilmung des erfolgreichen Kinderromans von Salah Naoura
Von einigen Einschränkungen abgesehen, gelingt Jakob M. Erwa mit seiner stilsicheren Steinhöfel-Adaption »Die Mitte der Welt« ein großer Wurf
In Italien, dem einstigen Traumziel der Ökoaussteiger, kämpft Gelsominas Familie mit ihrer Bienenzucht gegen den Ruin. Alice Rohrwachers Tragikomödie »Land der Wunder« geht mit poetischer Wiederverzauberung gegen die Krise an
Ein etwas anderer Superheldenfilm. Ein Rettungsschwimmer zieht am Praia do futuro einen deutschen Motorradfahrer aus dem Meer und verliebt sich in ihn. Der brasilianische Filmemacher Karim Aïnouz erzählt in verführerischen Auslassungen eine Geschichte von Freundschaft und Liebe
Eine junge Prostituierte trifft auf einen antriebsloser und tölpelhafter Jüngling. Die beiden begegnen sich im winterlich-eisigen Berlin und begeben sich in Philip Grönings exaltiertem Road Movie auf eine Reise über Duisburg nach Paris
Der Film schildert das Aufeinandertreffen einer Touristin, eines afrikanischen Flüchtlings und eines Polizisten am Kanarischen Inselstrand; psychologisierend, aber mit interessanten Abweichungen im Gut-Böse-Schema und mit fabelhaften Schauspielern
Eine introvertierte Grenzgängerin, die sich selbst in sexuellen Begegnungen mit hässlichen fremden Männern sucht. Sandra Hüller als einsame Tagträumerin in einem surrealen Liebesfilm