Concorde Filmverleih

Im Verleih:

Ein neues unwirtliches Kapitel der Exerzitien des Lars von Trier. Dieses Mal folgt er den Spuren eines Serienkillers, der seine hässlichen Taten als schöne Kunst zelebriert: »The House That Jack Built«
Der altmodische U-Boot-Thriller straft seinen martialischen Titel »Hunter Killer« durchaus Lügen: Suspense bezieht das Tauziehen zwischen US-Marines und putschierenden russischen Militärs aus dem Ringen um Vertrauen und Deeskalation. Eine ungewöhnliche Rolle für Gerard Butler – und ein letzter, wehmütiger Auftritt des verstorbenen Michael Nyquist
Nach Jahrzehnten endlich vollendet: Terry Gilliams Film »The Man who killed Don Quixote« um den Ritter von der traurigen Gestalt. Furios zwischen den Zeitebenen springend sind doch gerade die Randfiguren ungelungen
Eine gewissenhafte Familienrichterin (Emma Thompson) muss entscheiden, ob ein leukämiekranker 17-Jähriger gegen die religiöse Überzeugung seiner Eltern eine lebensrettende Bluttransfusion erhalten soll. Geschickt verwebt Richard Eyre in seiner Ian-McEwan-Verfilmung »Kindeswohl« den juristischen Konflikt mit der Studie einer Ehekrise: eine sehr britische Reflexion über Wahrheit, Würde und Empfindsamkeit
Das Kunstprojekt eines Fotografen, für das sich normannische Dörfler ausziehen sollen, liefert den Anlass für eine unterhaltsame, angesichts der vielen Facetten des Problems allerdings auch etwas verzettelte Tragikomödie über die Nöte der Landwirte: »Ein Dorf zieht blank«
Jodie Foster als Krankenschwester, die verletzte Verbrecher zusammenflickt; eine Nacht, in der die Lage in dem Untergrundkrankenhaus unter den zwielichtigen Gästen eskaliert: Drew Pearces dystopisches Debüt »Hotel Artemis« ist gewollt cooler B-Movie-Trash
An Spaniens Kinokassen traf Javier Fessers Komödie »Wir sind Champions« über den überheblichen Basketballcoach Marco, der einen bunten Trupp geistig Behinderter trainieren soll, offenbar einen Nerv. Die flotte Hymne auf Außenseiter mit unverhofften Talenten transportiert eine unkomplizierte Botschaft von Würde und Gemeinschaftssinn (nicht von ungefähr nennt sich die Mannschaft »Amigos«) und findet sogar Raum für Zwischentöne
Einen grausamen ökonomischen und seelischen Sadomasochismus konstatiert Oskar Roehler in einem rheinländischen Villen-Vorort, wo eine schreckliche deutsche Bourgeoisie, dubiose Immigranten und ausgebeutete Schwarzarbeiter aufeinandertreffen. Roehler gelingt mit »HERRliche Zeiten« so etwas wie Satire-Noir
Lange Jahre kämpfte Rupert Everett darum, sein Herzensprojekt als Regisseur und Drehbuchautor auf die Leinwand zu bringen. Seine Unerfahrenheit in beiden Bereichen ist dem Film über die letzten Jahre Oscar Wildes anzumerken, wird aber durch seine Leidenschaft für die Geschichte und den Protagonisten aufgehoben.
Eine komplexbeladene, aber ehrgeizige IT-Angestellte glaubt, sich in eine unwiderstehliche Schönheit verwandelt zu haben. Die Komödie »I Feel Pretty« mit vielen Spiegelblicken, aber leider wenig Chemie zwischen den Darstellern bietet der munteren Komikerin eigentlich eine Paraderolle, bleibt aber sträflich outside Amy Schumer