Eldorado

Das Thema Flüchtlingsströme vernetzt Markus Imhoof mit seinem Kinderblick auf ein italienisches Flüchtlingsmädchen, das seine Familie 1945 aufnahm: »Eldorado«

Early Man – Steinzeit bereit

Der jüngste Plastillin-Animationsspaß der britischen Firma Aardman ist als Geschichte etwas schlicht ausgefallen, weiß aber wieder durch liebevolle Details zu begeistern

Djam

Ein Film über die gegenwärtige Krise in Griechenland und über eine große Musiktradition, den Rembetiko. Beides verbindet Regisseur Gatlif in »Djam« zu einer Klage, die an vielen Stellen etwas zu abstrakt bleibt

Blanka

Nah an der Realität: In Manila findet Blanka, das obdachlose Mädchen mit der schönen Stimme, ihr kleines Glück, indem sie sich dem blinden Musiker Peter anschließt

A Beautiful Day

Joaquin Phoenix nimmt es als brütender Profikiller mit einem Pädophilen-Ring auf: »A Beautiful Day« ist weniger ein typischer Genre-Film als eine meisterhaft inszenierte und gespielte Genre-Reflexion. Finster, brutal und poetisch

3 Tage in Quiberon

Emily Atef inszeniert das letzte Interview, das Romy Schneider einem deutschen Medium gab, nicht als tragischen Offenbarungseid. Dank ihrer Darsteller wird daraus die intime, wehmütige Chronik eines souveränen Abschieds: »3 Tage in Quiberon«

Arrhythmia

In neorealistischer Tradition erzählt Boris Khlebnikov von der zerrütteten Ehe eines Sanitäters und einer Ärztin. »Arrhythmia« besticht als Paar- und Sozialstudie

The 15:17 to Paris

Man weiß nicht, was in Clint Eastwoods Film »The 15:17 to Paris« über den Thalys-Anschlag 2015 schwerer wiegt: die fragwürdige Entscheidung, die heldenhaften US-Zivilisten sich selbst spielen zu lassen, oder die Tatsache, dass der Regisseur nichts zu erzählen hat, was über den Gehalt einer Zeitungsmeldung hinausgeht

Berlinale: Das große Kuddelmuddel

Zu Beginn beherrschte noch #MeToo die Debatte um die Berlinale. Doch dann sorgten die Filme des Wettbewerbs für Diskussionen und schlechte Laune. Immerhin endete das Rennen um den Goldenen Bären mit einer Überraschung – wenn auch einer fragwürdigen
Gerhard Midding

Eine der verführerischsten Torheiten, die je über das Kino verbreitet wurden, ist Francois Truffauts Behauptung, die Begriffe Kino und England seien eigentlich unvereinbar. Im Gespräch mit Alfred Hitchcock unterstellte er dem englischen Nationalcharakter eine gewisse Filmfeindlichkeit. Er sei zu reserviert und kleinbürgerlich; selbst Landschaft und Klima schienen dem Franzosen jedweder filmischen Inspiration im Wege zu stehen.

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