Das fast normale Leben

Langzeitbeobachtung in einer Mädchenwohngruppe der Jugendhilfe: »Systemsprenger« im Dokumentarfilm – nur mit hoffnungsnäherem Ausgang.
Chloé Zhao und Jessie Buckley sprechen über die Verfilmung von »Hamnet«, über Wahrhaftigkeit im historischen Erzählen, ungewöhnliche Arbeitsmethoden am Set und neue Perspektiven au

Hamnet

Hochemotional und kunstvoll erzählt Chloé Zhao vom Trauma einer Familie nach dem Tod eines Kindes und von der magischen Kraft der Kunst. Jessie Buckley erschafft eine Kinofigur für die Ewigkeit.

Filmfriend: »Disco Afrika«

Der junge Kwame versucht, sich in seiner Heimat Madagaskar durchzuschlagen.
Lange hat es gedauert, bis eine Frau den Oscar für die beste Filmmusik ­entgegennehmen konnte. Hildur Guðnadóttir hat es mit dem klagenden Score zu »Joker« geschafft.

Madame Kika

Ganz wahrhaftig, klischeefrei, ohne voyeuristische Schlüpfrigkeit und immer wieder auch komisch erzählt Alexe Poukine von einer jungen Sozialarbeiterin, die nach dem Tod ihres Partners auf keinen Fall zum Sozialfall werden will und darum in die Welt der Sexarbeiterinnen eintaucht.
Gerhard Midding

Im letzten Monat hatte ich eine sehr erfreuliche Begegnung mit einer Filmhistorikerin, deren Gründlichkeit mich unlängst um einen Auftrag gebracht hatte. Die Umstände dieser Verhinderung waren womöglich interessanter, als es der Text geworden wäre. Was wiederum zum Thema passte, denn es ging um einen Film, den der Regisseur weit weniger spannend fand als dessen ziemlich turbulente Dreharbeiten.

Aisha Can't Fly Away

Eine junge Sudanesin, vor dem Bürgerkrieg geflüchtet, versucht in Kairo, mit Stundenjobs als Pflege- und Reinigungskraft über die Runden zu kommen. Die Gleichförmigkeit ihres Arbeitsalltags und ihre weitgehende Isolation werden durch kriminelle Verwicklungen ebenso wie durch ein Abgleiten in surreale Tagträume aufgebrochen. Eindrucksvolles Regiedebüt.

Swiss Army Man (2016)

Hank, ein an der Welt schiffbrüchig Gewordener, findet eine Leiche, Manny, die sich als vielfältig einsetzbar erweist. »Swiss Army Man« ist ein versponnener Filmtraum, völlig frei, vollkommen ungewöhnlich, und von Paul Dano und Daniel Radcliffe wunderbar zärtlich gespielt.

Dalíland (2022)

Klischees vom Künstler als narzisstisches großes Kind zwischen Wahnsinn, Obsession und Genie sind in ihrer visuellen und sinnlichen Pracht oft unterhaltsam. Mary Harrons Stippvisite im Zauberuniversum »Dalíland« kratzt dennoch selten an der Oberfläche, unter der bei Dalí so vieles brodelt.

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