Gerhard Midding

Von den kartellrechtlichen Bedenken gegen eine Fusion von Netflix und Warner Bros., die das Weiße Haus im Dezember anmeldete, war lange nichts mehr zu hören. Ungeachtet dessen hat der US-Präsident als Privatmann inzwischen Anteile an beiden Unternehmen erworben, laut Reuters im Wert von etwa zwei Millionen Dollar. Ob das im Sinne seines Intimus Larry Ellison ist, darf man bezweifeln. Die interessantere Frage wäre, welcher Interessenkonflikt schwerer wiegt.

HBO Max: »A Knight of the Seven Kingdoms«

Zurück nach Westeros: Das sechsteilige »Game of Thrones«-Spin-off erzählt im Kleinformat von den Abenteuern des »Heckenritters« Ser Duncan der Große und seinem Knappen Ei.
Der ungarische Regisseur Béla Tarr (21.7.1955 – 6.1.2026) hinterlässt ein Werk, das an die Grenzen des Kinos geht. Georg Seeßlen zum Tod des ungarischen Regisseurs.

"Was tut sich?" mit Laura Laabs

Am 10.2. spricht Ulrich Sonnenschein im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums mit Regisseurin Laura Laabs über ihr preisgekröntes Langfilmdebüt »Rote Sterne überm Feld«.

Nachruf: Rob Reiner

Mit ikonischen Szenen wie dem vorgetäuschten Orgasmus in »When Harry Met Sally« und der auf 11 gedrehten Verstärker-Legende aus »This Is Spinal Tap« prägte Rob Reiner das moderne Kino – sein Werk erzählt stets von Liebe, Haltung und persönlicher Verletzlichkeit.

Nachruf: Brigitte Bardot

Mit »… und immer lockt das Weib« wurde Brigitte Bardot zur Ikone weiblicher Selbstermächtigung – später zur umstrittenen Stimme der Rechten. Zwischen Sexsymbol, Kino-Mythos und politischer Provokation liegen Welten.

Nachruf: Rosa von Praunheim

Rosa von Praunheim revolutionierte mit provokativen, queeren Filmen wie »Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation« das bundesdeutsche Kino und wurde zu einer zentralen, streitbaren Stimme der Schwulenbewegung.

Die drei ??? – Toteninsel

Solide Umsetzung eines beliebten Abenteuers der drei Hobbydetektive aus Rocky Beach mit tollem Cast und gelungener Atmosphäre. Leider verwässern die Macher das Original-Ende.

Delegation

Die Reise zu den Stätten des nationalsozialistischen Völkermordes in Polen wird für die Abschlussklasse einer israelischen Highschool zu einer gruppendynamischen Erfahrung und einer Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen angesichts des Grauens. Der Film von Asaf Saban ist nicht nur ein subtiles und authentisch wirkendes Gruppenporträt, sondern beiläufig auch eine Reflexion über die Frage, was eine angemessene Form des Erinnerns ist.

28 Years Later – The Bone Temple

Nia DaCostas Teil der »28 Years Later«-Trilogie ist den Regiearbeiten des Drehbuchautors Alex Garland ästhetisch und gedanklich näher. Sie realisiert auf eine beeindruckende, zutiefst verstörende Weise Garlands Vision von einem philosophischen, moralisch-komplexen Genrekino.

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