How To Make A Killing – Todsicheres Erbe

Filme, in denen es der Oberschicht an den Kragen geht, haben Hochkonjunktur. Doch dieser lose inspirierten Neuverfilmung von »Adel verpflichtet« gehen nicht nur das Spezifische des Settings und der beißende Witz des Originals ab. Es fehlt auch an erhellenden Erkenntnissen und vor allem ein Protagonist, der mehr zu bieten hat, als Herzlosigkeit und Verdorbenheit noch mit Charme zu verbinden.
Ulrich Köhlers neuer Film »Gavagai«, der im April auf dem Lichter Filmfest läuft, kreist um aktuelle Fragen: Wie verfährt die Kunst mit Rassismus und kolonialen Blicken?

The History of Sound

Ein leises, melancholisches Drama über Erinnerung, Musik und die Liebe zweier Männer, die nur kurz gelebt werden kann. Oliver Hermanus erzählt zurückhaltend und bildstark von verpassten Möglichkeiten. Nicht immer straff, doch getragen von Paul Mescal und Josh O'Connor sowie der emotionalen Kraft der überlieferten Lieder.

ARD-Mediathek: »Sternstunde der Mörder«

Pavel Kohouts Kriminalroman über die Wirren des Kriegsendes in Prag als internationale Koproduktion in vier Teilen.
Gerhard Midding

In den letzten Monaten dominierten Paramount und Warner Brothers die Nachrichten aus Hollywood. Darüber hätte man fast vergessen, dass auch die anderen Majors noch im Filmgeschäft tätig sind. Universal beispielsweise macht gerade mit einer rundum begrüßenswerten Maßnahme von sich reden.

Mubi: »Pompeji: Unter den Wolken«

Die Dokumentation von Gianfranco Rosi zeigt das Leben um den Vesuv unter der latenten Bedrohung eines Ausbruchs.

Netflix: »Peaky Blinders: The Immortal Man«

Das Finale der langlebigen Serie über brutale Gangs im Großbritannien der 1920er bis 1940er erscheint als Spielfilm.

Als wäre es leicht

Die Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen einer tauben Frau und einem blinden Mann. Einfühlsam und glaubwürdig erzählt in einem ungewöhnlichem Spielfilmdebüt.

Siri Hustvedt – Dance Around The Self

Über Jahre begleitet die Filmemacherin Sabine Lidl die amerikanische Autorin Siris Hustvedt und schafft dabei ein einfühlsames, filmisch kluges Porträt einer außergewöhnlichen Frau, der man ewig folgen möchte.

Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean

Victor Hugos gewaltiger Roman diesmal nicht als Epos, sondern als Kammerspiel. Éric Besnard schildert, wie der spätere Menschenfreund Jean Valjean seinen Kompass findet. Seine Inszenierung des Streitens um sittlichen und sozialen Fortschritt ist berückend düster und die Besetzung des Vierpersonenstückes glänzend: Als intime, konzentrierte Adaption sind diese »Elenden« beinahe so gewaltig wie die Vorlage.

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