Alpha

Julia Ducournaus neuester Film ist zugleich auch ihr bisher ruhigster. Statt auf Ekel und Schock setzt die französische Ausnahmeregisseurin diesmal auf Melancholie und Pop-Songs. Wer bereit ist diesen Kurswechsel mitzugehen, den erwartet, wie von der Französin gewohnt, ein Film, der Kopf, Herz und Körper gleichermaßen in Beschlag nimmt.

DVD-Tipp: John Ford Filme

Sieben Filme von John Ford sind auf Blu-ray und DVD erschienen. Eine Einordnung des Regisseurs und seiner Widersprüche.

Interview: Julia Ducournau über »Alpha«

Julia Ducournau, 1983 in Paris geboren, ist eine französische Regisseurin und Drehbuchautorin. 2016 gab sie mit »Raw« ihr Spielfilmdebüt, 2021 gewann sie mit »Titane« die Goldene Palme von Cannes. Ihr Stil zeichnet sich durch eine eigentümliche Mischung aus Body-Horror und Arthouse-Drama aus.

Nachruf: Frederick Wiseman

In »Primate« und zahlreichen weiteren Filmen entlarvte der große Dokumentarist mit unbestechlichem Blick die Machtstrukturen von Institutionen – vom Primatenzentrum bis zur Pariser Oper.

Nachruf: Robert Duvall

Der leise Star aus »Der Pate« und »Apocalypse Now« prägte über sechs Jahrzehnte das US-Kino – als nuancierter Charakterdarsteller, Western-Ikone und sensibler Chronist amerikanischer Lebenswelten.

Amazon: »Scarpetta«

Nicole Kidman schlüpft in die Rolle der aus einer ­Romanreihe bekannten Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta und wird mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert.

DVD-Tipp: »Ivanhoe« (1952)

Glänzend restauriert im edlen Mediabook: der Klassiker des Ritterfilms à la Hollywood.
Gerhard Midding

John Bengtson kannte Los Angeles wie seine Westentasche. Das galt nicht nur für die Großstadt der Gegenwart, sondern vor allem die Kleinstadt, die es einmal war. Er übte ein Metier aus, das er erfinden musste, weil es vorher nicht existierte. Wie soll man es nennen: Drehort-Archäologie, kinematographischen Urbanismus? Er gab der geschichtslosen Stadt ein Stück ihrer Geschichte zurück.

Kokuhô – Meister des Kabuki

50 Jahre umspannt das Drama um Aufstieg und Fall zweier hochambitionierte Kabuki-Darsteller. In Japan wurde »Kokuhō« der erfolgreichste einheimische Spielfilm aller Zeiten, der das nationale Interesse an der alten Theaterform wiederentfacht. Die zwei Oscarnominierungen kommen zum Preis konventioneller Erzählung – die Glanzlichter sind die flamboyanten Bühnenauftritte.

Der Astronaut – Project Hail Mary

Weltuntergang mal nicht als Katastrophe, sondern als Chance für erfinderische Zusammenarbeit: In der Verfilmung von Andy Weirs Roman beweisen Phil Lord und Christopher Miller ihre Fähigkeit, alten Genres neue Facetten abzugewinnen, zusammen mit Ryan Gosling der als tragischster Mensch im Universum kindliche Entdeckerlust und komischem Schalk walten lässt.

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