Netflix: »Goodbye June«

Für die Mischung aus Weihnachtsfilm und Familiendrama hat Kate Winslet sich erstmals in die Regieposition gewagt, das Drehbuch zum Film schrieb ihr Sohn Joe Anders.

Der Fremde

Zwischen Existenzialismus und Gegenwartsbewusstsein findet Ozon einen behutsamen Ton: visuell bestechend, schauspielerisch präzise und mit sensibler Aufmerksamkeit für die kolonialen Schatten der Vorlage.

Bad Director (2024)

Oskar Roehlers schont in seinem wenig zimperlichen Rundumschlag gegen die deutsche Filmbranche niemanden, am wenigsten sich selbst. In den besten Momenten entlarvend komisch, nutzt sich der Fremdschäm-Effekt in seinem ausufernden Vulgär-Exorzismus bald ab.

Milchzähne (2024)

Die Verfilmung von Helene Bukowskis Roman lässt die Hintergründe der dystopischen Welt eher im Vagen und kreiert mit wenig Mitteln Folk-Horror und gesellschaftliche Enge. Atmosphärisch bestechend, aber eher distanziert in Bezug auf die Figuren.

ARD-Mediathek: »Schwarzes Gold«

Der aufwendig produzierte Mehrteiler handelt von einem interessanten und übersehenen Kapitel deutscher Geschichte: dem Ölboom in der Lüneburger Heider.

Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter

In dieser ebenso unsentimentalen wie sympathischen Tragikomödie unternimmt eine alte Dame – Altstar Hélène Vincent – mit ihren nichts ahnenden Verwandten eine Reise in die Schweiz, um am Bestimmungsort Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei werden Fragen im Hinblick auf die bürokratischen Hürden des assistierten Suizids aufgeworfen.

Sky: »Amadeus«

Genie, Wahn, Eifersucht: Die britische Produktion greift das Sujet von Milos Formans oscarprämiertem Film auf.

Apple TV: »Pluribus«

Im neuen Streich von »Breaking Bad«-Mastermind Vince Gilligan wird fast die gesamte Menschheit transformiert und teilt sich fortan ein Bewusstsein – bis auf eine Frau, die immun scheint.

Der Medicus 2

»Der Medicus 2« ist ein hochwertig produziertes, jedoch im Hinblick auf Faktizität inakkurates Historienabenteuer mit großer Besetzung, das sich visuell nicht vor Hollywoodproduktionen verstecken muss. Schade, dass ausgerechnet der wissenschaftliche Aspekt im Laufe der Handlung im Wartezimmer sitzen bleiben muss.

Song Sung Blue

Dass Musik-Biopics auch ohne prominente Protagonist*innen funktionieren können, beweist Craig Brewster mit Song Sung Blue. Er erzählt die auf wahren Begebenheiten basierende Lebens- und Liebesgeschichte von Mike (Hugh Jackman) und Claire (Kate Hudson), die es als Neil-Diamond-Coverband mit Name »Lightning & Thunder« zumindest in Wisconsin zu einer gewissen Bekanntheit brachten, bevor das Schicksal mehrfach zuschlug. Der Film ist dabei immer wieder so sentimental wie viele Diamond-Songs, funktioniert auf emotionaler Ebene aber auch ähnlich gut. Was nicht zuletzt an Hudson in auch stimmlicher Hochform liegt.

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