Sienna Miller

Als Schauspieler/in:

»Die versunkene Stadt Z« ist ein Abenteuerfilm wie aus guten alten Zeiten, der sich dem britischen Forscher Percy Fawcett und seinen Expeditionen ins Amazonasgebiet widmet. Dabei enthüllt sich in der Ruhelosigkeit des Mannes auch die Vergeblichkeit des modernen Strebens nach der Entzauberung der Welt
Bei Nacht zu leben und am Tag zu schlafen: So lautet in Dennis Lehanes Roman das Versprechen auf die Freiheit, das sich während der Prohibition im Leben als Gangster erfüllen soll. Diesmal wird nicht Whisky, sondern Rum geschmuggelt. Ansonsten folgt Ben Afflecks Verfilmung »Live by Night« fantasiearm der rabiaten Folklore des Genres, das keine Gewinner, sondern allenfalls Überlebende kennt
Verfilmung des gleichnamigen futuristischen Romans »High-Rise« von J.G. Ballard (1975): in einer 40stöckigen Wohnanlage bricht nach und nach das Chaos aus, bessergestellte und weniger bessergestellte Bewohner gehen aufeinander los. Der Film bewahrt den sarkastischen Tonfall der Vorlage und wirkt, auch wenn er zur Zeit von deren Erscheinen angesiedelt ist, höchst gegenwärtig
Bradley Cooper muss als Gourmetkoch lernen, dass Sterne nicht alles sind. Gut gespielt und solide inszeniert, verliert der Film sich in uninteressanten Nebenhandlungen. Seiner Ambition eines realen Porträts der Sternegastronomie wird er nicht gerecht
Clint Eastwoods Verfilmung der Memoiren des »tödlichsten Scharfschützen der US-Armee-Geschichte« Chris Kyle mag als Männerporträt im Western-Stil funktionieren, ist als Kriegsfilm aber mehr als bedenklich
Bennett Millers Rekonstruktion der Geschichte um ein Ringer-Brüderpaar und einen exzentrischen Multimillionär ist atmosphärisch dicht umgesetzt. Dennoch wirkt »Foxcatcher« ein wenig stumpf in seiner düster-dräuenden Schicksalshaftigkeit
Auf dem Schlachtfeld von Liebe und Krieg führt der Film den walisischen Dichter Dylan Thomas in eine »ménage à trois« mit seiner Ehefrau und einer alten Flamme. Die ambitionierte Ästhetik, immerhin führte John Maybury Regie, tröstet nicht darüber hinweg, dass »Edge of Love« die Leidenschaftlichkeit seiner Protagonisten mehr ausstellt und behauptet als spüren lässt
In einem Balanceakt spielen Steve Buscemi und Sienna Miller in dem gelungenen Remake »Interview« die Kräfteverhältnisse zwischen einem abgehalfterten Politikjournalisten und einem schönen Glamour Girl durch